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RC Revenge Pro: Dreister gehts nicht - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder RC Revenge Pro: Dreister gehts nicht - Leser-Test von HALLofGAME
RC Revenge Pro, das ist der typische Vertreter des Fun Racer Genres, soll heissen, das Game kommt prima ohne Hintergrundgeschichte aus. Mit kleinen ferngesteuerten Autos und diesmal auch in kleinen Booten fahrt Ihr Eure Rennen in verschiedenen Themenwelten eines Freizeitparks. Zur Verfügung stehen die üblichen Spielmodi wie Meisterschaft, Einzelrennen und Time Attack und für zwei Spieler gibt es natürlich auch wieder den obligatorischen Splitscreen-Mode.

Zu Beginn dürft Ihr wie üblich nur aus einer Handvoll der kleinen Miniflitzer wählen. Alle Fahrzeuge unterscheiden sich dabei in den Attributen Tempo, Beschleunigung und Handling und hören auf so klangvolle und vielversprechende Namen wie Jungle Ranger oder Dark Avenger.

Wie schon in der Psone Version müsst Ihr Euch nun gegen 7 Gegner behaupten, deren Fähigkeiten sich übrigens durchaus sehen lassen können. Allerdings sind es oft gar nicht mal deren Fahrfähigkeiten, die Euch zwingen am Limit zu fahren. Häufig geben die zahlreichen einzusammelnden Extrawaffen den Ausschlag über Sieg und Niederlage. Ob Blitzbombe, Lenkrakete, oder Lasergeschütz: Eben noch souverän an der Spitze des Feldes findet Ihr Euch mitunter genausoschnell an dessen Ende wieder. Und da die Extravergabe rein zufallsgesteuert ist, wird der Erfolg Eurer möglichen Gegenwehr zum reinen Lotteriespiel.

Ein etwas bessere Figur macht da schon der überzeugende Umfang von über 80 Strecken, der genügend Langzeitmotivation verspricht. Allerdings sieht der, wie übrigens schon beim PSone-Vorgänger, durch Umkehr-, Spiegel- und umgekehrt gespiegelte Strecken im Grunde als Zahl auf dem Papier eindrucksvoller aus, als im eigentlichen Spiel. Das auch der halbwegs spassige Splitscreen-Modus ebenfalls wieder seinen Weg in den Next-Generation Aufguss gefunden hat, versteht sich von selbst.

Gleiches gilt übrigens auch für den Streckeneditor, der für mich seinerzeit ganz klar das Feature war, das den PSone-Titel vor der absoluten Bedeutungslosigkeit bewahrte. Diesmal ist das anders, denn was ich bei RC Revenge noch tolerieren konnte, wird in der Next Generation zum entwicklungstechnischen Armutszeugnis! Obwohl längst in anderen Titeln üblich, schwebten nämlich damals die selbstentwickelten Kurse inmitten eines nebligen, farbigen Nichts, statt in die detailreichen Grafiksets des Spiels eingebettet zu sein!

Was damals schon entäuschend war, hätte ich bei der Next Generation Version des Titels wirklich nicht erwartet! Doch auch diesmal wieder gepflegtes Nichts, da wo eigentlich phantastische Welten das Spielerauge erfreuen sollten! Absolut unverzeihlich, erst recht jetzt, wo die teilweise fehlerhaften und sehr grobpixeligen Texturen von RC Revenge in neuem Glanz erstrahlen.

Offenbar hat man sich nicht viel Mühe mit der Konvertierung des Games gemacht, um ehrlich zu sein vermute ich sogar, dass da gar nichts konvertiert wurde! Es ist seit langem bekannt, das auf den Entwicklerstationen der Spieleschmieden Spiele entstehen, die vor ihrer PlayStation Veröffentlichung erst mal auf das Niveau der alten Dame PSX heruntergerechnet werden müssen. Da es inhaltlich keinerlei Veränderungen zur PSone-Version gibt, auch die bisher nicht erwähnten Sounds sind identisch, ebenso die Steuerung, liegt der Verdacht nahe, dass es sich bei RC Pro Revenge um eine derartige "Urfassung" handeln könnte.

Vielleicht könnte man einen Toptitel, wie z.B. Gran Turismo alleine mit dem Argument verkaufen, dass er nun besser aussieht, für spielerisches Mittelmaß wie RC Revenge Pro gilt das aber nicht! Also Finger weg, denn wer die Psone Version kennt, kauft für doppeltes Geld das nahezu identische, nur notdürftig im Möchtgern-Next-Generation-Gewand erscheinende Spiel nochmal! Ist es nicht eher üblich, dass Neuauflagen alter Gurken billiger werden?

Oder wie würdet Ihr es nennen, wenn das Next Generation Update eines Spiels lächerlicherweise auch aus Sonys Emotion Engine im Streckeneditor immer noch keine Hintergründe liefert? User-Tracks in Originalumgebung gibt es schliesslich seit Jahren, und das selbst in ansonsten eher entäuschenden Titeln wie z.B. "Rally Cross 2". Bei solchen Spielen bleibt man sich lieber vom "Third Place" fern und zockt weiter alte PSone Schätzchen, wie "Crash Team Racing" oder "Speed Freaks". Besser deren Optik mit der PS 2 Filterung aufpeppen, als seine Zeit im Next-Generation Nichts von Acclaim zu verschwenden.

Negative Aspekte:
...weil ich auf alles an diesem Spiel verzichten kann!

Positive Aspekte:
Ich kann hier nichts reinschreiben...

Infos zur Spielzeit:
HALLofGAME hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    HALLofGAME
  • 4.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • 3.2/10
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 4/10
    Steuerung: 7/10
    Sound: 5/10
    Atmosphäre: 2/10
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