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Parappa the Rapper: Nix von wegen Müll - Leser-Test von Andy1977


1 Bilder Parappa the Rapper: Nix von wegen Müll - Leser-Test von Andy1977
Zuerst einmal muss ich mich wundern: Dachte ich doch, ich würde zu den Parappa the Rapper-Skeptikern gehören, weil ich das Spiel 'nur' gut finde. Als ich hier die Berichte auf Gamezone.de gelesen habe, ist mir richtig bewußt geworden, wie schlecht man das Spiel finden kann.
In Japan und auch in Amerika ist das Spiel jedoch ein absoluter Renner gewesen und wurde von zahlreichen Kritikern hoch gelobt (ja, auch in Amerika!). Was steckt nun hinter dem Mythos Parappa the Rapper, einem Spiel, welches auf Gamezone.de anscheinend kaum Freunde gefunden hat?

Die Story ist eigentlich stumpfsinnig: Parappa hat sich in Sunny verliebt und möchte sie irgendwie beeindrucken. Deshalb fängt er an zu rappen: Dank mehrerer Lehrer lernt er Dinge wie Auto fahren oder Kochen und dies mit Hilfe der Musik, sowie deren Rhythmus. Hört sich genauso bescheurt an, wie es sich liest. Im Endeffekt wird des Nachrappen mehrerer Lieder mit einer eigenwilligen Story unterstrichen, die eigentlich nix mit dem Spielkonzept zu tun hat.

Noch schlimmer wird es, wenn man sich die Namen der Lehrer anschaut: Chop Chop Master Onion (ein Kung-Fu Lehrer mit einem Knoblauchkopf), Instructer Mooselini (ein Elch als Fahrlehrer), Prince Fleaswallow (nicht identifizierbarer Grünling) und Cheap Cheap the Cooking Chicken (eine Henne mit Kochkünsten) geben sich die Ehre.

Das Aussehen der Figuren ist mindestens genauso seltsam: Die Figuren sehen billig gezeichnet aus und sind so platt wie z.B. in Paper Mario. Auch alle Gegenstände und Objekte werden so dünn dargestellt wie ein Blatt Papier. Da werden Größenverhältnisse überzogen, alles wackelt schräg vor sich hin und dazu kommen noch so knallbunte Farbe, dass Twin Bee (von Konami) wie ein schwarz-weiß Spiel daherkommt. Aber die Grafik zieht diesen Stil vollends durch und besitzt deshalb einen eigenwilligen Charme: So kindlich das auch aussieht, das Spiel hat auch dank der Grafik einige Fans gefunden. Es ist nämlich gar nicht mal so einfach, so was hinzukriegen. Grafikfehler oder Stilbrüche sind nicht zu finden und so blöd es sich auch anhört: Es passt zum Rest des Spieles.

Das Spiel selbst ist ein einfaches Rhythmus-Spiel: Eine Button-Zeile zeigt Ihnen an, an welcher Stelle Sie welchen Knopf drücken müssen. Jeder Knopf steht für einen bestimmten Laut.
Zuerst wird eine Reihe vorgegeben, welche danach von Ihnen wiederholt werden muss. Je nach dem wie gut Ihr Timing ist, werden Sie entweder als 'Cool', 'Good', 'Bad' oder 'Awful' eingestuft. Vorweg: Bevor Sie ein Lied nicht einmal mit 'Good' bestanden haben, können Sie den 'Cool'-Status nicht erreichen. Falls Sie 'Bad' oder 'Awful' am Ende des Liedes waren, müssen Sie es noch einmal probieren. Werden Sie beim 'Awful'-Status noch schlechter, wird das Lied sogar vorzeitig abgebrochen.
Soweit hört sich das nach einem simplen Senso-Spiel an. Jedoch gibt es beim 'Cool'-Ranking eine Besonderheit: Können Sie diesen halten, verschwindet der Lehrer und Sie dürfen alleine rappen. Hier heißt es improvisieren und im Takt mitdrücken, so gut es geht.

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