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Ridge Racer 64: Auf der Überholspur ;) - Leser-Test von fabomat


1 Bilder Ridge Racer 64: Auf der Überholspur ;) - Leser-Test von fabomat
Ridge Racer 64

Gran Turismo, Need For Speed, usw. Immer wieder gab es neue Racer für die Playstation. Irgendwie wurde das N64 nie mit solchen Klassikern beehrt, bis Ridge Racer 64 kam.

RR64 ist eigentlich eine Zusammensetzung und Verbesserung der ersten Ridge Racer Versionen für die Playstation, die beide mit nicht gerade vielen Strecken protzen konnten (nämlich nur eine - mit alternativen Strecken), garniert mit noch mal einer N64-Only- (ebenfalls in drei Ausführungen), einer Extrastrecke und einem ziemlich großen Rennstall.
Du fährst zwar in eher realistischen Automobilen (im Vergleich zu F-Zero oder San Francisco Rush z.B.), aber der Schwerpunkt liegt nicht auf Authentizität, sondern auf Fun beim Fahren und deswegen muss man nicht wirklich arge Geschwindigkeitsverluste hinnehmen, wenn man mal ein bisschen übertrieben driftet oder die Bande mal gaaanz leicht streift. Zu Bruch gehen die Wagen selbst nach mehrmaligem Ausprobieren, ob man nicht doch durch die Felswand fahren, kann auch nicht.
Die Steuerung ist wie folgt: Mit a kannst du wie gewohnt Gas geben und mit b bremsen (ziemlich unerheblich), während du mit dem Analogstick dein Gefährt mehr oder weniger elegant bis ins Ziel bugsierst (das geht für Playstation-gewohnte Spieler auch mit dem Steuerkreuz). Die C-Knöpfe sind ebenfalls wie üblich für die Ansicht zuständig, wobei du mit C-Links den Rückspiegel in der Cockpitansicht aus/anschaltest, mit C-Rechts die Streckenkarte (de)aktivierst und mit C-Oben die Kameraperspektive änderst (nah hinterm Auto, weiter weg, Cockpit).
Es gibt die üblichen Modi (Quick Play, Grand Prix, Car Attack, Time Attack und Multiplayer), wobei das wichtigste natürlich der Grand prix Modus ist, in dem man sich gegen etliche CPU-Gegner behaupten muss. Hat man z.B. den ersten Kurs auf Anfänger (also in der ersten Ausführung) geschafft, dann kann man in Car Attack versuchen neue Wagen, die natürlich um einiges leistungsfähiger sind, als die ersten vier, freizuspielen, indem man sie in einem Rennen "Mann gegen Mann" schlägt.
Das ist meistens nicht ganz einfach, weil man praktisch immer in vergleichsweise minderwertigen Wagen antritt, die in den vier Kategorien Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Lenkverhalten und Bodenhaftung den zu besiegenden Wagen weit unterlegen sind. Ob eine gute Bodenhaftung besser oder langweiliger ist, bleibt Geschmackssache, aber anfangs ist es zu empfehlen nicht auf Teufel komm raus zu driften, weil man erst bei den engen, schnellen Kurven dadurch Zeit gewinnt. Und die ist wichtig, weil die Gegner von Rennen zu Rennen happiger werden und es ganz am Ende im Extrakurs meiner Meinung nach nur noch den Programmierern möglich wäre schneller zu fahren als die Computer... ;)

Die Grafik und der Sound sind 1A! Während das Auge mit tollen Lansflare Effekten und sehr schön detaillierten Karosserien und Streckenumgebungen verwöhnt wird, dröhnt rockige fast Ohrwurm-taugliche Musik aus den Lautsprechern und bei jeder Kurve quietschen die Reifen genial authentisch und hinterlassen elegante (?) Bremsspuren. Esruckelt zwar manchmal, aber nur sehr selten und die Atmosphäre oder das Spielgeschehen trübt das so gut wie überhaupt nicht.

Weitere positive Punkte an diesem Spiel sind der sehr coole Multiplayermodus und die Möglichkeit abgefahrene Extrawagen, wie den Caddiwagen oder einen Pacman-Geist zu erfahren.

Einen negativen Aspekt gibt es dann aber doch noch: Die Kollisionsabfrage ist teilweise richtig mies, sodass die Wagen manchmal durch das eigene Auto durch überholen oder man dem anderen aufährt, obwohl man noch genügend Abstand gehalten hat. Was in den leichten Levels durch fahrerisches Können leicht auszugleichen ist, kann bei den richtig schweren Strecken zu üblen Frustrationsanfällen führen, über die ich z.B. teilweise arg schwer drüberweggekommen bin. Fährt man endlich mal auf der Pole-Position dem Sieg entgegen, da rammt ein Gegner einen von hinten, man selbst stoppt seltsam ab, als wenn man gegen ein Wand gefahren wäre und das gesamte Feld überholt einen spielend. Bei diesem Spiel habe ich fast so gut wie bei Windowsproblemabstürzen gelernt, was Frustration wirklich bedeutet.

Fazit: Endlich mal ein richtig guter Racer für's N64. Und die angesprochene Kollisionsabfragenschwäche muss ja nicht jeden so stören wie mich... ^_^

Negative Aspekte:
frustrierende Kollisionsabfrage

Positive Aspekte:
Schöne Strecken und motivierendes Mann gegen Mann System

Infos zur Spielzeit:
fabomat hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    fabomat
  • 8.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 8/10
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