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Ridge Racer 5 im Gamezone-Test


1 Bilder Ridge Racer 5 im Gamezone-Test
Die "5" am Ende täuscht ein wenig über das Gameplay dieser "Ridge Racer"-Version hinweg: Hier handelt es sich nämlich keineswegs um die konsequente Weiterführung der Serie. Namco kehrt mit "Ridge Racer V" vielmehr zu den Ursprüngen zurück, denn der PS2-Debütant erinnerte mich stark an die ersten beiden Teile.
Damit meine ich sowohl das Fahrverhalten der Boliden als auch das Spielmodi- und das Streckendesign. Das Fahrverhalten konzentriert sich wieder auf das arcadelastige, schnelle Driften, so wie man es zu den Anfangszeiten gewohnt war. Lasst ihr nur für einen Bruchteil einer Sekunde das Gas los und drückt dann wieder drauf, so beginnt sofort eine wilde Drifterei, die "Ridge Racer"-Anfängern einige Schwierigkeiten bereiten wird. Profis dagegen werden sich sofort heimisch fühlen und schon beim ersten Versuch alle Rennen (zumindest auf "Easy") mühelos gewinnen.
Rookies sollten sich deshalb zu Beginn mit den sogenannten "Grip-Cars" zufrieden stellen, denn diese lassen sich relativ problemlos durch die Kurven manövrieren. "Drift-Cars" hingegen benötigen da schon etwas mehr Fingerspitzengefühl und vor allem viel mehr Gegenlenkmanöver, wenn sie ins Driften geraten. Spieler, die sich vor allem mit der Steuerung von "Ridge Racer 4" angefreundet haben, werden also mit dem Nachfolger nicht ganz glücklich werden. Unabhängig vom Fahrverhalten funktioniert die Steuerung ausgezeichnet. Der neue Dual Shock 2 wird ebenso gut unterstützt wie die "alten" Negcon- und Jogcon-Pads von Namco. Allerdings fiel uns bei den zuletzt genannten Pads das analoge Beschleunigen und Bremsen ein wenig leichter als beim neuen Sony-Controller, für den man viel mehr Feingefühl benötigt.
Das Gameplay selbst knüpft, wie oben erwähnt, an die ersten "Ridge Racer"-Teile an. Der Karriere-Modus aus "Ridge Racer 4" wurde verbannt und stattdessen finden wir wieder altbekannte Modi, wie "Grand Prix", "Time Attack" und den im Spielverlauf hinzukommenden "Duel Mode" vor. Im Standard-Modus des Grand Prix hat man die freie Wahl zwischen allen Fahrzeugen. Nach einigen Siegen mit dem Basismodell erhält der Spieler als Belohnung verbesserte, schnellere Varianten seines Fahrzeugs, die er anschließend im Extra-Modus einsetzen kann. In diesem Modus hat man die Wahl zwischen vier verschiedenen Grand Prix Rennen, wobei zu Beginn nur der erste freigeschaltet ist.
Einige Meisterschaften gewinnt man einfach, indem man die vorgeschriebenen Mindestplatzierungen erreicht, bei anderen muss man alle Rennen gewinnen oder sogar die Strecke in alter Check-Point-Manier in einer vorgegebenen Zeit durchfahren. Der Duell-Modus erscheint, sobald man bestimmte Zeiten im Time-Attack-Rennen schlägt. Auf diese Weise fordert man vier Fahrer zu einem Duell heraus. Schlägt man einen dieser vier, so erhält man seinen - mächtig getunten - Boliden. Vom über 500 Km/h schnellen McLaren-Nachbau bis zu einem fast unfahrbaren, wild driftenden Pink-Cadillac sind diese vier Rennwagen eher etwas für die wahren "Ridge Racer"-Profis!
Das Streckendesign machte ebenfalls einen Schritt zurück und basiert wieder auf der alten Streckenausbau-Technik des Ur-"Ridge Racer", denn alle Rennen werden in der sogenannten "Ridge Racer City" gefahren. Außer dem Flugplatz-Oval variieren also die sechs übrigen Strecken nur in bestimmten Abschnitten. Namco baute sogar die Original "Ridge Racer 1" Strecke wieder ein und machte sie im fünften Teil zur Basis von einigen Streckenvarianten. Das Design der Pisten wirkt sich damit ein wenig negativ auf die "Replay Value" aus, da sich alle Rennkurse, zumindest von der Umgebungsgrafik her, sehr ähnlich sind und auf Dauer nicht genug Abwechslung bieten.

Ridge Racer 5 (PS2)
  • Singleplayer
  • 8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 8/10 
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