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Konsolen Online-Gaming: Alles nur Hype?!


1 Bilder Konsolen Online-Gaming: Alles nur Hype?!
Speziell in den vergangenen Wochen und Monaten war das „berühmt-berüchtigte“ Online-Gaming mittels Konsolen mehrfach und ausführlich Thema vieler Newsseiten und auch auf Gamezone wurden wir bestens mit aktuellen Sachverhalten versorgt. Primär im Vordergrund standen allerdings die Pläne und Taten, die seitens Sony, Microsoft und Nintendo auf den Weg gebracht werden sollten. Bisher blieben dahingehend aber handfeste Statements von großen Entwicklern und Publishern außen vor, was sich aber hiermit wohl ein wenig ändern und die Thematik durchaus neu beleuchten wird. Zu Wort gemeldet haben sich „Electronic Arts“ und „Activision“, Urgesteine der Videogame-Industrie und durchaus in der Lage die Sachverhalte kritisch zu begutachten. Ob die getätigten Aussagen allerdings handfest und berechtigt sind oder aber ob man sich hier einfach nur „in pessimistischer Form sehr weit aus dem Fenster lehnt“, sollte man für sich selbst beurteilen. Im Zug der nun zu Ende gegangenen E3 nahmen „Electronic Arts“ und „Activision“ die Vorstellung von Microsofts „XBox Live“ zum Anlass, sich grundlegend zum Thema „Online-Gaming“ zu äußern. So sieht Booby Kotick, CEO von „Activision“, das Online-Gaming frühestens in vier bis fünf Jahren als spruchreif. Für ihn sei allein aufgrund der Tatsache, dass nicht einmal die USA über ausreichende Breitband-Technolgie verfüge, (die Grundlage dafür ist, einen entsprechenden und guten Service an den Spieler zu bringen), einer eher negative Aussagsbasis für potentielles Online-Gaming. Darüber hinaus gab Kotick weiter an, dass die Situation in Sachen Online-Gaming für Europa noch ein weniger „trüber“ aussehe, da man hier in Sachen Breitband-Technolgie und dessen Ausbau in etwa zwei Jahren den USA noch „hinter hinke“. Aber nicht nur die fehlende, gut ausgebaute Breitband-Technolgie sieht man als Problem für den Start von Online-Gaming (speziell bei Microsoft). So gibt „Electronic Arts“ Marketing Vice President Frank Gibeau zu bedenken, dass viele Entwickler und Publisher, EA eingeschlossen, derzeit immer noch am überlegen sind, in diese Projekte mit entsprechenden Spielen einzusteigen. Man halte es zwar für durchaus denkbar und zukünftig auch erstrebenswert, aber nicht unter den aktuell gegebenen Umständen. In diesem Zusammenhang gab er gleichfalls an, dass die Vorstellung von Microsofts „XBox Live“ Konzept sehr kritisch aufgenommen wurde und die meisten Entwickler und Publisher eher negativ auf das Konzept reagiert haben. Im Kreuzfeuer der Kritik, so Gibeau weiter, stand vor allem Microsofts „pay-to-play-service“ (wurde hier bereits auch schon mehrfach angesprochen), welcher die Entwickler und Publisher quasi außen vor bleiben läst.
Grundlegend fasst Kotick, „Activision“, den derzeitigen Stand zusammen: Nach seinem Wissen gibt es aktuell keine wirklich gültigen Verträge zwischen Microsoft und Entwicklern / Publishern, die für das reine Online-Gaming ausgerichtet sind. Vielmehr sind die meisten Deals auf Support und zukünftige Möglichkeiten ausgelegt, aber nicht auf reine Online-Spiele-Entwicklung. Wie bereits bekannt sein dürfte fallen unter die von Kotick als „Support-Titel“ bezeichneten Spiele „Splinter Cell“ (Ubi Soft), „Serious Sam“ (Take 2) oder „Phantasy Star Online“ (Sega). Auch „Activision“ selbst hat einen Titel für den MS-Support am Start: „Shaun Palmer’s Pro Snowboarder 2“. Ob und in weit dieses Titel aber wirklich noch dieses Jahr als Online-Version für die XBox an den Start gehen werden, ist völlig unklar. Nach Koticks Ansicht wird dies aller Wahrscheinlichkeit nach und Berücksichtigung der gegebenen Umstände eher nicht der Fall sein.

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