Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Premier Manager: Der Manager - Leser-Test von perfect007


1 Bilder Premier Manager: Der Manager - Leser-Test von perfect007
Früher waren die PC-Managerspiele recht beliebt, vor allem in Europa. Spiele wie Bundesliga Manager Hattrick feierten große Erfolge. Auf Konsolen dagegen sah es mit guten Managerspielen meist recht rar aus, auch auf dem Nintendo 64, auf dem nur dieses eine einzige Managerspiel namens „Premier Manager“ erschienen ist. Wegen dem Mangel an Konkurrenz konnte sich das Spiel von Gremlin sicherlich durchsetzen, doch kann es auch spielerisch was bieten?

Nach dem Einschalten des Spieles fällt aber schon gleich eines der Mankos dieses Spieles auf. Während die Anleitung zwar fleißig ins deutsche übersetzt wurde, hat man sich bei dem eigentlichen Spiel nicht so viel Mühe gegeben, denn mit keiner einzigen Funktion ist es irgendwie möglich, Deutsche Bildschirmtexte einzustellen. Leute die des Englisch nicht Mächtig sind, werden des öfteren bei Wörtern wie agening, fixturers, ground improvements ihre Probleme haben und nicht wissen, was nun gemeint ist. Zum Glück hat man wenigstens die Menüoptionen zumeist in der Spielanleitung übersetzt, doch bei den Finanzen und Statistiken sieht es hier schwarz aus. Das Spiel bietet dem Fußballfan (und demjenigen, der ein Fan werden will) zwei verschiedenen Spielmodis – zum einem steht ein normaler Managermodus zur Verfügung, zum anderen der Karrieremodus. Neben der Entscheidung, welchen Modus man nun wählen möchte, kann man noch zusätzlich einstellen, ob die Spieler altern sollen. Ein ganz entscheidender Faktor. Sollten man sich fürs altern entscheiden, so muss man sich auch ständig um junge Talente kümmern, da man seine Oldies ja leider auch irgendwann mal verliert. Nach der Wahl darf man dann noch sein Namen eingeben und dann geht’s auch schon los.
Im Managerspiel hat man die Auswahl aus drei Ligen der Premier Liga aus England. Spätestens jetzt werden die Fußballfans sich wundern. Das zweite Manko in dem Spiel ist nämlich, dass man nur die Lizenz der englischen Liga nutzt und keinen Zugriff auf andere europäische Mannschaften hat. Ein großer Nachteil, denn wer kennt sich denn schon auf der Insel aus? Einzig allein in späteren Cups wie die CL wird man auf Vereine wie Bayern oder Real treffen. Aber immerhin stehen einem die Mannschaften der drei englischen Ligen mit allen Spielern und Aufstellungen der damaligen Zeit (das Spiel erschien Mitte 1999) zur Verfügung. Neben Teamname und Spitzname, sowie den Stadionnamen steht auch eine Statistik der Stärke jeder Mannschaft zur Verfügung, die man sich vorher genau anschauen sollte. Hat man sich nun endlich entschieden, kommt man in das eigentliche Spiel.

Der Hauptbildschirm wurde zwar schlicht gehalten, ist aber sehr übersichtlich geworden. Über verschiedenen Menüpunkte kann man nun alle Managertätigkeiten ausführen, die hoffentlich zu dem Erfolg führen. Neben den üblichen Spielplan, in dem man die Begegnungen nachschauen kann, oder Statistiken wie Torschützenliste oder Top Elf des Tages sollte man sich vor allem um die Mannschaft und die Finanzen des Vereins kümmern. Natürlich hat man dabei einen Einblick in die Teamaufstellung und kann diese nach eigenen Geschmack einstellen. So kann man sich alle Spieler mit ihren Stärken und Schwächen durchschauen und dementsprechend einer Position im Feld zuordnen. Natürlich darf hier die Taktik nicht fehlen, so dass man seine Mannschaft je nachdem defensiv oder offensiv einstellen kann. Weitere Optionen wie Trainingslager und Bestimmung der Gehälter vertiefen die ganze Sache noch. Bei den Finanzen hat man erst mal Einsicht in die kompletten Ein- und Ausgaben des Vereines. Eintrittskarten sowie Winbonus können genauso eingestellt werden, wie ein Stadionausbau oder den Sponsor. Doch da hört es dann leider schon auf mit den Einstellungen und Möglichkeiten. Natürlich darf auch der Transfermarkt nicht fehlen, vor allem wenn man „altern“ eingestellt hat. Denn ältere Spieler sollte man irgendwann los werden, bevor man für diese überhaupt keine Ablösesumme mehr bekommt. Dafür muss man dann aber Ersatz finden, oder aber auch wenn man gerade starke Verletzungsprobleme in der Mannschaft hat. Was auffällt sind besonders teure Spieler aus dem Ausland, diese kann man nur bekommen, wenn man sehr viel Geld hinlegen kann und will. Selbst mit hohen Ablösesummen und einer Traumgagen passiert es des öfteren, dass diese Angebote binnen zwei Spieltagen schon abgelehnt ist. Zudem hat auch noch der Vereinspräsident was mit zu reden und kann ein Transfer unterbinden.

e_gz_ArticlePage_Default