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Sacred: Dämonisches Vergnügen - Leser-Test von Gee


1 Bilder Sacred: Dämonisches Vergnügen - Leser-Test von Gee
Shaddar regierte einst als mächtiger Fürst mit eiserner Härte. Ilim'Shaddar wird er in der dunkelelfischen Zunge genannt, was soviel bedeutet wie "Wanderer im Schattenreich". Schon lange dient er den Mächten der Finsternis. Doch sein Frevel und seine Grausamkeit flogen auf und die Magiergemeinschaft von Sternental wollte ihn auf dem Scheiterhaufen sehen. Stattdessen wurde er aber "nur" in die Wüsten des Südens verbannt. Was für jeden Normalsterblichen einem Todesurteil gleich kommt, war die zweite Chance für Shaddar. Im Verbrogenen bereit er ein Beschwörungsritual vor: ein Sakkara-Dämon soll es sein.

Die Beschwörung klappt zwar, doch haben seine trotteligen Helferlein den Bannkreis beschädigt, so dass der Dämon aus dem Pentagramm austreten kann. Der Dämon, ein Gebieter über die Verdammten der Höllen wendet sich gegen seinen Beschörer.
Bis zu dieser Stelle begleitet Sie das Intro von Sacred und nun ist es an Ihnen gegen die untoten Schergen des Dämonen anzukämpfen um ihm am Ende vielleicht selbst gegenüberzustehen. Doch Ihre Reise wird durch Verrat und Monsterhorden, die über dem riesigen Ancaria an jeder Ecke lauern nicht unbedingt einfacher gestaltet.

In Sacred haben Sie die Wahl zwischen sechs verschiedenen Charakterklassen: Gladiator, Kampfmagier, Dunkelelfe, Waldelfe, Vampirin und Seraphim. Und die Unterschiede könnten nicht größer sein. Während der Gladiator durch seine Nahkampfeigenschaften gepaart mit Stärke und Ausdauer für den Kampf gegen den Abschaum Ancaria gewappnet ist, vertraut der Kampfmagier neben seinem Kampfstab doch vornehmlich auf die Kraft der Elemente. Ob Feuerball, Windböe oder Eissplitter - es gibt einiges, dass Sie den Monstern um die Ohren zaubern. Die Seraphim setzt auf eine Mischung der beiden ersteren, die Waldelfe vertraut auf ihren Bogen und der Dunkelelf legt hinterhältige Fallen. Die Vampirin kämpf tagsüber in Gestalt eines Ritters und wenn die Nacht hereinbricht macht sie sich als blutsaugende Bestie auf die Reise.

Die unterschiedlichen Charakterklassen in Sacred machen das Spiel auch nach einmaliger Lösung noch interessant. Vielleicht hat man noch nicht alle Nebenquests entdeckt oder will einfach erneut mit anderen Fähigkeiten und Ausrüstungsteilen durch die Lande ziehen. Dabei ist die Umgebung jederzeit in drei Stufen zoombar, so dass Sie Ihre Protagonisten stets aus der richtigen Entfernung betrachten können. Es hätte ruhig eine mehr sein können, denn zwischen zu nah und zu weit entfernt vom Geschehen fehlt eine Zoomstufe.

Die Reise quer durch Ancaria und zurück führt Sie durch die unterschiedlichsten Landschaften und Gegenden. Wüste und Eismeer, Wälder, Einöden, Steppen und Gebrige. Dazu kommen noch zahlreiche Höhlen und Dungeons. So steht einem grafisch abwechslungsreichem Abenteuer nichts im Wege. Die Grafik selbst lebt vor allem von Ihrer Detailverliebheit. In den Städten und Dörfern Ancarias möchte man sich in der Tat am liebsten niederlassen, wie es die Sprachausgabe Ihres Helden des öfteren propagiert. Auch die Monster sehen bis in die höchste Zoomstufe sehr gekonnt designt aus, wenn auch insgesamt zu wenige verschiedene Monstertypen in den jeweiligen Spielabschnitten für Ihre Gold- und Erfahrungspunktebelohnung aufkommen müssen.

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