Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Parodius: Mit Oktopus und Pinguin - Leser-Test von Hüni


1 Bilder Parodius: Mit Oktopus und Pinguin - Leser-Test von Hüni
Dass der japanische Spiele-Entwickler Konami in den frühen Neunziger Jahren nicht nur als Spezialist für Shoot'em Up-Spiele sondern auch mit Genre-Parodien glänzen konnte, bewies damals ein Shoot'em Up, das nicht nur die hauseigene "Gradius"-Serie, sondern das ganze Genre der Ballerspiele gehörig auf die Schippe nahm. Der Name dieser witzigen Parodie war - sinnvollerweise - "Parodius".

Die Playstation-Version von "Parodius" beinhaltet nicht nur das Original sondern auch gleich die Fortsetzung mit dem Namen "Fantastic Journey".

Das Spielprinzip von "Parodius" ist im Sinne eines 2D-Shoot'em Up's eigentlich recht simpel: an Ihr fliegt durch meist horizontal scrollende Levels und schiesst dabei auf (fast) alles, das sich bewegt.
Bei "Parodius" und "Fantastic Journey" seid Ihr jedoch nicht mit gewöhnlichen High-Tech-Gleitern unterwegs und die Gegner sind auch keine hässliche Alien-Rasse oder gar ein böses, dunkles Imperium. Stattdessen fliegt Ihr mit kleinen, niedlich aussehenden Tieren, wie zum Beispiel einem Oktopus, einem Pinguin oder einer blauen (?) Science-Fiction-Biene in den Kampf; ebenfalls anwählbar ist auch noch der aus "Gradius" bekannte Gleiter. In "Fantastic Journey" habt Ihr zusätzlich noch ein Schwein, einen Fisch, ein Raketen-Bunny sowie ein Strichmännchen auf einem Papierflieger zur Auswahl.
Dementsprechend sind auch Eure Gegner niedlich-tierischer Natur: von Krebsen und Fischen über Hasen und Küken bis hin zu Adlern und tanzenden Pandabären ist fast jede Tierart vertreten.
Alle Tierchen sind in einem bonbonfarbenen Nippon-Look gehalten und lassen den Spieler zunächst glauben, versehentlich in ein Knuddel-Jump'n Run geraten zu sein.
Doch der Schein trügt: hinter der niedlichen Optik versteckt sich ein 2D-Shoot'em Up, das den Spieler in bester "Gradius"-Manier fordert.

Ebenfalls vom spielerischen Vorbild "Gradius" wurde das Power-Up-System übernommen, das bei Einsteigern wahrscheinlich etwas Eingewöhnungszeit erfordern dürfte.
Der Schlüssel für eine bessere Bewaffnung ist eine kleine Menüzeile mit entsprechenden Eigenschaften, die sich am unteren Rand des Bildschirms befindet. Von Gegnern hinterlassene "Power Up"-Symbole dienen dem Markieren der Eigenschaft, die Ihr aktivieren, bzw. verbessern wollt: mit jedem eingesammelten "Power Up"-Symbol rückt die Markierung in der Zeile ein Feld weiter nach rechts, durch Drücken der Quadrat-Taste wird die gerade markierte Eigenschaft aktiviert (und die Markierung wieder an den Anfang gesetzt).
Auf diese Weise lassen sich verschiedene Attribute Eures "Fliegers" steigern. So seid Ihr bald deutlich schneller unterwegs, könnt Euch mit einem Schutzschild umgeben oder Euer Waffensystem aufrüsten (hier sei jedoch erwähnt, dass mit besserer Ausrüstung auch der Schwierigkeitsgrad ansteigt).
Die Ausbaumöglichkeiten für Schussarten und Sekundärwaffen sind jedoch bei jeder Spielfigur unterschiedlich, weshalb man ruhig einmal alle Figuren ausprobieren sollte, um seinen perfekten "Flieger" zu finden (der Pinguin dürfte eher was für die Profis sein).

e_gz_ArticlePage_Default