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Pusher im Gamezone-Test


1 Bilder Pusher im Gamezone-Test

Achtung Suchtgefahr, steht in großen Lettern auf der Verpackung von "Pusher". Das haben ja schon viele Puzzlespiele von sich behauptet, habe ich mir gedacht und den Titel installiert. Was auf den Screenshots auf der Rückseite der Packung zu sehen war, sah nicht unbedingt weltbewegend aus. Ein quadratisches Spielfeld mit bunten Kugeln und der Text: "einfache Regeln". Wohl ein Hinweis auf das Geheimnis aller guten Spiele, die einfach zu
erlernen aber schwer zu meistern sind. In dieser Erwartung startete ich das erste Spiel.

Die Regeln sind wirklich einfach: Drei gleichfarbige Kugeln zusammengeschoben lösen sich und alle angrenzenden Kugeln gleicher Farbe auf. Dabei darf jede Kugel nur einmal, frisch eingeworfene zweimal, verschoben werden. Ziel ist es das Spielfeld leer zu räumen. Je nach
gewähltem Modi geschieht dies unter Zeitdruck oder nicht. In Ruhe knobeln kann man im Puzzlespiel, welches über 100 vorbereitete Puzzles enthält die sich im Schwierigkeitsgrad kontinuierlich steigern. Die ersten Puzzles sind noch ein Klacks und man beschäftigt sich eigentlich noch mehr mit der Maussteuerung, nicht weil sie so kompliziert ist, sondern weil sie soviel Spaß macht. Die Kugeln werden einfach mit dem Cursor gefasst und in die gewünschte Richtung angestoßen. Dann aber haben sich die Designer ganz schön ins Zeug gelegt, die vorgegebenen Kugelkombinationen erfordern immer mehr eine rückwärts denkende Logik, da oft schon eine falsch verschobene Kugel den Knoten schließt und ein auflösen des Puzzles nicht mehr möglich ist. Da kommt man auch ohne Zeitdruck ganz schön ins Schwitzen, bis man zum dritten Schwierigkeitsgrad vorgestoßen ist. Den kann man im Zeitspiel haben, welches man sich als eine Art freies Spiel vorstellen darf, bei dem das Spielfeld immer wieder mit neuen Kugeln aufgefüllt wird, da man für die abgeräumten Kugeln Punkte bekommt, die man möglichst schnell erwirtschaften muss um den
nächsten Level zu erreichen, bevor einem die Zeit ausgeht. Dazu gesellen sich im Gegensatz zum Puzzlespiel ganze 20 Combos, alle mit verschiedenen Eigenschaften, wie Kugeln bestimmter Farben aufzulösen, einen Zeitbonus, ein Multiplikator für nachfolgende Punkte und vieles mehr. Um die Verwirrung komplett zu machen gibt es all diese Combos erst nacheinander, jeder Level beinhaltet einen neuen. Um die alle sinnvoll anzuwenden bedarf es schon eines Studiums der abgedruckten Tabelle im Handbuch, welches übrigens komplett in Deutsch und ebenfalls komplett auf farbigem Hochglanzpapier gedruckt ist. Allerdings dürften nur wenige Spieler in den Genuss aller zwanzig Combos zu kommen, da es bis in diese Level eines Albert Einstein braucht um zu bestehen. So schafft es "Pusher" tatsächlich, den versprochenen Suchtfaktor zur erzeugen. Innerhalb kürzester Zeit versinkt man in dem Knobeluniversum der bunten Kugeln und die einzig existierende Zeit noch ist die grüne Flüssigkeit am rechten Bildschirmrand.

Das Spielfeld ändert sich derweil kaum, genau genommen ist es immer gleich, bis auf die zugeschalteten Elemente wie die Zeitanzeige oder die Nachfüllreihen. Trotzdem haben sich die Designer viel Mühe gegeben, denn alle Elemente wurden animiert und erzeugen den Eindruck einer kupfernen Maschine auf der man spielt, ähnlich den Automaten aus Syberia.

Ähnlich verhält es sich mit dem Sound, der sich angenehm im Hintergrund hält und den Denkprozess nicht stören will. Die Kugeln klickern beim Bewegen oder wenn sie sich auflösen während eine einfache Melodie ihr bestes zur Unterhaltung beiträgt.

  • Peter Grubmair"-"
  • Wer hätte gedacht, dass so eine simple Idee tatsächlich soviel Spaß machen kann. Die Regeln sind in einem Satz erklärt, trotzdem muss man sich ganz schön anstrengen um die höheren Level zu erreichen. Das Zeit- und das Puzzlespiel unterscheiden sich im Gameplay ziemlich voneinander, trotz des ähnlichen Aufbaus, so dass die Knobler genauso ihre Freude an diesem Titel haben werden wie die Bausteinstrategen. Wer also endlich sein Tetris in Rente schicken möchte, sollte sich "Pusher" zulegen, es hat das Potenzial einen Winter durch zu beschäftigen.
Pusher (PC)
  • Singleplayer
  • 6,8 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 5/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 8/10 
Pro & Contra
Eine Spielidee so einfach wie faszinierend
Die vorgegebenen Puzzles sind nicht von schlechten Eltern
Eine genauso einfache wie intuitive Steuerung
Es macht wirklich süchtig!
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