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Rage Software in Finanznot


1 Bilder Rage Software in Finanznot
Das diverse Spieleschmieden und Publisher angesichts der stetig veränderten Wirtschaftslage mehr oder weniger finanzielle Probleme haben ist nicht wirklich grundlegend neu. Das es nun aber auch die englische Entwicklerschmiede und gleichfalls auch als Publisher fungierende „Rage Software“ mit finanziellen Schwierigkeiten trifft, hätte man nicht unbedingt erwartet. Schon länger „hinter vorgehaltener Hand“ gemunkelt, bestätigt sich nun die Tatsache, dass „Rage“ schlicht und einfach ein nicht unerhebliche Summe Geld benötigt. Passende Konzepte zur Kapitalaufstockung lagen bereits vor, die aber nun durch die „Bank of Scotland“ an Bedingungen geknüpft werden, die es gilt innerhalb der nächsten 12 Monate umzusetzen, andernfalls sieht die Sache für „Rage“ und damit für die Spielergemeinde düster aus. Die „Bank of Scotland“ ist bereit einen Kredit in Höhe von 6,2 Millionen Pfund zur Kapitalaufstockung zu gewähren, wenn „Rage Software“ in dem genannten Zeitrahmen Einnahmen von 3,1 Millionen Pfund verbuchen kann. Konkret heißt das für Rage im ersten Schritt, so die vorliegenden Informationen, den Gang zur Börse und die Ausgabe von Aktien im Gesamtwert von 5,57 Millionen Pfund.
Als grundlegend Ursache für den finanziellen Engpass sieht man die falsche Markteinschätzung seitens „Rage Software“. Wie bekannt sein dürfte, hat sich die Entwicklerschmiede bereits 1999 dazu entschlossen gleichfalls als Publisher – für vorzugsweise eigene aber auch Third-Party-Spiele (Interplay) - tätig zu werden. Nach vorliegenden Beurteilungen haben man sich aber in diesem Zusammenhang speziell mit dem finanziellen Mehraufwand für die Distribution sowie auch PR- und Marketing Aktionen mehr als verrechnet und muss nun die negativen Früchte ernten. Somit ist das eigentliche Ziel, damit erhebliche finanzielle Stabilität zu erhalten, gründlich verfehlt worden.
In wie weit es aber tatsächlich mit den entwickelten und publishten Spielen zusammen hängt, lässt sich nicht konkret ausmachen und stellt sich grundlegend auch ein wenig konfus dar. Immerhin konnte „Rage Software“ bereits im aktuellen Geschäftsjahr 13 Titel (Plattform-unabhängig) ausliefern und Titel Nr. 14 steht bereits Ende für Juni in den Startlöchern. Darüber hinaus warten auch noch – so nach Ansicht von „Rage Software“ – zwei weitere zugkräftige Titel („Crash“ und „David Beckham Soccer“) auf Veröffentlichung, ganz zu schweigen von „Rage’s“ eigenem Skate- Inliningspiel, für welches Inline-Profis verpflichtet worden sind um damit der äußerst beliebten „Tony Hawk Reihe“ Konkurrenz bieten zu können. In wie weit man hier wirklich bestehen wird können und wie erfolgreich auch die Aktienverkäufe (selten gut zu prognostizieren) sein werden, wird sich in den Ergebnissen der nächsten 12 Monate positiv oder negativ niederschlagen.

Van_Helsings Meinung:
Das anfängliche Gerücht, Rage stecke in einer erheblichen finanziellen Krise, kursierte schon länger. Allerdings habe ich es anfänglich für ein Gerücht gehalten, da auf keinen seriösen Seiten sowie Zeitungen, usw. passende Berichte zu finden waren. Das sich die Situation allerdings jetzt wider erwarten doch sehr negativ für Rage zeigt, lässt den Schluss zu, dass man hier „kurz vor 12 Uhr“ steht. Anders kann ich mir das Verhalten dann auch nicht von der Bank of Scotland erklären. Hier stellt man Bedingungen, die letztlich dann fällig werden, wenn das Unternehmen an sich kurz vor dem Ende steht. Man mag mich korrigieren, aber ich habe solche Aktionen auch schon mit bekommen und normal gibt es Alternativen zum finanziellen Fiasko. Wie dem auch, für Rage kann man jetzt nur hoffen, das die Aktienausschüttung den gewünschten Erfolg bringt und das man sich vor allem auch mit dem Verkauf der Games von der erfolgreichen Seite zeigen kann, damit die Aufstockung gewährt wird und Rage auch in Zukunft weiter entwickeln kann.

Quelle: www.heise.de

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