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Rollercoaster Tycoon 2 im Gamezone-Test

"Roller Coaster Tycoon 2" ist eine Aufbausimulation im Stile eines Thema-Park Managers.

1 Bilder Rollercoaster Tycoon 2 im Gamezone-Test [Quelle: PC Games]

Die Aufgabe des Spielers besteht also darin, einen Rummelplatz zu betreiben, die Finanzen zu managen, neue Attraktionen zu entwickeln und schließlich dafür sorgen, dass sich die Besucher auch wohl fühlen, indem wir den Park sauber halten und genug Animateure einstellen, die dann in Tierkostümen gute Laune verbreiten. Dabei reichen die Möglichkeiten weit darüber hinaus, einfach nur irgendwelche Gebäude zu platzieren und auf Gäste zu warten. So bietet uns diese Simulation eine riesige Zahl an Optionen und Handlungsmöglichkeiten. Praktisch jede Attraktion kann in verschiedenen Designs gestaltet werden, aus dem Heckenirrgarten wird so per Mausklick eine Eislandschaft, genauso einfach kann man dem Autoscooter im Dschungeldesign ein rustikales Aussehen verpassen. Doch enden die Features nicht beim Design, selbst die zu spielende Musik kann man Auswählen, je nach gewünschter Zielgruppe. Am meisten Spaß allerdings macht das Konstruieren eigener Achterbahnen, die ebenfalls in unzähligen Varianten verwirklicht werden kann. Zudem können wir in die Forschung investieren, was weitere Möglichkeiten eröffnet. In der Praxis lernt man so, wie kompliziert es ist eine vernünftige Achterbahn zu bauen, die den Leuten Spaß macht und die ihre Investitionskosten auch wieder hereinspielt. Denn ohne ein Auge auf den aktuellen Kontostand kommt man schnell in Bedrängnis und verliert unter Umständen seinen kompletten Park.

Das Gameplay gestaltet sich so wie man es von einer Aufbausim erwartet. Viele Szenarien in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden warten darauf vom Spieler erfüllt zu werden. Dabei sind immer mehrere Ziele vorgegeben, wie der zu erreichende Mindestumsatz und eine bestimmte Besucheranzahl pro Monat. Dabei ist man zu Beginn des Spiels noch etwas eingeschränkt, da viele Attraktionen noch nicht vorhanden sind, weswegen man die Forschung nie außer Acht lassen sollte. Denn spätestens wenn eine Anlage veraltet ist und deswegen von den Besuchern nicht mehr angenommen wird, sollte man bereits etwas Neues in der Rückhand haben.
Über das gebotene Interface kann man geteilter Meinung sein. Der blutige Anfänger wird dank der vielen Optionen erst einmal überfordert sein, noch dazu weil man ständig mit mehreren Fenstern gleichzeitig agieren muss. Allerdings erkennt man schnell das System dahinter und kann dann recht flott arbeiten. Trotzdem wird jeder vierte Klick verwendet um ein eben aufgeklapptes Fenster wieder zu schließen. Kritisch betrachtet gab es hier schon bessere Lösungen die mit weniger Fenstern auskamen.

Die Soundkulisse hingegen könnte direkt vom Jahrmarkt stammen und gefällt wegen ihrer Differenziertheit. Je nachdem zu welcher Attraktion wir hin scrollen, hören wir die zugehörige Musik und den Besucherlärm, nur unterbrochen vom Hinweiston bei eingehenden Nachrichten. Dabei scheinen aber nicht einfach irgendwelche Geräusche in einer Schleife abgespielt zu werden, ganz im Gegenteil jubeln die Fahrgäste genau im richtigen Augenblick, wenn sich die Waggons in die Tiefe stürzen oder die Schiffsschaukel maximal ausschlägt.

Eine nicht ganz so gute Figur macht die verwendete Grafik, die zwar in schöner Iso-Optik erstellt und mit vielen Details geschmückt wurde, im Ganzen aber immer etwas Pixelig und etwas altbacken wirkt. Auch verlieren sich die Details ziemlich schnell wenn man etwas herauszoomt, was wegen der Übersicht schon mal nötig ist. Dagegen eignet sich die maximale Zoomstufe nur zum Betrachten der Gegebenheiten, zum Planen und Bauen bietet sie nicht mehr genug Übersicht. Damit pendelt sich der Zoom in der Praxis irgendwo im Mittelfeld ein, wo man noch genug Details und eine entsprechende Übersicht hat, ohne dass es zu grobkörnig wird.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Roller Coaster Tycoon 2" ist das ideale Game für Freunde ausgeklügelter Aufbausims. Trotz der etwas altbackenen Grafik und des etwas überladenen Interfaces bekommt man eine Sim geboten die dem Spieler unglaublich viel Freiraum lässt bei einer gleichzeitigen Optionsflut die begeistern kann. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht einmal bei den Achterbahnen, wie man dem Titel entnehmen könnte, sondern beim Management eines ganzen Vergnügungsparks. Trotzdem trägt der Titel seinen Namen zurecht, denn die Möglichkeiten beim Achterbahnbau sind wirklich fantastisch und gereichen dazu dem Spieler klar zu machen, wie schwer es ist eine vernünftige Achterbahn zu bauen. Bis man alle vorgegebenen Szenarien durchgespielt hat, dürften schon einige Wochen Spielspaß ins Land gezogen sein, wobei man Spiele dieses Genre immer wieder aus dem Schrank holen kann. Damit können wir dieses Game allen Freunden des Genres empfehlen.
Rollercoaster Tycoon 2 (PC)
  • Singleplayer
  • 7 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Features bis zum Abwinken
tiefgreifendes Gameplay das weit über das Bauen von Achterbahnen hinausgeht
25 echte Six Flags Achterbahnen
Pixelige 2D Iso-Grafik
etwas überladenes Interface
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