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Secret of Evermore: zu Unrecht unterschätzt - Leser-Test von Restrictor


1 Bilder Secret of Evermore: zu Unrecht unterschätzt - Leser-Test von Restrictor
Wenn ich mich richtig erinnere, erschien dieses Spiel Ende 1995. Es war der Nachfolger zum absoluten Klassiker Secret of Evermore und wurde auch von Square programmiert, aber nicht von Square Japan, sondern von Square USA.

Zur Story: Der Held des Spieles (Square-typisch könnt ihr ihm einen eigenen Namen geben), findet durch Zufall eine Art Zeitmaschine, die ihn durch einen Zufall in eine andere Dimension befördert, in der es auf einer Welt unterschiedliche Zeitepochen gibt. Unglücklicherweise gibt es zunächst niemanden, der ihm helfen kann und somit ist er mit seinem Hund zunächst auf sich allein gestellt.

Schnell findet er jedoch Personen, die auch durch die Zeitmaschine in diese Welt gelangt sind und in einer eigenen Epoche leben. Sie sind schon so lange hier, dass sie sich an das Leben gewöhnt haben, dennoch versuchen Sie dem Held zu helfen, allerdings erwarten Sie auch Gegenleistungen, zum Beispiel das der Held etwas aus einem Dungeon mitbringt oder ein Monster besiegt. Als Dank bringen euch die Personen dann in andere Epochen und stellen euch ihre eigenen magischen Fähigkeiten zur Verfügung, die ihr mit sogenannten Zauberperlen in Anspruch nehmen könnt.

Das Spiel steuert sich dabei genau so wie Secret of Mana, nahezu alles wurde übernommen, zum Beispiel auch die Menüführung mit kreisenden Ringen über dem Kopf des Helden. Auch die Magie ist übernommen, jedoch muss der Held magische Zutaten sammeln um sie einzusetzen und auch erst Formeln finden, damit er die jeweilige Magie auch erlernt.

Die Atmosphäre in dem Spiel ist fantastisch, insbesondere tragen die Soundeffekte zu einem tollen Spielgefühl bei. In jeder Zeitepoche gibt es Musik, die genau zur jeweiligen Welt passt und bei den Bosskämpfen gibt es bedrohliche Musik, wie man es von Square kennt.

Die Grafik dieses 24-MBit Moduls ist ebenfalls sehr eindrucksvoll. Besonders das Schloss ist mir bis heute in angenehmer Erinnerung geblieben. Alles sehr schön animiert auf bestem 16-Bit Niveau, auf jeden Fall besser als Secret of Mana.

Leider wurde der größte Nachteil von Secret of Mana mit übernommen: Die künstliche Intelligenz. Nicht unbedingt die der Gegner, sondern vielmehr des gerade nicht gesteuerten Figur. Beispielsweise kann der Held gerade in einem Kampf auf Leben und Tod verwickelt sein, aber der Hund schaut seelenruhig zu und verzischtet darauf, sein Herrchen zu schützen. Zudem kann es sein, dass man auf der Karte weitergehen will, aber eine Figur an einem Stein hängenbleibt, so dass man erst einmal zurück gehen darf und ihn befreien muss.

Ansonsten gibt es eigentlich keine Kritikpunkte, manche Leute sagen, dass die Story schwach sei, aber mir hat es auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, dass ich es fast ununterbrochen bis zum Ende durchgespielt habe (passiert bei mir selten)

Die deutsche Version des Spieles wurde mit einem Spieleberater ausgeliefert. Im Prinzip gibt es nur eine einzige Situation im Spiel, wo man ihn vielleicht in Anspruch nehmen könnte (Der Marktplatz), aber eigentlich ist der Schwierigkeitsgrad so angesiedelt, dass jeder, der sich mit dem Spiel befasst, es auch lösen wird.

Wer dieses Spiel in der 16-Bit Zeit ausgelassen hat und gerade keine passende Herausforderung hat, kann sich dieses Spiel besorgen, das alte SNES rauskramen und in purer Nostalgie schwelgen.

Mein Fazit: 90% zur Veröffentlichung, nach heutigen Gesichtspunkten 81%

Negative Aspekte:
schlechte KI

Positive Aspekte:
unglaublich gute Atmosphäre

Infos zur Spielzeit:
Restrictor hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Restrictor
  • 8.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 8/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 9/10
    Atmosphäre: 8/10
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