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Project Zero im Gamezone-Test

Ich sitze in meinem von Kerzenschein erleuchtetem Zimmer, habe extra noch die Playstation über die Stereoanlage angeschlossen und halte das Joypad in meinen leicht verschwitzten Händen. Sollte ich jetzt aus dem Zimmer müssen, dann nur mit ganz viel Licht.

1 Bilder Project Zero im Gamezone-Test

Kleine Taschenlampe brenn...

Zu oft hatte ich nämlich schon dieses unangenehme Gefühl bei dem sich die Nackenhaare aufstellen und man denkt es würde jemand in der Dunkelheit hinter einem stehen. Ich glaube, ich bleibe doch lieber hier auf der Couch und spiele weiter an Project Zero, dem Überraschungshit aus dem Hause Tecmo!

Es geht in diesem Spiel um die geheimnisvolle Geschichte eines alten Herrenhauses, in dem sich der mutige Mafuyu auf die Suche nach dem verschwundenen Kriminalautor Mr. Takamine gemacht hat. Wir übernehmen die Rolle seiner kleinen Schwester Miku, die ganz alleine und natürlich mitten in der Nacht, ebenfalls in das Haus kommt um nach dem Rechten zu sehen, da sie schon länger nichts mehr von ihrem Bruder gehört hat.

Das unangenehme "hinter-mir-ist-irgendwas-Gefühl" weiß Project Zero sehr gut zu vermitteln. Auch wenn die Hauptakteure bei diesem Gruselabenteuer eher den Helden aus einem Mangafilm ähneln, sollte man deshalb noch lange nicht denken, dass das Spiel nicht gruselig genug sein kann. Das Gameplay ist eine Mischung aus "Silent Hill" und "Resident Evil", bietet aber genug Innovation um sich angenehm von den beiden anderen Spielen zu unterscheiden. Der wichtigste Unterschied dürfte wohl unsere Waffe sein, welche eine ganz spezielle Fotokamera ist. Sollten wir plötzlich von einem Geist angegriffen werden, können wir mit der Kamera diese "einfangen". Wenn man genügend Geister "geblitzdingst" hat, gibt es auch das ein oder andere Upgrade für unsere sehr ausgefallene Waffe und die Kämpfe bleiben so schön abwechslungsreich. Außerdem sieht man hier sehr schön, dass man gute Horrorspiele auch nahezu ohne Pixelblut realisieren kann.

Optisch ist das Spiel sehr dunkel gehalten und selten sieht man mehr als den kleinen Ausschnitt, den unsere Taschenlampe erhellen kann. Schöne Spezialeffekte wurden in die 3D Grafik eingebaut um die düstere Stimmung noch besser aufzubauen. Szenen in denen wir einer Bedrohung ausgesetzt sind, werden durch das Pochen unseres Joypads noch spannender und oft sieht man hier und da einen Schatten, der beim zweiten mal hinschauen nicht mehr da ist.

Der größte Teil der genialen Atmosphäre, die dieses Spiel zu verbreiten vermag, wird durch den sehr stimmungsvollen Sound aufgebaut. Verzerrte Geräusche und Stimmen aus dem Jenseits lassen einen oft vor Schreck zusammenfahren und eine sehr gute Synchronisation der Darsteller machen die Soundkulisse nahezu perfekt.

  • - GreenAcid"-"
  • Project Zero kann es allemal mit Genrevertretern aufnehmen und ist gruseliger als man anfangs vielleicht vermuten mag. Grafische Effekte und vor allem der stimmige Sound macht dieses Spiel so gut. Wer nichts gegen eine ordentliche Portion Gänsehaut hat, kommt um dieses Spiel nicht herum!
Project Zero (PS2)
  • Singleplayer
  • 8,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 9/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 9/10 
Pro & Contra
geniale Atmosphäre
gruseliger Sound
innovative Waffe
seltene Kamera- und Steuerungsprobleme
teilweise nervige Puzzles
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