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Pryzm: Chapter One: The Dark Unicorn im Gamezone-Test


1 Bilder Pryzm: Chapter One: The Dark Unicorn im Gamezone-Test

Eine schreckliche Krankheit sucht die Welt heim und verwandelt die Bewohner und ihre Pflanzen in schreckliche Kreaturen. Nur die Gebiete der Einhörner bleiben auf wundersame Weise verschont und gesund. So verbünden sich die eigentlich verfeindeten Trolle und Einhörner um gemeinsam gegen die Plage vorzugehen, die Quelle des Übels zu finden.

So die Vorgeschichte zum Fantasyabenteuer für die PS2, in welchem wir nicht in die Rolle eines sondern gleich zwei Charaktere gleichzeitig schlüpfen dürfen. Wir steuern nämlich den Troll Karrock und das mutige Einhorn Pryzm gleichzeitig, was gar nicht so schwer ist wie es sich anhört, da Karrock auf dem Rücken von Pryzm reitet. Trotzdem entbehrt es nicht eines gewissen Reizes, die Zauber und Waffen beider Figuren benutzen zu können. Die Aufgabe der zwei Helden ist es nämlich das verdorbene Land wieder zu heilen, indem man die Pflanzen und zugehörige Wesen per Zauberstab wieder in ihre ursprüngliche Form zurückverwandelt. Freilich kostet so ein Zauber nicht wenig Energie, die es immer wieder aufzuladen gilt. Allerdings geschieht dies nicht wie in ähnlichen Games per herumliegender PowerUp's, sondern durch betreten bereits geheilten Landes. In der Praxis sind dies die bereits ergrünten Rasenflächen, welche nicht nur Energie spenden sondern gleichzeitig die verwandelten Wesen fernhalten. Dies tun sie aber nur eine bestimmte Zeit, so dass man ziemlich unter Druck steht möglichst schnell zu Heilen da einem ansonsten die geheilten Pflanzen und Wesen schneller wieder krank werden als man schauen kann. So kristallisiert sich bereits in den ersten Leveln ein recht schwieriges und gleichzeitig eintöniges Gameplay heraus, welches eigentlich nur aus dem hektischen Heilen und den darauffolgenden Sprints zurück zu den grünen Flächen besteht. Da einem immer wieder bereits geheilte Wesen erkranken, wiederholt sich der Vorgang recht oft. Dazu gesellt sich die etwas unausgereifte Sprungmechanik unseres Duos, die Pryzm öfter in den Abgrund fallen lässt als es dem Spieler Recht sein kann. Wer trotzdem die Geduld aufbringt die Level Stück für Stück abzuarbeiten, entdeckt leider auch nicht viel neues, da sich die Level innerhalb der Welten schon sehr gleichen und selbst die vier verschiedenen Welten kaum Abwechslung bieten.

Die gebotene Grafik ist sicher nicht schlecht, vor allem läuft das gesamte Spielgeschehen recht rund und flüssig über den Schirm, allerdings sind die Texturen nicht unbedingt von bester Qualität und besonders die Animationen der Wesen wirken eckig und teilweise abgehackt. Ebenso eckig gibt sich die Landschaft selbst, was im krassen Gegensatz zu den netten Zaubereffekten steht.

Die Steuerung ist sicher etwas ungewöhnlich und besonders der unausgereifte Sprungmechanismus sorgt für manch verzweifelten Schrei, allerdings hat man nach dem kurzen Tutorial die Zwei Protagonisten recht gut im Griff. Allerdings darf man nicht unerwähnt lassen, dass mancher Zauber der im Sprung angewendet werden will, schon extreme Fingerakrobatik vom Spieler abverlangt.

Selten eine so zwiespältige Soundkulisse wie in diesem Game gehört. Zum einen darf man die Musikstücke durchaus als innovativ und sehr gut zum Spiel passend bezeichnen, genau genommen sind sie es die einem vom Spiel so viel mehr erwarten lassen, zum anderen aber wiederholen sich die wenigen und schlecht gesprochenen Aussagen der Charaktere schon recht bald, was in Verbindung mit den teilweise übertriebenen Zaubergeräuschen nur noch mit zurückgedrehtem Verstärker zu ertragen ist.

  • Peter Grubmair"-"
  • Durch den recht hoch angelegten Schwierigkeitsgrad und das doch recht eintönige Gameplay ist Pryzm schwerer zu bewältigen als man meinen könnte. Trotz der innovativen Steuerung hätte man den Sprungmechanismus noch etwas ausreifen müssen, damit das Einhorn samt Begleitung auch tut was man will. So ergibt sich, unter Einbeziehung der grafischen Leistung, ein nur durchschnittliches Action-Adventure mit recht vielen Wiederholungstaten. Wer sich also an der nicht ganz optimalen Steuerung und der mittelmäßigen Grafik erfreuen kann, erhält ein nicht zu leichtes Game mit hervorragendem Soundtrack welches schon für einige Zeit beschäftigen kann, insofern man ein entsprechend dickes Fell mitbringt nachdem man das x-te Mal die gleiche Schlucht hinabgestürzt ist.
Pryzm: Chapter One: The Dark Unicorn (PS2)
  • Singleplayer
  • 6 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 5/10 
    Sound 7/10 
    Steuerung 6/10 
    Gameplay 6/10 
Pro & Contra
Sehr stimmungsvoller Soundtrack
Der wichtige Sprungmechanismus ist reine Glückssache
unerwartet hoher Schwierigkeitsgrad
sich wiederholendes Gameplay
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