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Quantum Redshift: Entäuschende Zukunftsvision - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Quantum Redshift: Entäuschende Zukunftsvision - Leser-Test von HALLofGAME
Obwohl das Racing-Genre ja konsolenübergreifend seit langem schon bestens bestückt ist, verfügen futuristische Gleiter-Rennspiele dennoch immer über einen ganz speziellen Charme. Zumindest in der Ankündigungsphase, denn gerade in diesem Sub-Genre ist es alles andere als unüblich, daß das fertige Produkt am Ende dann doch irgendwie nicht ganz das Gelbe vom Ei geworden ist. Dringend auf jeden Spiele-Hit angewiesen, ist nun auch Microsoft im Kampf um Marktanteile auf den futuristischen Highspeed-Zug aufgesprungen und schickt willige Spieler mit Quantum Redshift ins Rennen. Quantum Redshift: Top, Flop oder Mittelmaß?

Formel Eins? Lockt im 22. Jahrhundert keine Sau mehr hinter dem Ofen vor, jetzt sind Highspeed-Gleiter Rennen angesagt! So schnell, daß Menschen, die dieser Herausforderung des Geschwindigkeitsrausches gewachsen sind, mehr als selten sind. Doch nun haben sich endlich die besten der Welt versammelt (inklusive aller freispielbaren Figuren immerhin 16 Pilotinnen und Piloten) und suchen den oder die Beste unter ihnen. Dementsprechend findet sich im Hauptmenü neben den obligatorischen Modi Time Attack (hier „Zeitrennen“ genannt) und Single Race („Kurzstrecke“) der Kern des Spiels hinter der „Meisterschaft“. Hier gilt es sich durch insgesamt fünf Meisterschaften (Anfänger, Amateur, Profi, Elite und Redshift) bis an die Spitze der Weltelite zu kämpfen und das nicht nur einmal, sondern ganze sechzehn Mal! Denn obwohl ganz klar Rennspiel, nimmt Quantum Redshift hier doch eindeutig Anleihen im Beat Em Up Genre und zwingt uns ähnlich wie bei den Prügelorgien üblich, das ganze Spiel mit jedem vorhandenen Charakter durchzuspielen, um es zu komplettieren!

So streitet man nun mit jeweils fünf Konkurrenten um den Sieg, in denen je nach Fortschritt zwei bis fünf Runden umfassenden rennen. Eine Ausnahme stellt hier ab dem Amateur-Modus das sogenannte Nemesis-Rennen dar. Hier geht es zu zweit mit dem Erzfeind des gewählten Charakters auf die Piste. Kampf um den Sieg darf (bzw. muß) man dabei wörtlich nehmen, denn Entwickler Curly Monster hat sich mit Quantum Redshift in die lange Reihe der Entwickler eingereiht, die das Prinzip der aus mehreren Rennen bestehenden Meisterschaft nicht verstanden haben! Und so ist es völlig egal, ob man zwei Rennen á zwei Runden oder vier Rennen mit je fünf Runden bestreiten muß, stets bringt nur ein Platz weiter ins nächste Rennen. Unnötig zu sagen, daß dies natürlich notwendigerweise wieder nur für den Charakter des Spielers gilt, denn auch wenn man selbst nach einem zweiten Platz aus dem Rennen ist, fährt die geschlagene Konkurrenz natürlich auch im nächsten Rennen weiter. Auch eine Art für forderndes Gameplay zu sorgen, wenn es mit den programmiertechnischen Fähigkeiten für eine echte Meisterschaft mit Punkten für Platzierungen hapert!

Auch wenn sich die einzelnen Gleiter durchaus moderat im Handling unterscheiden können, so haben sie doch auch einige gemeinsamkeiten. So verfügen alle Flitzer nicht nur über eine Boost-Funktion, sondern auch über eine ungelenkte Bordwaffe, eine Lenkwaffe und über ein entsprechendes Schutzschild, um sich vor den tödlichen Bosheiten der Gegner zu schützen. Das ganze Arsenal funktioniert allerdings nicht unbegrenzt. Während der Boost bei jeder neuen Runde wieder aufgeladen wird (nichtverbrauchte Boostzeit wird entsprechend erhöht), müssen die restlichen Möglichkeit durch stetes einsammeln entsprechender Power Ups funktionsfähig gehalten werden. Reichen wird das allein allerdings nicht, denn wer auch ab der Profi-Meisterschaft noch vorne mitfahren will, kommt mit der Standardaustattung aller Gleiter nicht weiter. Zum Glück werden erfolgreiche Rennen mit ansehnlichen Geldbeträgen belohnt, die im Upgrade-Shop in den Kategorien Waffen, Schutzschild und Boost in mehr Power und Widerstandskraft umgemünzt werden können. Die übrige Steuerung erfolgt denkbar einfach, beschleunigt wird mit der R-Taste (eine wirkliche Bremse gibt es nicht) und per Analogstick lassen sich die Gleiter akkurat und sauber steuern. Umgewöhnen müssen sich allerdings notorische Wipeout-Piloten, denn statt zweier Luftbremsen dient hier nur die L-Taste zur Ausführung eines sogenannten Powerslides, der oft am besten in Kombination mit dem Boost-Einsatz arbeitet.

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