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Psychic Force 2012: Schwereloser Unfug! - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Psychic Force 2012: Schwereloser Unfug! - Leser-Test von HALLofGAME
Drei Jahre nach dem ersten Auftritt der Psychic Force Riege auf Sony's Playstation waren sie wieder da und kloppten sich diesmal auch auf dem Dreamcast wie eh und je im schwerelosen Raum eines Antigravitations-Würfels die Birnen weich.

Los gehts mit einem ganz ansehnlichen Manga-Intro, in dem alle Kämpfer einen kurzen Auftritt haben. Dann darf unter sechs Spielmodi der Richtige gewählt werden. Kernstück ist wie üblich der Story Mode, bei dem jeder Kampf eine Episode darstellt. Je acht Kämpfe sind es insgesamt pro Story. Allerdings sollte man sich von den "Stories" nicht zuviel erwarten. Da ist z.B. Wendy auf der Suche nach Emilio, während der Psychiccer Carlo alle Mensche auslöschen möchte. Gewissermassen als Ausgleich hat es der Hunter Might auf alle Psychiccer abgesehen und der Soldat Gudeath wird einfach böse, wenn ein Mensch ihm einen Ratschlag erteilen will. Natürlich darf auch das obligatorische japanische Schulmädchen Patty nicht fehlen. Sie hat eine auffällige Stimme, und wer das bemerkt muß schnellstmöglich verhauen werden.

Präsentiert werden diese "Stories" mit Hilfe einer Cutscene vor jedem Kampf, in der die beiden Gegner ein kurzes Gespräch führen. Geboten wird japanische Sprachausgabe, engliche Untertitel und eine sagenhaft miese Grafik! Kurz vor Ende der Arbeiten scheint das auch den Programmierern aufgefallen zu sein, denn vor dem letzten Kampf zeigen sie dann doch lieber eine paar Manga-Standbilder. Ein schwacher Trost, den die Spielgrafik im letzten Kampf ist dann wieder genauso unterdurchschnittlich, wie in den sieben Kämpfen davor. Vor größtenteils sehr grob texturierten Hintergründen finden im schwerelosen Würfel uninspirierte Kämpfe ohne jeglichen taktischen Anspruch statt. Die größte spielerische Herausforderung liegt darin, den Gegner in eine Ecke zu drängen und ihm dort unbehindert den Rest zu geben. Dazu braucht es noch nicht mal besondere Moves. Die sind , im Vergleich zu anderen Beat'em Up's, sowieso Mangelware. Das Schlagrepertoire der Psychic Force Kämpfer besteht aus einer bescheidenen Kombination von Schlag, Wurf und Fernattacke. Die Überwachung Eurer PSY Energie und deren rechtzeitige Wiederaufladung per Tastendruck gehört wohl schon zum anspruchsvollen Teil des Spiels.

Die technische Raffinesse des Spiels beschränkt sich auf bescheiden animierte Specials und einen tollen
Zoom-Effekt. Denn je weiter sich die Gegner voneinander entfernen, desto kleiner werden sie dargestellt. Was daran toll sein soll? Ganz einfach: Je kleiner die Figur wird, umso weniger kann man von Ihr sehen! Und da die Figuren qualitativ so aussehen, als seien sie vor Jahren verschollen und nun plötzlich wieder aufgetaucht, ist es nicht unangenehm, möglichst wenig von ihnen zu sehen. Aber auch in Nahaufnahme ist nicht unbedingt gewährleistet, daß man viel sieht. Denn oft leidet die Übersicht unter dem gemeinsamen Rumgehampel zweier Figuren in einem schwerelosen, dreidimensionalen Würfel beträchtlich. Mehr als einmal habe ich mich hier gefragt: Wo bin ich? Warum bin ich dort? Und vor allen Dingen: Wieviele bin ich denn eigentlich?

Psychic Force 2 ist ein äußerst dünnes, spielerisch völlig belangloses Beat'em Up, das grafisch auch frisch aus der Entwicklungsabteilung kommend schon Lichtjahre von den damaligen Möglichkeiten entfernt war. Die Sounduntermalung besteht aus Japano-Gedudel ohne jeglichen Bezug zum Spiel. Lobenswert ist die Mode- und Options-Vielfalt des Spiels. Besonders gefallen hat mir der PSY-Expand-Mode, bei dem die Spielfiguren nach eigenen Vorstellungen konfiguriert werden können. Nur leider kann man mit solchen Spielereien nichts rausholen, was in einem schlechten Spiel eben nicht drin ist: Spielspaß! Die Tatsache, das man z.B. Bilder für den Album Mode freispielen kann, oder auch neue Kostüme, bewirkt nun wirklich keinen Motivationsschub. Selbst wenn man damit belohnt würde, das die Mädels im Spiel statt neuer Kostüme, beim nächsten Durchgang gar keine Kostüme mehr anhätten, würde ich dieses Spiel noch nichtmal pubertierenden Halbwüchsigen empfehlen, die seit Jahren verzweifelt Nacktcheats für Lara Croft suchen. Was bleibt ist ein sehr japanisches Spiel, und ausnahmsweise meine ich dies nicht als Kompliment!

Negative Aspekte:
Die bloße Existenz dieses Games ist ein Ärgernis!

Positive Aspekte:
Niemand kann Dich zwingen, es zu spielen!

Infos zur Spielzeit:
HALLofGAME hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    HALLofGAME
  • 3.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 4/10
    Steuerung: 6/10
    Sound: 3/10
    Atmosphäre: 2/10
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