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RTL Ski Alpin 2005: Ab auf die Piste - Leser-Test von TiTuS


1 Bilder RTL Ski Alpin 2005: Ab auf die Piste - Leser-Test von TiTuS
Gute Spiele rund um die Welt des Wintersports gibt es relativ viele. Insbesondere der Funsport Snowboarding ist quantitativ und qualitativ übermäßig gut vertreten. Doch Fans des Skisports warten bislang vergebens auf eine ordentliche Umsetzung auf den heimischen Bildschirm. Erstmals schickt 49Games in Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender RTL Skibegeisterte mit Ski Alpin 2005 auf die virtuelle Piste. Dann geht es im Kampf mit dem Konkurrenztitel Ski Racing 2005 feat. Hermann Maier um den Weltcup.

In den Disziplinen Abfahrt, SuperG, Riesenslalom sowie Slalom geht es darum möglichst wenig Fehler zu machen und dabei auf der Ideallinie zu bleiben. Im leichtesten Juniorcup sind bis zu 5 Fehler gestattet, im Europacup darf man bis zu 3 Tore verpassen und nur im Profimodus "Weltcup" wird man nach einem verpassten Tor disqualifiziert.
Beim ersten Start von Ski Alpin erblickt man ein übersichtliches Menü mit einem schön effektbelegten Hintergrund. Entweder man stürzt sich direkt in einen Wettbewerb oder lernt im Übungsmodus erst einmal die Grundlagen des Spiels. Der Kern des Spiels ist jedoch der Karieremodus. Zunächst erstellt der Spieler einen individuellen Fahrer. Beeinflussbar sind dabei die Nationalität, das Aussehen, die Talente in den einzelnen Disziplinen sowie die Stärken bzw. Schwächen in Fitness, Technik, Motivation und Kraft.

Je nach Auswahl des Schwierigkeitsgrades bei der Fahrererstellung, darf der Spieler dann im Karieremodus entweder im Junior-, Europa- oder Weltcup starten. Dort stellt man zunächst einen Trainer, der die letztgenannten Stärken weiter ausbauen soll. Zusätzlich kann man noch eine Wachsmeister einstellen oder wenn gewünscht auch selbst Hand an der Wachsmischung anlegen. Diese ist wichtig für die Geschwindigkeit des Skis. Zudem kann man im Shop gegen Bares beispielsweise neue Anzüge, Skier, Stöcke etc. kaufen, um ggf. diverse Werte zu verbessern.
Optional ist noch möglich auf den eigenen Sieg zu wetten um so mehr Geld zu verdienen.

Wurde dann trainiert, die richtige Wachsmischung gefunden und auch der Wetteinsatz getätigt, stürzt der Fahrer sich in den Wennkampf. Jeder Fahrer hat dabei sämtliche Disziplinen zu bestehen, wo wiederum die Talente zählen. Ein Ass in der Königsdisziplin Abfahrt hat somit deutliche Defizite in einer anderen Disziplin. Anfangs sind die Talente noch durch Risikobereitschaft einfach auszumerzen, doch im späteren Kariereverlauf stechen die Schwächen deutlich stärker hervor.
Bei ordentlicher Platzierung sowie am Ende der Saison erhält der Spieler je nach Leistung Erfahrungspunkte und Geld. Die Erfahrungspunkte werden dann in die Talente investiert, das Geld in bessere Trainer/Wachsmeister oder besseres Material.
Insgesamt ist das Kernstück des Spiels sehr gelungen und motiviert vor allem am Anfang mit den schnellen Erfolgserlebnissen ungemein. Der Verlauf der Schwierigkeitskurve zieht aber später deutlich an.

Technisch gesehen hat Ski Alpin 2005 seine Lichtblicke als auch Schattenseiten. Der Fahrer ist detailliert gestaltet und auch seine Animationen sind sehr schön gelungen und gehen zumeist als realistisch durch. Auch die netten Effekte wie der aufgewirbelte Schnee und die Reflexion des Schnees bei starker Sonne überzeugen vollends. Aber bei der kargen Kulisse abseits der Piste schäumt leider keine Atmosphäre auf. Die Bäume wirken eckig und auch die Zuschauer am Ende der Piste sind nur flache Pappaufsteller. Auch die kurzen Kameraschwenks über die Landschaft kurz vor dem Start des Wettbewerbs zeigen, dass ein paar Polygone mehr dem Spiel nicht geschadet hätten. Im Vergleich zur PC Version fällt lediglich die geringere Auflösung auf. Zudem wirkt der leichte Blur-Effekt bei starker Sonneneinstrahlung nicht ganz so edel.
Der Sound ist dagegen umso gelungener. Das Kommentatorenduo berichten zumeist korrekt über die aktuelle Situation und auch die eingeworfenen Witze wirken nicht aufgesetzt. Außerdem tragen die Soundeffekte weiter zum Realismus bei. Allgemein ist also festzustellen, dass die Grafik trotz kleinerer Mängel das Skiflair gut rüberbringt und die Soundkulisse dies weiter verstärkt.

Die große Stärke des Spiels liegt aber an der Steuerung. Mit nur fünf Tasten hat man den Fahrer komplett unter Kontrolle. Dabei reagiert die Steuerung sehr direkt und gefühlvoll auf die Anweisungen des Spielers. Bei einem Fehler ist also der Spieler stets selber Schuld. Die Steuerung wirkt sogar noch einen Tick geschmeidiger als bei der PC Version.

Das unverbrauchte Gameplay setzt mit sehr tollen Steuerung vor allem auf den Faktor, immer eine bessere Zeit schaffen zu wollen. Das Programm bleibt immer fair und somit motiviert es ungemein, die Bestzeit zu knacken. Zusammen mit dem sehr guten Karieremodus ist für Langzeitspielspaß gesorgt.

Außerdem ist ein Multiplayermodus über Netzwerk oder Internet enthalten. Mit Freunden, kann man sich somit um die Bestzeit messen und im Internet gegen die besten Spieler um den Weltcup fahren.

Darüberhinaus wird, wenn der Spieler eine bestimmte Aufgabe erfüllt, wie beispielsweise über 140 km/h fährt, ein Gegenstand freigeschaltet, der im Shop gekauft werden kann.

FAZIT: Sehr gutes, realistisches und motivierendes Skispiel für Einsteiger und Profis.

Negative Aspekte:
Leichte Grafikschwächen

Positive Aspekte:
Tolle Steuerung, Langzeitmotivation, gute Kommentatoren

Infos zur Spielzeit:
TiTuS hat sich 0-1 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    TiTuS
  • 8.2%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 7.7/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 9/10
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