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Racing Simulation 3 im Gamezone-Test


1 Bilder Racing Simulation 3 im Gamezone-Test

Die Racing Simulation Serie hat sich inzwischen ja schon auf so ziemlich allen Plattformen breit gemacht. Obwohl mit keinerlei Lizenz versehen, bietet der dritte Teil auf dem PC das komplette Formel Eins Spektakel, inkl. Training, WarmUp, Qualifikation und Rennen, sowie im Rennen alle Features die man als Formel Eins Fan erwarten darf. Vom Boxenstop, über die Einstellungen am Fahrzeug bis hin zur Berechnung der Spritmenge, alles ist vorhanden. Allerdings fällt das komplette Fehlen der Lizenzen ziemlich stark ins Gewicht, da man weder einen Ferrari, McLaren oder Jordan fahren kann und es natürlich auch keinen Schumacher oder Frenzen als Fahrer gibt, stattdessen werden einem viele Fantasienamen und Firmen ersatzweise angeboten. Dies schlägt sich auch auf die Bandenwerbung nieder, auf der mitunter ziemlich sinnentleerte Worte stehen, die nichts mehr mit den Sponsoren gemeinsam haben. Sieht man über dieses Manko hinweg, bekommt man aber eine recht ausführliche Simulation geboten die eigentlich nichts vermissen lässt. Selbst die Streckenposten erfüllen ihren Job gewissenhaft und wedeln kräftig mit der gelben Fahne wenn ein Unfall stattfand oder mit der blauen wenn man überrundet wird. Der Frühstart wird ebenso ausgewertet wie Penalty-Times wenn man abkürzt und das Schadenssystem lässt sich in zwei Stufen zuschalten. Ebenfalls berechnet wird der Verschleiß von Reifen und mechanischen Teilen und auch das Wetter wird recht gut simuliert, allerdings nur in Form von Sonnenschein, bedecktem Himmel und Regen. Somit bietet uns "Racing Simulation 3" eigentlich alles was man erwarten darf, von den Lizenzen abgesehen, wenn da nicht diese seltsame Physik der Wagen wäre. Dabei traue ich mich nicht sie arcadelastig oder schlecht zu nennen, denn schon nach kurzer Einarbeitungszeit entwickelt man das entsprechende Gefühl und kann schon recht flott seine Runden drehen, trotzdem ist besonders das Crashverhalten nicht gerade ausgereift. So hat die Geschwindigkeit eines Aufpralls genauso wie die Stelle der Berührung anscheinend keinerlei Auswirkung auf den Crash, der immer nach demselben Muster abläuft. Grundsätzlich nämlich wird das Heck des Wagens nach vorne geschoben bis der Wagen gegen die Fahrtrichtung steht, was besonders seltsam aussieht wenn der Wagen praktisch schon steht und sich verhält als wäre er in der Mitte auf einer Achse aufgehängt um die er sich dreht. Da man die Unfälle so kaum vorausberechnen kann, beschränkt man sich darauf möglichst berührungslos seine Runden zu ziehen, was sicher nicht schlecht ist aber wohl kaum im Sinne des Erfinders gewesen sein kann.

Trotzdem versteht es das Gameplay einen mindestens für eine Saison vor den Schirm zu fesseln, denn die vielen Optionen vor dem Rennen und die Features im Rennen verstehen es richtiges F1-Feeling aufkommen zu lassen. Um allerdings auch etwas für das Auge geboten zu bekommen, sollte man schon einen PC mit mind. 1 GHz und einer 3D Grafikkarte besitzen, da man ansonsten die ganzen schönen Effekte ausschalten muss um eine flüssige Wiedergabe zu erhalten. Ist dem aber so, bekommt man schön gestaltete Strecken geboten die auch die ein oder andere grafische Perle beinhalten und ebenfalls nett gestaltete Autos, nur eben ohne Lizenz und richtigem Namen. Allerdings belastet das komplette Starterfeld beim regulären Rennen von insgesamt 22 Fahrzeugen den PC schon ziemlich und man darf sich fragen warum die Mindestkonfiguration mit einem 400 MHz Prozessor angegeben ist, was definitiv zu schwach ist und höchstens für das Training reicht, bei dem sich nur wenige Fahrzeuge auf der Strecke befinden. Leider geben sich die Pisten allerdings sehr statisch, es gibt also keinerlei Bewegung im Hintergrund, nicht einmal die Zuschauer zeigen irgendwelche Regungen. Auch exisitieren keine Videowände auf denen das Rennen gezeigt wird oder sonstiger Schmuck in der Landschaft.

Die Soundkulisse gibt sich, im Gegensatz zu den sehr ausführlichen Features, recht mager. Die Menüs sind mit einer belanglosen Fahrstuhlmusik unterlegt und im Rennen selbst gibt es, bis auf die Motoren, nichts zu hören. Benützt man noch dazu einen Kopfhörer, fällt auf, dass sich das Motorengeräusch des eigenen Wagens nicht in der Mitte befindet sondern ziemlich weit rechts. Dazu gesellt sich ein leises Blubbern zum Motorengeräusch, je mehr Fahrzeuge sich auf der Strecke befinden, was besonders am Start auffällt.

Dafür ist der Multiplayer-Part genauso ausführlich ausgefallen wie das Game selbst und erlaubt nicht nur das lokale vernetzen mehrerer PC's, sondern auch deren Verbindung per seriellem Kabel, was in der heutigen Zeit schon seltenheitswert hat.

  • Peter Grubmair"-"
  • Wenn man auf die Lizenzen der Fahrer und Teams verzichten kann, erhält man mit "Racing Simulation 3" eine recht umfangreiche F1 Simulation geboten die auf jeglichen Schnickschnack verzichten kann, da man mit dem offiziellem Reglement beschäftigt genug ist. Freilich kann es nicht schaden ein Probespiel zu wagen, um einschätzen zu können ob einem die kleinen Mankos der Physik tangieren oder nicht. Kann man damit nämlich leben, steht einer spannenden F1 Saison nichts mehr im Wege. Allerdings empfehlen wir dafür mindestens einen 1 GHz Prozessor, da die Minimalkonfiguration mit 400 MHz schon etwas zu tief gegriffen ist.
Racing Simulation 3 (PC)
  • Singleplayer
  • 6,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Komplettes F1 Reglement wurde umgesetzt
sehr umfangreicher Multiplayer-Part
benötigt nur 40 MB auf der Festplatte
Keine Fahrer oder Team-Lizenzen
etwas gewöhnungsbedürftige Physik
magere Soundkulisse
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