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Dreamcast als billiges Hacker-Tool?


1 Bilder Dreamcast als billiges Hacker-Tool?
Zu einer zweiten, wenngleich ziemlich dunklen Karriere könnte es Segas gescheiterte Dreamcast-Konsole bringen, geht es nach dem Willen von einigen Entwicklern und Hackern. Einem Bericht von www.heise.de zufolge, wird von mehreren Seiten daran gearbeitet, Segas letzte Konsolenhardware softwareseitig zum trojanischen Pferd für Angriffe auf interne Firmennetzwerke aufzurüsten. Diese sind zwar im Kontakt mit dem Internet durch Firewalls leidlich gegen Angriffe geschützt, intern mangelt es aber oft an allen Ecken und Ende mit der Sicherheit. Schafft es ein Angreifer nun, eine mit Linux und den enstprechenden Tools ausgestattete Dreamcast unbemerkt in einem Unternehmen an einem freien Netzwerkanschluß zu platzieren, kann sich die Konsole nun selbständig ihren Weg nach draußen suchen und schon hat der Angreifer einen Brückenkopf im Unternehmen platziert und kann seelenruhig hinter den feindlichen Linien (sprich hinter der Firewall) herumstöbern. Ein Angriff, der zwar auch bisher bei gegebener Gelegenheit mit jedem Notebook möglich gewesen ist, was allerdings im sehr wahrscheinlichen Verlustfall des Angriffswerkzeuges für wesentlich höhere Kosten sorgt!

Die entsprechende Softwaregrundlagen wurden bereits bei den sogenannten "Black Hat Briefings" in Las Vegas vorgestellt, vorraussichtlich im nächsten Monat schon wollen die Entwickler Aaron Higbee (Foundstone) und Chris Davis (RedSiren Technologies) das Softwarepaket unter http://www.dcphonehome.com veröffentlichen.

HALLofGAMEs Meinung:
Segas Dreamcast ist tot und scheint dennoch mindestens neun Leben zu haben! Immer wieder gelingt es, auf der gescheiterten Konsole Anwendungen zu realisieren, wie es sie noch auf keiner anderen Konsole vorher gab. Ging es verhältnismäßig harmlos (wenn auch sehr zum Unmut von Sony) los mit Bleemcast, so ist die Konsole nun auf dem besten Weg mit Hilfe der richtigen Software ein neues Kapitel im Bereich Cyberkriminalität aufzuschlagen. Sicher ist die skizzierte Einsatzmöglichkeit längst nicht so filligran und elegant, wie manch andere Möglichkeit, aber unschlagbar billig und dadurch attraktiv, ist sie allemal! Angesichts der oft mangelnd prktizierten Sicherheit in Firmennetzen ist es dann auch nur ein schwacher Trost, das der ganze Spuk schon über entsprechend eingestellte Switches verhältnismäßig einfach zu stoppen ist. Ich bin jedenfalls, was sich findige Tüftler in naher Zukunft sonst noch so für meine -immer noch- Lieblingskonsole einfallen lassen!

Quelle: www.heise.de

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