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Parasite Eve 2: "Ich bin infiziert mit dem..." - Leser-Test von BulleHermann


1 Bilder Parasite Eve 2:
Ungewohntes aus dem Hause Squaresoft: "Parasite Eve 2" ist die Fortsetzung eines Spiels, das so recht in keine Schublade passen will: Eine Mixtur aus Horror und Adventure mit Rollenspielelementen. Ich war recht überrascht, dass es das Spiel nach Deutschland geschafft hat - der Vorgänger war nämlich nur als Import zu bekommen. Da RE zu meinen absoluten Lieblingsspielen gehört und Squaresoft eigentlich auch nie etwas Schlechtes fabriziert, war ich nicht überrascht, dass sich Parasite Eve 2 einige Wochen beharrlich weigerte, meine PSX zu verlassen.


Story:
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Aya ist Mitglied einer Abteilung des FBI, die sich auf das Aufspühren und Vernichten von NMCs zur Aufgabe gemacht haben. Dies steht für Neo-Mitochondrien-Creature, ein Lebewesen, welches dank Genmanipulation in Sachen Kraft und Bösartigkeit meinen heissgeliebten Zombies aus RE in nichts nachstehen. Aya selbst verfügt ebenfalls über eine veränderte DNA und kann ihre eigenen Mitochondrien dazu bringen, Energie zu erzeugen um diese dann zu kanalisieren und als Feuerball oder Blitzgewitter auf die Gegner niederprasseln zu lassen.

Zu Beginn trainiert sie fleissig am hauseigenen Schiessstand (mit drei "s" sieht das Wort richtig doof aus...), als sie den Befehl erhält, sich im Tower der Stadt einmal umzusehen. Hier wurde ein ganzes SWAT-Team aufgerieben - sogar ein Hubschrauber der Polizei wurde abgeschossen. Obwohl offiziell Terrorristen das Gebäude besetzt halten, ist die Tatsache, dass Aya der Fall übertragen wurde Beweis genug dafür, dass hier wohl NMCs ihr Unwesen treiben.

Nur mit ihrer mickrigen 9mm Dienstpistole und ihren übersinnlichen Fähigkeiten ausgerüstet, schleicht sich Aya hinter die feindlichen Linien und muss prompt miterleben, wie vor ihren Augen ein scheinbar harmloser Zivilist zu einem zähnefletschenden Monster mutiert - kein sehr hübscher Anblick. Sie findet heraus, dass die Viecher ferngesteuert werden und folgt einer Spur nach Dryland, wo sie in einem unterirdischen Labor eine grausame Entdeckung macht...


Das Spiel:
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Von Anfang an zieht einen die spannende Story in seinen Bann. Man weiss nie, was im nächsten Raum wartet und tappt leicht in so manche Falle. Dabei bekommt man wegen den haarsträubenden Mutationen schonmal eine Gänsehaut, richtig beängstigend wie bei RE mit seinen umherschlurfenden Zombies wird es jedoch nicht. Das Spiel verläuft ausserdem sehr blutarm: Die Monster lösen sich nach ihrem Tod einfach auf und hinterlassen nur ein paar Schleimflecken.

Nach jedem Kampf erhaltet ihr Erfahrungspunkte, die ihr dazu benutzen könnt, neue Zauber freizuschalten oder die Stärke bereits vorhandener zu steigern. Ausserdem verdient ihr durch das Ausschalten von Gegnern sog. Bullet Points, die ihr an bestimmten Stellen im Spiel gegen grosskalibrige Waffen und extra Munition eintauschen könnt.

Manchmal versperren euch nicht nur Fledermausschwärme und beissfreudige Hunde den Weg, sondern auch eines von wenigen Rätseln, die aber alle durchaus lösbar sind. Wer also Gehirnakrobatik befürchtet, wie sie in RPGs üblich ist, der darf erleichtert sein: Gegner bekämpfen steht eindeutig im Vordergrund ;)


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