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RS: Riding Spirits im Gamezone-Test


1 Bilder RS: Riding Spirits im Gamezone-Test

Da war wohl jemand ganz mutig bei bam!-Entertainment, ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt, als Colin McRae3, Need for Speed: HP2, Burnout 2 und die PC-Version von Rallisport Challenge erschienen sind, eine eigene Rennsimulation ins Rennen zu schicken. Zugegeben, Riding Spirits benutzt keine vier sondern nur zwei Räder, auch ist das Fahrverhalten eines Motorrades nicht mit dem eines Autos vergleichbar, trotzdem bleibt ein Rennspiel ein Rennspiel. Egal ob man mit zwei oder vier Rädern die Piste entlang fetzt, Ziel eines Rennspiels ist die Adrenalinausschüttung bei den verschiedenen, renntypischen Situationen. Wer ein solches Game zockt, der will Motorenlärm, eine mitreißende Atmosphäre, spannende Überholmanöver und nicht zuletzt eine vernünftige Fahrphysik, welche ein schnelles Agieren des Spielers erlaubt. Kann man dann noch die Eigenschaften seines Gefährtes positiv beeinflussen, indem man dies oder jenes Schräubchen dreht, ist der Rennspieler auch schon glücklich. Leider muss man all das mit der Lupe in Riding Spirits suchen. Die Rennatmosphäre kommt erst gar nicht dazu sich zu entfalten, da sie von der absolut schrecklichen Fahrstuhlmusik in den Auswahlmenüs gnadenlos niedergeprügelt wird, denn wer nach solchen Tönen noch an spannende Rennen denken kann darf sich wahrlich glücklich schätzen. Nutzen wird es allerdings nichts, denn spätestens wenn man sich das erste mal auf das Motorrad schwingt und den Gasknopf drückt geht auch das letzte Fünkchen Motivation verloren. Es ist ja recht und schön, dass man zwischen einer Arcade und einer Simulations-Steuerung wählen kann, warum sich aber die Maschinen im Simulationsmodus standhaft weigern in die Kurve zu gehen und man allen Ernstes gezwungen wird auf 20 km/h(!) herunterzubremsen um die Strecke nicht zu verlassen, muss man nicht verstehen. Auch nicht, warum Simulation bedeutet, dass sich das Motorrad auf der Stelle hinlegt sobald man die Piste verlässt. Egal ob dies mit Schritt- oder Endgeschwindigkeit passiert, das Ergebnis ist immer dasselbe und sehr frustrierend. Möchte man also überhaupt einmal eine Runde zuende bringen, muss man die Arcade-Steuerung wählen. Mit ihr erst ist es möglich eine Kurve zu fahren und nicht sein Motorrad zu schieben, während alle anderen an einem vorbeifetzen. Apropos fetzen: Einen Geschwindigkeitseindruck sucht man in Riding Spirits ebenfalls vergeblich. Selbst bei 200 km/h hat man das Gefühl jederzeit vom Motorrad steigen und es per Pedes überholen zu können, was überhaupt nicht zu den schnarrenden Motorsounds passt, welche vor sich hinbrüllen als wollten sie Welten versetzen. Mehr gibt's aber auch nicht zu hören, keine Musik, keine Umweltgeräusche, nichts. Somit gibt sich die Soundkulisse genauso langweilig wie das Gameplay, welches zwar mit einigen Meisterschaften aufwartet, dank der üblen Physik aber kaum Freunde finden wird. Eigentlich schade, denn die Anzahl der lizenzierten Motorräder kann sich durchaus sehen lassen, auch die Models sind gut gelungen, fast hat man das Gefühl, als wäre für die Entwicklung des Games selbst kein Geld mehr über gewesen nachdem die ganzen Lizenzen bezahlt werden mussten.

Womit wir uns der Grafik zuwenden können, die zwar ebenfalls keinen Blumentopf zu gewinnen vermag, aber wenigstens das Auge nicht vergewaltigt, wie es der Sound mit den Ohren und die Steuerung mit den Händen macht. Zwar sieht so mancher Rundkurs schon sehr nackt und mager aus, manch andere Piste hingegen muss sich nicht verstecken und wartet sogar mit Lensflares und diversen anderen Lichteffekten auf. Auch PopUps oder Slowdowns muss man nicht befürchten, das ganze Geschehen präsentiert sich recht flüssig und ohne auffällige Fehler.

  • Peter Grubmair"-"
  • Man darf sich getrost fragen wo bei Riding Spirits denn besagter Geist geblieben ist? Selbst mit viel guten Willen und dem Vorsatz sich nicht den Spaß verderben zu lassen, gibt sich das Game alle Mühe einem Kontra zu geben. Selbst wenn man sich mit der trägen Steuerung abgefunden hat und tatsächlich die ein oder andere Kurve kratzt, kommt keinerlei Spielfreude auf. Ganz im Gegenteil wartet man eigentlich nur darauf das Rennen endlich beenden zu können. Da auch die Grafik und die Soundkulisse erst Recht nicht begeistern können, bleibt nur die Empfehlung sich doch lieber bei der Konkurrenz umzusehen, die z.B. mit MotoGP wesentlich Besseres geleistet hat was den Kaufpreis rechtfertigen würde.
RS: Riding Spirits (PS2)
  • Singleplayer
  • 5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 3/10 
    Steuerung 5/10 
    Gameplay 6/10 
Pro & Contra
Viele verschiedene Motorräder mit echten Lizenzen
Üble Fahrphysik
schlechte Steuerung
nervige Soundkulisse
null Geschwindigkeitseindruck
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