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Parodius Da!: Knallbunt In den Tod - Leser-Test von RAMS-es


1 Bilder Parodius Da!: Knallbunt  In den Tod - Leser-Test von RAMS-es
Der Name ist Programm: PARODIUS von Konami ist eine Parodie auf horizontal scrollende Ballergames im allgemeinen und die Genre-Klassiker GRADIUS und NEMSIS im besonderen. Darüber hinaus ist es aber auch selbst ein vorzügliches Shoot'em Up! Jedem Freund explosiver Screen-Action sind die furiosen Konami-Knallereien NEMESIS, SALAMANDER und eben GRADIUS ein Begriff, stellen sie doch fast schon ein eigenes, besonders extrawaffenlastiges Untergenre im Reich von R-TYPE und Konsorten dar. Mit PARODIUS haben sich die Entwickler von Konami quasi selbst auf die Schippe genommen.

Ich persönlich bin diesem Baller-Spektakel, das mir bereits aus diversen Magazinen bekannt war, zum ersten Mal bei der Bundeswehr im Mannschaftsheim begegnet. Dort habe ich dann auch ausgiebigst meinen täglichen Frust ausgelassen. So könnte man PARODIUS durchaus therapeutischen Wert in der Bewältigung der Grundaus-bildungszeit zusprechen. Die PC Engine Version gleicht dem Arcade Original wie ein Ei dem anderen, hat aber auch noch ein Paar Features mehr zu bieten.

Eigentlich ist bei PARODIUS alles so wie bei einem gewöhnlichen Shoot'em Up, nur halt auf eine besondere Weise. Nach dem witzigen Intro erscheint ein Auswahlschirm mit vier Flugobjekten: Die Vic Viper ist ein stinknormaler Raumgleiter mit Missiles und Laserkanone, selbstverständlich bis zum Exzeß aufrüstbar. Der Octopus sieht so aus wie er heißt und ist mit Doppelschuß, Heckkanone und Schild ausgestattet. Die Bewaffnung der Twin Bee, die es selber zu einem eigenständigen Spiel geschafft hat, ist eine Mischung aus dem Arsenal der beiden ersten Kampfschiffe, dazu kommen noch ein Kraftfeld und ein Drei-Wege-Schuß. Der Pentarou sieht aus wie ein Pinguin und verfügt über eine Streuwaffe, dazu hat ist er auch noch im Besitz einer schützenden Luftblase.

Als nächstes steht die Wahl zwischen automatischer und manueller Extrawaffen Aufrüstung an, dann darf man sich auch schon in die acht, sehr lang geratenen Level stürzen. Das geht alleine oder zu zweit, im Simultan-Modus, muß man sich allerdings die Continues dann brüderlich teilen.

Das Gameplay ist schlichtweg gigantisch: Die Steuerung funktioniert tadellos, und das Spieldesign wurde von den japanischen Entwicklern bis ins Detail ausgetüftelt, zum Beispiel hängt die Gegnerdichte von der eigenen Bewaffnung ab. Dazu paßt die knallbunte, abwechslungsreiche und super animierte Grafik. Die Soundbegleitung besteht aus Musik der Ohrwurm-Klasse, samt Wiedererkennungseffekten für Kenner von Konami Ballereien, sowie fetzigen FX. Lediglich die Sprachausgabe ist ein bißchen schwachbrüstig.

Kurzum, ein Wahnsinn von einem Ballerspiel - man darf sich bloß nicht daran stören, daß all die Bauchtänzerinnen, Killer-Küken und Katzen-Raumer aus dem Alptraum eines übergeschnappten Comiczeichners entsprungen zu sein scheinen...

Die SNES Version von PARODIUS, ist in Anbetracht der technischen Überlegenheit gegenüber der PC Engine gelinde gesagt einfach zwei Stufen schlechter. Es ruckelt und zuckelt an allen Ecken und Enden. Ansonsten ist PARODIUS immer noch ein 1A Shoot’em Up für das Super NES.

Hersteller: Konami
Erscheinungsjahr: 1992
Genre: Shoot’em Up
System: SNES

Text by AJM/FTL of RAMS-es

Negative Aspekte:
Etwas Farbarm

Positive Aspekte:
Gute Speed

Infos zur Spielzeit:
RAMS-es hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    RAMS-es
  • 7.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 6/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 8/10
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