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Neuer Boß bei Sega Europe


1 Bilder Neuer Boß bei Sega Europe
Das der Job des Sega Europe Chefs im letzten Jahr kein sanftes Ruhekissen war, dürfte jedem klar sein, der sich noch an die damalige Untergangsstimmung der schwer angeschlagenen Videospielecompany erinnern kann. Damals war der langjährige Chef von Segas Europa Division, Kazutoshi Miyake zurückgetreten und gab die Verantwortung für die folgenden Aufräum- und Rettungsaktionen an Yoshio Sakai ab, der im Juni 2001 für diese Aufgabe direkt aus Japan entsandt worden war. Die scheint nun weitestgehend abgeschlossen zu sein, nach nicht mal elf Monaten im Amt gibt Sakai die Führung wieder ab (sein Vorgänger war noch acht Jahre im Amt gewesen) und Sega Europe bekommt den dritten Chef innerhalb eines Jahres.

Statt wieder einen Japan-Import an die Spitze des Londoner Hauptquartiers zu setzen wird nun wieder ein Insider der Europa Division, der bisherige European Operations Director Naoya Tsurumi die Führung übernehmen. Nach der erfolgreichen Umorientierung zum reinen Softwareentwickler und -publisher und der von Sakai angestossenen Effizienzsteigerung des eigenen Vertriebs, will Tsurumi ab April daran arbeiten, Sega als Publisher weiter nach vorne zu bringen und den europäischen Teil der weltweiten Sega-Strategie umzusetzen.

HALLofGAMEs Meinung:
Man kann sich das wohl lebhaft vorstellen, wie es im europäischen Sega-Hauptquartier im letzten Jahr ausgesehen haben muß, als mit Sakai gewissermassen eine japanische Task Force das Kommando übernahm um den Patienten am offenen Herzen zu operieren. Nichts anderes wird Sakais Aufgabe gewesen sein, denn sonst wäre schwer zu erklären, warum er nach knapp elf Monaten schon wieder das Handtuch wirft, obwohl die Operation erfolgreich und der Patient so wohlauf ist, wie es viele wahrscheinlich gar nicht mehr für möglich gehalten hatten. Zum Glück war Sega groß genug, um selbst schwerst angeschlagen nicht einfach so von den Kurszetteln der Börsen zu verschwinden und als Label oder Tochterfirma eines anderen Software-Riesen noch zwecks Namensausschlachtung weiterleben zu dürfen. Solche traurigen Fälle gibt es schon genug.

Quelle: www.mcvonline.de

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