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Samba de Amigo Ver. 2000: Samba de Amigo Vers. 2000 - Leser-Test von buckshot


1 Bilder Samba de Amigo Ver. 2000: Samba de Amigo Vers. 2000 - Leser-Test von buckshot
Pünktlich zum letztjährigen Weihnachtsgeschäft erschien bei uns die PAL Version von Sega's Musik-/Rhythmus-Game SAMBA DE AMIGO. Während aus den warmen Stuben europäischer Sega-Freaks diesmal kein Glöckchen-Bimmeln, dafür lautes Rasseln der Samba-Maracas zu hören war, konnte man sich zur X-Mas Season in Japan bereits über die Fortsetzung des Tanzspiels freuen. Stellt sich die Frage, was sich bei SAMBA DE AMIGO VERSION 2000 im Vergleich zum ursprünglichen Game getan hat, welche Neuerungen es gibt und ob sich der erneute Kauf denn lohnt?

Das grundlegende Spielprinzip wurde natürlich unverändert übernommen! Für das Sonic-Team um Yuji Naka gab es an der genial einfachen, wie einfach genialen Grundidee auch nicht viel zu rütteln! Mittels einer Tanzmatte und zwei Maracas-Controllern, die über Infrarotsensoren miteinander "verbunden" sind, müssen vorgegebene Moves nachgetanzt werden. Über die Sensoren wird dabei die Höhe der Handbewegungen ermittelt und mit der Vorgabe auf dem TV Bildschirm abgeglichen.

Euer Move-Reportier wird nun allerdings um das sogenannte Hustle-Manöver erweitert. War es bisher lediglich nötig die Rasseln in den sechs vorgegebenen Positionen im Rhythmus zu schütteln oder eine Pose nachzuahmen, verlangt das Spiel nun auch, die Maracas zwischen zwei Punkten hin und her zu schwingen. Dies steigert sich bis hin zu 360 Grad Drehungen, wodurch der sportliche Gedanke noch mehr in den Vordergrund rückt. Wagt ihr euch erstmal an Songs mit gesteigertem Schwierigkeits-Grad, erübrigt sich schnell ein Besuch im Fitness-Studio.

Durch die Hustle-Moves gewinnt das Spiel definitv noch mehr an Witz und wirkt im Zusammenspiel mit den Latino-Grooves rhythmisch besser abgestimmt. Das liegt zum Grossteil auch daran, dass die Abfrage der Maracas Controller nochmals überarbeitet wurde und nun eine Spur exakter ausfällt als dies beim Vorgänger noch der Fall war. Während der Arcadeautomat auf Basis magnetischer Impulse arbeitet, ermittelt die Heimversion über optische Sensoren den genauen Höhenunterschied zwischen Maracas und Bodensockel. Solange die Sensoren freien "Blickkontakt" zueinander haben, funktioniert dies absolut problemlos. Die freie Sicht wird lediglich bei wilderen Aktionen, wie z.B. schnell geschwungenen Kreisen, schonmal durch die Verbindungskabel gestört. Dadurch machen es komplizierte Hustle Passagen schwer, perfekte Scores auf's Parkett zu legen. Dies ist jedoch leicht zu verkraften wenn man sich vor Augen hält, dass Sega den sündhaft teuren SAMBA DE AMIGO Automaten in eine erschwingliche Heimversion verwandeln musste. Vielleicht kommt ja noch ein findiger Fremdhersteller auf die Idee Schnurlose-Controller zu entwickeln, was die Preissschraube allerdings schmerzhaft in die Höhe treiben dürfte.

Anyway, hat man den Dreh mit den Hustle-Moves erstmal raus, macht SAMBA DE AMIGO 2000 nochmal soviel Spass. Wem es partou zu schwer ist, der kann alle Songs optional aber auch ohne das Schwingen der Maracas, genauso wie im Vorgänger, spielen.

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