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Saga Frontier 2: Zeitlos schön! - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Saga Frontier 2: Zeitlos schön! - Leser-Test von HALLofGAME
Gute Zeiten waren das für RPG-Fans: Mit Saga Frontier 2 schaffte endlich auch Squaresofts Inhouse Konkurrenz zur Final Fantasy Saga offiziell den Weg zu uns, nachdem der Vorgänger noch ausschließlich den Importspielern vorbehalten war. Zwar präsentierte sich das Spiel, im Gegensatz zu den letzten beiden Abenteuern des großen Rollenspielbruders komplett in 2D und kommt ohne jegliche Render-Spielereien daher, ein optischer und spielerischer Leckerbissen war und ist es trotzdem!

Zu Beginn des Spiels stehen zwei Hauptcharaktere zur Verfügung: Prinz Gustav XIII. und Will Knights.
Während der junge Prinz Gustav, vom eigenen Vater in die Verbannung geschickt, um seinen Platz im Leben kämft, hat der angehende Abenteurer und Schatzsucher Will Knights nur Ruhm und Reichtum im Kopf. Jeder der beiden Charaktere steht für einen eigenständigen Handlungsstrang. Gespielt werden können jedoch beide parallel, da deren Abenteuer in Form einzelner Kapitel auf einer Weltkarte vorliegen und dort angewählt werden. Egal für welchen Helden man sich entscheidet, immer ist auch ein Kapitel der anderen Figur als Side-Quest wählbar. Zwar begegnen sich Will und Gustav nie, trotzdem beeinflussen ihre Entscheidungen den Handlungsstrang des Anderen. Übrigens sind die Beiden nur der Anfang, das Spiel ist von derart epischer Breite, daß wir auch noch deren Kinder und Enkel kennenlernen und steuern werden. Hier wird eben nicht die übliche Geschichte diverser Helden, sondern die eines ganzen Landes erzählt.

Auch wenn nur beide Spielhandlungen gemeinsam die volle Story enthüllen, ist es dennoch nicht unwichtig, mit welchem der beiden Helden das Spiel gestartet wird. So ist die Geschichte von Gustav erheblich storylastiger, manche Kapitel, wie z.B. das erste Kapitel (Gustavs Verbannung) bestehen nur aus Story und lassen den Spieler nicht in die Handlung eingreifen. Wills Geschichte bietet dagegen mehr klassisches Rollenspiel und weniger Story. Schon nach wenigen Minuten hat man hier seine Party beisammen und verkloppt fleißig die verschiedensten Monster, von denen es über 100 gibt, darunter ca. 30 Boßgegner. Mehr als genug Gelegenheit, um unzählige Attacken und Sprüche zu lernen, die Saga Frontier 2, wie jedes andere Rollenspiel auch, auf Lager hat. Oft geht einem Partymitglied im Kampf buchstäblich ein Licht auf und die soeben erlernte Fähigkeit wird sofort ausprobiert. Darüberhinaus können verschiedene Berufe zugewiesen werden, die sich auf die Kampf- und Entwicklungsfähigkeiten auswirken.

Vor jedem Kampf gilt es zu entscheiden, ob die ganze Party antreten soll, dann selbstverständlich gegen mehrere Gegner, oder ob ein Partymitglied alleine in den Kampf geschickt wird. Ein Patentrezept gibt es
hier nicht. Manche Fähigkeiten können nur im Einzelkampf ausgebildet werden. Wird der Einzelkämpfer jedoch besiegt, ist das Spiel verloren, obwohl es ja eigentlich noch drei andere Partymitglieder gibt. In diesem Zusammenhang muß auf das vielleicht größte Ärgenis im Spiel hingewiesen werden: Während des Kampfes ist nicht zu sehen, wieviele HP's die Figuren noch haben! Lediglich zwischen den einzelnen Turns kann über die Schaltfläche "HP's erneuern" der Gesundheitszustand kontrolliert werden. Das ist unpraktisch und oft auch gefährlich! Allerdings kann man Kämpfen, obwohl das nicht Sinn eines RPG ist, auch leicht aus dem Weg gehen. Denn wo immer die Party auch rumzieht, Feinde tauchen nicht plötzlich auf, sondern sind ständig zu sehen. Dadurch können sie ohne Fluchtbefehl leicht umgangen werden, etwas untypisch für ein Rollenspiel.

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