Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Prisoner of War: Kurz aber spannend - Leser-Test von CONQUEROR


1 Bilder Prisoner of War: Kurz aber spannend - Leser-Test von CONQUEROR
Wer kennt sie nicht, die Kultserie „Ein Käfig voller Helden“. In der eindeutig nicht ganz ernstzunehmenden Handlung geht es um ein deutsches Gefangenenlager im zweiten Weltkrieg, in dem eine Gruppe Amerikanischer Kriegsgefangener einquartiert ist. Was auf den ersten Blick wie eine Bande abgerissener Gestalten anmutet, ist in Wirklichkeit hochaktiv. Da werden Informationen über die Deutschen geklaut und gesendet, der Lagerführer (ein Ostdeutscher namens Klink) in seinem Büro abgehört und allerlei Scherze mit dem Wachsoldaten Schulz getrieben. Ganz ähnlich wenn auch nicht so witzig geht es im Computerspiel Prisoner of War zu. In diesem Machwerk schlüpfen sie in die Rolle eines Kriegsgefangenen in der Festung Colditz und planen den Ausbruch. Nun was braucht man zuerst einmal als guter Ausbrecher? Richtig, eine Uhr, die einem anzeigt, wann man sich zu den Appellen einzufinden hat. Tut man dies nämlich nicht, gibt es ganz schnell Alarm und sie werden im ganzen Lager gesucht. Glücklicherweise müssen sie auch im Spiel nicht auf den kostbaren Chronographen verzichten und können so jederzeit sehen, wie viel Zeit ihnen noch bleibt. In dieser Zeit können sie umherwandern, allerdings nur auf den für sie vorgesehenen Plätzen. Lungern sie in Sperrgebiet herum, sollten sie sich besser nicht erwischen lassen. Erst recht nicht, weil sie im Falle einer Entdeckung nichts gegen die Wachen tun können. Also rein in die dunklen Ecken und einen geeigneteren Zeitpunkt abgewartet. Glücklicherweise sind sie nicht alleine. Ein Zusammenschluss von Gefangenen hilft ihnen ihre Pläne in die Tat umzusetzen, vorausgesetzt sie erfüllen dafür einige Aufgaben. Um sich Zutritt zu einem Möglichst großen Anteil der Gefängnisanlage zu verschaffen, setzen sie mal Brachiale Gewalt (allerdings nur gegenüber Türen) in Form eines Brecheisens ein oder gehen subtiler vor, indem sie einen Dietrich zum Einsatz bringen. Ähnlich wie bei Commandos haben die Wachen Sichtfeder in die sie tunlichst nicht geraten sollten. Außerdem dürfen sie auch Uniformen klauen und fortan unerkannt umherlaufen, immer auf der Suche nach Informationen für die geplante Flucht. Durch den Schleichfaktor wird das Spiel sehr spannend und man hält schon mal den Atem an, wenn eine Wache direkt am eigenen Versteck vorbeimarschiert, nur um dann erleichtert aufzuatmen wenn noch einmal alles gutgegangen ist. Dazu trägt auch die Speicherfunktion ein, die ihnen das Sichern ausschließlich in der heimischen Baracke erlaubt. Das kann zum Teil leider ziemlich nervig werden, wenn gegen Ende einer Schleichtour doch noch eine Wache eingreift und sie von vorn beginnen müssen. Die Grafik erinnert ein wenig an GTA 3, ist aber ansonsten eher wenig spektakulär. Insgesamt sehen die Lokalitäten jedoch gut genug aus um die Atmosphäre nicht negativ zu beeinflussen. Die Sprachausgabe bleibt übrigens englisch, auch wenn sie deutsche Untertitel präsentiert bekommen, was aber nicht besonders störend ist. Insgesamt ist Prisoner of War ein spannendes Spiel, das allerdings einen entscheidenden Nachteil hat: Es ist zu kurz. Dafür, dass sie für dieses Spiel knapp 50 Euro hinblättern, bekommen sie zwar spannende Unterhaltung, die aber nicht für viel mehr als ein paar Wochenenden anhalten wird. Dann haben sie das Programm durchgespielt und fragen sich: War das schon alles? Jeder muss sich daher die Frage stellen, ob er nicht lieber eine Preissenkung abwarten will.

Negative Aspekte:
sehr kurz, eingeschränktes speichern

Positive Aspekte:
sehr spannend

Infos zur Spielzeit:
CONQUEROR hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    CONQUEROR
  • 6.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 6/10
    Steuerung: 6/10
    Sound: 6/10
    Atmosphäre: 8/10
e_gz_ArticlePage_Default