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Runabout 3 - Neo Age im Gamezone-Test


1 Bilder Runabout 3 - Neo Age im Gamezone-Test

Um den ewigen Rundkursen alleine im Kampf gegen die Zeit entgegen zu wirken, gibt es schon seit einiger Zeit diese Auto-Auftragsrennspiele a la Driver, bei denen es in erster Linie nicht um Geschwindigkeit sondern um Level für Level vorgegebene Ziele geht. Um solch einen Titel handelt es sich auch hier bei "Runabaout 3", in dem wir nach bekannter Manier die verschiedensten Aufgaben zu erledigen haben. Dafür stehen uns neben ganz normalen Autos und Motorrädern auch ein Panzer zur Verfügung, der Polizeiautos wegschiebt wie Strohballen und die Passanten von der Strasse verbannt, allerdings auch verdammt schwer zu lenken ist und nicht besonders schnell wird. Da ist es schon praktischer mit dem Motorrad zu beginnen, welches schnell und wendig ist, dafür kaum Schaden wegstecken kann. Ein Schubs der grünen Minna genügt und wir fliegen in hohem Bogen durch die Luft.

Das Gameplay besteht, wie bereits erwähnt, aus dem erfüllen erhaltener Aufträge, womit wir beim zentralen Kritikpunkt des Games angekommen sind. Diese nämlich gestalten sich recht unterschiedlich, aber oft sehr doof, wenn ich diesen Ausdruck benutzen darf. Schon die zweite Mission lautet z.B. die Frau des Polizeipräsidenten zu beschatten, was sich als extrem langweilig herausstellt. Die liebe Frau nämlich bewegt sich immer zwischen Taxi und U-Bahn hin und her, wobei unsere Aufgabe lautet, uns nie weiter als 100 Meter aber auch nie näher als 10 Meter zu verfolgen. Dieses Spiel dauert, den Entwicklern sei dank, ganze 15 Minuten, wobei die Mission nur als erfüllt gilt, wenn wir am Ende dieser alle Personen mit denen sich die Dame getroffen hat in der richtigen Reihenfolge aufzählen können. Sehr lustig, wo man z.B. den Zeitungshändler in seinem Kabuff überhaupt nicht sieht, und so erst am FAILED erfährt, dass er eine sie war. So oder ähnlich dümmlich gestalten sich alle Missionen, in denen es Mülleimer und Autos anzurempeln gilt um daraufhin so schnell wie möglich einen Zielpunkt zu erreichen. Mit persönlich ging es so, dass ich mich bei jeder Mission nach deren Sinn fragen musste, denn erklärt wird nirgendwo nichts.

Die Grafik siedelt sich im mittleren Qualitätssegment an. Die Welten sind schön detailliert und einigermaßen interaktiv, dafür existieren eine Menge Lampen und Pfosten durch die man einfach hindurch fahren kann. Die Framerate gibt sich sehr stabil, so dass ein flüssiger Ablauf garantiert ist, dafür muss man sich mit deutlich sichtbaren Kantenflimmern und etwas pixeligem Erscheinungsbild abfinden.

Die Steuerung gibt sich, je nach gewähltem Fahrzeug, mehr oder weniger Schwammig. Besonders der Panzer ist kaum auf gerader Strecke zu halten. Die Kollisionen hingegen wirken schon arg übertrieben, wenn ein Zusammenstoß mit 30 km/h reicht um das Auto mehrere Meter durch die Luft zu befördern. Auch braucht man sich keine Hoffnungen machen einen schleudernden Wagen wieder in den griff zu kriegen. Erst wenn sich dieser komplett beruhigt hat und fast zum Stillstand kam ist er wieder steuerbar. Dies ist Anfangs noch recht lustig, im späteren Verlauf jedoch eher nervig.

Genauso durchschnittlich wie der Rest des Games gibt sich die Soundkulisse. Ein dumpfes Motorgeräusch, einige Kollisionen und die schreienden Passanten bilden gemeinsam mit dem belanglosen Soundtrack die komplette Kulisse.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Runabout 3" ist ein durchschnittlicher Auftrags-Racer für zwischendurch, mehr aber auch nicht. Besonders das Missionsdesigns versteht es einem jede Lust auf ein weiteres Game zu vergällen. Dabei hätte der Rest des Spiels durchaus das Potenzial für einige Zeit zu begeistern, könnte man einen gewissen Sinn im Spiel erkennen. So allerdings eignet es sich eher zum herzeigen, um mal mit einem Panzer durch die Stadt zu fetzen und die Fußgängerzone aufzuräumen. Zu mehr leider nicht.
Runabout 3 - Neo Age (PS2)
  • Singleplayer
  • 4,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 4/10 
    Gameplay 3/10 
Pro & Contra
 
Übles Missionsdesign
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