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Populous: The Beginning - Der Nachwuchsgott - Leser-Test von Ceilan


1 Bilder Populous: The Beginning - Der Nachwuchsgott - Leser-Test von Ceilan
Peter Molyneux gehört zu den bekanntesten Spieledesignern der Welt, was nicht zuletzt daran liegt dass dieser Mann praktisch ein ganz neues Genre ins Leben gerufen hat. Wenn der Begriff „God Game“ fällt, denkt jeder Spieler sofort an Molyneux' Populous und Bullfrog, das ehemalige Team des großen Meisters, hat Jahre später den dritten Teil der kleinen Serie entwickelt. Popolous: The Beginning hat im Vergleich zu den beiden Vorgängern einige neue Elemente zu bieten und zwar nicht nur im Technikbereich.
Wie gewohnt geht es jedoch um ein übermächtiges Wesen, das die gesamte Welt des Spiels und die dazugehörigen Einwohner beeinflussen kann. Doch dieser vom Spieler gesteuerte Charakter ist anders als sonst kein ausgewachsener Gott. Zumindest noch nicht. Aus dem magiebegabten Schamanen eines primitiven Volkes soll im Laufe des Spiels eine echte Gottheit werden. Nach und nach muss man deshalb vor allem die unliebsamen Konkurrenten und ihre Stämme aus dem Weg schaffen. Der Schamane kann die Landschaften verändern und mächtige Zaubersprüche legen ganz Dörfer in Schutt und Asche, aber das funktioniert nur wenn genügend Energie in Form von Mana vorhanden ist. Die Glaubenskraft der Anhänger spielt eine wichtige Rolle und der Spieler muss sein Volk deshalb ständig vergrößern und bewachen. Man kann die Einheiten jetzt direkter kontrollieren als bisher und The Beginning erinnert deshalb teilweise schon eher an typische Echtzeitstrategiespiel als an seine Vorgänger oder andere God Games.

Am Anfang der einzelnen Missionen hat man jeweils nur ein paar Eingeborene zur Verfügung und diese müssen zuerst einmal die verschiedensten wichtigen Gebäude und andere Strukturen errichten. So benötigt man zum Beispiel spezielle Häuser zum Erschaffen von neuen Einheiten oder Trainingsanlagen für die Kämpfer. Im Prinzip werden dabei zwei große Gruppen unterschieden. Auf der einen Seite gibt es die Krieger, die entweder auf den Nahkampf oder auch auf das Schießen von Feuerbällen spezialisiert sind. Auf der anderen Seite braucht man Priester, denn diese können feindliche Einheiten konvertieren, wodurch der Einfluss des Spielers wächst (und seine Feinde werden so natürlich geschwächt). Die Priester werden in den dafür vorgesehenen Tempeln ausgebildet.
Man hat meistens zwei grundsätzliche Ziele. So soll man möglichst viele Anhänger sammeln um anschließend die gegnerischen Völker zu vernichten. Neben dem Konvertieren der gegnerischen Einheiten (dabei spielt de Zahl der verwendeten Priester eine wichtige Rolle) gibt es noch zwei andere Möglichkeiten um neue Eingeborene zu erhalten. Man kann sie entweder „züchten“, wofür eben die passenden Gebäude benötigt werden. Oder ein Schamane, die mächtigste Einheit im Spiel, kann neutrale Steinzeitmenschen verzaubern. Dafür braucht man etwas Mana und die Wilden gehören anschließend zum Volk des Spielers.
Hat man erstmal genug Anhänger versammelt wird ausreichend Mana produziert und die unterschiedlichsten Zaubersprüche können benutzt werden. Diese sind das Herzstück des ganzen Spiels und Mana wird so zur wichtigsten Ressource (ansonsten gibt es in diesem Bereich relativ wenig zu beachten). Mit den Zaubern kann man die ganze Umgebung verändern und es gibt zum Beispiel einen Vulkanausbruch oder ein Erdbeben. Diese magischen Katastrophen sehen nicht nur gut aus, denn so kommt auch eine gewisse taktische Komponente ins Spiel. Man kann zum Beispiel Landbrücken anlegen um von einer Insel auf die nächste zu gelangen und der Spieler kann seinen Feinden mit gewaltigen Felsen den Weg versperren. Die verschiedenen Magiearten müssen aber erst erlernt werden und die zaubernden Schamanen müssen dafür zum Beispiel vor speziellen Schreinen beten (für das gemeine Volk gibt es Totempfähle).
Ab und zu müssen die Menschlein umziehen um neue Gebiete zu erobern und wenn man nicht mühsam durch die Gegend laufen will (was gerade mit vielen Einheiten etwas problematisch werden kann) können auch Boote oder Ballons als Transportmittel eingesetzt werden.
Aus den Kämpfen geht meistens schlicht und einfach die größere Armee siegreich hervor und selbst die besten Strategen können gewöhnlich keine übermächtigen Truppen besiegen. Man sollte also möglichst viele Soldaten anhäufen, wobei aber wenigstens das richtige Verhältnis der einzelnen Einheitentypen berücksichtigt werden muss. Ohne Priester kann man beispielsweise nicht gewinnen, weil die eigenen Soldaten sonst bald von den feindlichen Hexenmeistern konvertiert werden (und das ist natürlich eher unpraktisch). Die mehr als zwanzig Missionen sind alle weitestgehend nach dem beschriebenen Schema aufgebaut (also Gebäude errichten, Einheiten erschaffen, Manaenergie sammeln, Zaubersprüche benutzen ----> Alle Gegner sind tot :)). Ab und zu gibt es dann auch mal ein paar kleine Modifikationen.
Ähnlich wie in anderen Bullfrog-Spielen (mich erinnert das etwa an Dungeon Keeper 2) werden bestimmte Elemente wie etwa stärkere Zauber oder manche Gebäude erst im Laufe des Spiels freigeschaltet und man bekommt so praktisch in jeder Mission etwas Neues zu sehen.

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