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Neues Jugendschutzgesetz verabschiedet


1 Bilder Neues Jugendschutzgesetz verabschiedet
Der Bundestag hat heute das neue Jugendschutzgesetz verabschiedet. Um es rechtskräftig zu machen, bedarf es nun nur noch der Zustimmung des Bundesrates.

Die wichtigsten Änderungen:
-Auch Computerspiele bekommen nun statt einer Empfehlung eine verbindliche Altersfreigabe, an die sich alle Verkäufer halten müssen, wie dies bei Videokassetten/DVDs schon lange der Fall ist. Verstösse werden mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 50.000 €uro geahndet.
-Aus der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS) wird nun die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. (BPjM). Ihre Kompetenzen werden erweitert:
Sie kann nun auch die neuen Medien - sogar Websites - indizieren.

-Ausserdem wird Alkohol- und Zigarettenwerbung in den Kinos vor 18 Uhr verboten. Desweiteren soll an Zigarettenautomaten der Verkauf an unter-16-jährige unterbunden werden.

Original-Meldung:
"Der Deutsche Bundestag verabschiedet heute in 2./3. Lesung das neue Jugendschutzgesetz. Es führt das Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit und das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften und Medieninhalte zu einem einheitlichen Jugendschutzgesetz zusammen. Der Bundesrat wird sich anschließend mit dem zustimmungspflichtigen Gesetz befassen; die Gesetzgebung auf Bundesseite geht Hand in Hand mit einem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann, erklärt: "Das Jugendschutzgesetz entspricht den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Es bietet vor allem einen besseren Schutz vor den schädlichen Gewaltdarstellungen in den Medien. Ich begrüße sehr, dass die zwei Jahre andauernde Diskussion darüber, wie ein wirksamer Jugendmedienschutz ausgestaltet sein muss, in die Zustimmung des Bundestages zu einem modernen Gesetz gemündet ist."

Bundesministerin Bergmann mahnt eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten beim Jugendschutz an: "Verantwortung für den Schutz der Kinder und Jugendlichen trägt die gesamte Gesellschaft, von den Familien angefangen über die Schulen bis hin zu den Unternehmen. Auch die Medien müssen hier ihrer Verantwortung gerecht werden. Eltern brauchen unsere Unterstützung, wenn es darum geht, wie wir junge Menschen zu einem verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit den Medien anleiten. Deshalb ist eine frühe Medienerziehung für Kinder und Jugendliche in Kindergarten und Schule wie auch im Elternhaus wichtig."

S-NESsies Meinung:
Toll, nun hat die BPj-hastenichtgesehen also noch mehr Rechte zur Zensur. Die Regierung reagiert hiermit auf Erfurt - und scheint unheimlich stolz zu sein... Doch wirklich ändern wird sich wohl nichts. Die Kids vertreiben ihre ware halte weiter über den Schulhof und wie man das mit der Indizierung von Websites technisch hinbekommen will, ist mit schleierhaft...

Quelle: www.pcgames.de

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