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Penny Racers im Gamezone-Test


1 Bilder Penny Racers im Gamezone-Test
"Penny Racers" ist ein Rennspiel für bis zu vier Spieler in besonders knuffiger Grafik. Die Autos haben allesamt Ähnlichkeit mit existierenden Typen sind aber wesentlich kürzer geraten. Der dadurch bedingte kurze Radstand macht sich deutlich in der Steuerung der Autos bemerkbar. Dabei bemüht sich "Penny Racers" neue Elemente in das Spielgeschehen einzubringen, indem die Autos, je nach Strecke, Schwimmflügel, Skier oder Flügel montiert bekommen, welche auch eingesetzt werden wollen. Bekommt unser Auto also nasse Füße, klappen automatisch die Schwimmkörper aus und die Schiffsschraube beginnt sich zu drehen, oder wenn man den Kontakt zum Boden verliert, falten sich die Flügel aus und man segelt in der Luft.
Der Schwerpunkt dieses Racers liegt bei der Meisterschaft, welche ziemlich ausführlich gestaltet wurde. Je erfolgreicher man ein Rennen absolviert desto höher die Belohnung, für die man dann wiederum neue Tuningteile kaufen kann. So steigert sich die Leistung der Autos kontinuierlich und das gesamte Gameplay wird immer schneller. Ebenso gibt es diverse Lizenzen zu erwerben, welche Voraussetzung für die Teilnahme am Grand Prix sind.

Das Gameplay bietet trotz der aufgeführten Features kaum Neues, es macht aber trotzdem einen gewissen Spaß die knuddeligen Racer über die Piste zu jagen. Allerdings sollte man tunlichst vermeiden die deutsche Sprache auszuwählen, denn die Übersetzungsfehler sing gar grausam. Ein Rennen hat man z.B. nicht bestanden sondern "bestehen", ein nicht anwählbares Icon ist "Kann kann" und die Titel der verschiedenen Meisterschaften oder Lizenzen sind dermaßen sinnentstellt, dass man manchmal nur Raten kann was eigentlich gemeint ist.

Die Grafik bewegt sich im Mittelfeld dessen was die PS2 zu leisten vermag. Alles ist schön bunt, nur manche Streckenteile, wie die in der Wüste, wirken etwas Schmucklos. Dafür gibt es keinerlei Slowdowns oder andere auffälligen Grafikfehler. Die Lensflares erschienen mir manchmal etwas übertrieben, besonders wenn sie die Strecke nicht mehr erkennen ließen und die Gischt- oder Schaumeffekte wirken etwas einfach. Das Design der Pisten reicht vom einfachen Oval, über verschlungene Strecken durch den Dschungel bis hin zur Stadionstrecke mit Sprungschanzen und Bumpern.

Der Sound kratzt nahe an der Nervgrenze, nicht wegen der Hintergrundmusik, die ist ziemlich belanglos gehalten und sie dudelt irgendwo im Off vor sich hin, sondern wegen dem Nähmaschinen ähnlichen nageln der Motoren. Bereits eine halbe Sekunde nach den Start befindet sich das Auto im höchsten Gang was ein vernünftiges manuelles Schalten praktisch ausschließt.

Die Steuerung hat man schnell im Griff, inklusive der Hupe, welche auch aufgerüstet werden kann. Genauso schnell wie die Autos beschleunigen sind sie auch abgebremst, praktisch augenblicklich. Durch zusätzlich erspielbare Tools kann man die Eigenschaften deutlich verbessern.

Für die Langzeitmotivation sorgen die diversen Lizenzen und Meisterschaften, ansonsten aber wird kaum etwas geboten. Allerdings kann man mit dem Multitap von Sony bis zu vier Spieler gleichzeitig am Rennen teilnehmen lassen, was schon ein besonderer Spaß ist. Generell scheint mir "Penny Racers" mehr ein Partyspiel als ein wirklich ernstzunehmender Racer zu sein. Wer so etwas sucht, ist mit diesem Game gut bedient, da es eigentlich nichts gravierendes Auszusetzen gibt. Lediglich die Spielgeschwindigkeit könnte etwas höher sein, was auch den Schwierigkeitsgrad angenehm steigern würde, denn der ist ebenfalls nicht besonders hoch angesiedelt. So gesehen ist "Penny Racers" also das ideale Party-Spiel für zwischendurch.

Penny Racers (PS2)
  • Singleplayer
  • 6,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 7/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 7/10 
    Gameplay 6/10 
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