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Rez: Ein Fest für die Sinne - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Rez: Ein Fest für die Sinne - Leser-Test von HALLofGAME
In einem gewaltigen Netzwerk herrscht Chaos. Es ist total überfüllt und wachsende Cyber-Kriminalität macht es unbeherrschbar. Der Grundpfeiler des Systems, das "Projekt K" und "eden" eine überlegene menschliche Intelligenz und gleichzeitig die Essenz von "Projekt K" sollten dem System zum Durchbruch verhelfen. Doch bevor dies geschehen konnte, wurde "eden" von der Wucht aller Informationen getroffen, erkannte sich selbst, seine Existenz und stürzte ab. Irgendwo in den Tiefen des Systems ist "eden" nun hinter virenverseuchten Firewalls verschollen und wartet darauf, aktiviert zu werden...

Was nun folgt könnte unter dem Motto "Panzer Dragoon meets Techno" zusammengefasst werden. Ähnlich wie in den beiden Sega Kult Shootern befindet ihr Euch etwa mittig im Bildschirm mit einem 150° Blickwinkel bzw. vollen 360° in den Bosskämpfen und könnt per Lock On die anfliegenden Gegner anvisieren und vernichten. Statt durch Fantasylandschaften einer Drachenwelt führen Euch die sechs Level von Rez allerdings mitten in einen Cyberalbtraum aus pulsierender Vektorgrafik. Untermalt von treibenden Technoklängen (die sich zum Beispiel auch durch Eure Schüsse verändern), versucht Ihr ins Herz des Systems vorzustossen.

Im beiliegenden Booklet hört sich das äusserst ansprechend an: Erst wenn man jede Area, eingeteilt in sogenannte Layer, hundertprotzentig erforscht hat, gelangt man in die Area 5 und von dort vielleicht noch weiter ins sagenumwobene Herz des Systems. Was tatsächlich spielerisch dahintersteckt, ist ungleich primitiver. Denn um ein Level hundertprotzentig zu erforschen genügt es, die jeweiligen Durchgänge zu den einzelnen Lagen aufzuschiessen und das sind in jedem Level exakt zehn Würfel, die nach und nach auf Euch zukommen. Die grösste Herausforderung besteht darin, keinen dieser Würfel auszulassen. Zwar erreicht man auch mit weniger Würfeln den Level-Endgegner, aber später wird man sich ärgern, da die Analyse unvollständig ist und damit nach Level 4 Schluß wäre. Tatsächlich kann es wirklich schnell mal passieren, daß man einen der Würfel auslässt, die erst von einer Trägereinheit weggeschossen und dann nochmals mittels mehrerer Treffer aktiviert werden müssen.

Wer jetzt glaubt, das sei nicht verwunderlich da man schließlich die ganze Zeit angegriffen wird, den muß ich zumindest ein wenig entäuschen. Zwar ist man auf seinem Weg durch die einzelnen Layer und Sub System quasi immer mit Feindeinheiten konfrontiert, der weitaus überwiegende Teil davon kann aber mit Fug und Recht als anspruchsloses Kanonenfutter abgehakt werden. Interessanter sind da schon die Endbosse, die über das jeweilige Subsystem wachen. Die hören auf Namen wie Earth Giga oder Mars Mega und haben schon etwas mehr zu bieten. Sie kommen in den verschiedensten Ausprägungen daher und sind zudem sehr wandlungsfreudig. Genretypisch verfügen sie nur über bestimmte Schwachstellen, über die man ihre Gesundheitsleiste reduzieren und den Zugang zum nächsten Sub System erzwingen kann. Alles in allem sind aber auch sie verhältnismässig gut zu besiegen, solange man nur den Überblick behält (was angesichts der Grafik nicht immer ganz einfach ist) und der Daumen auf dem Feuerknopf nicht schlapp macht.

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