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Pac-Man World: Kultig und süß - Leser-Test von pineline


1 Bilder Pac-Man World: Kultig und süß  - Leser-Test von pineline
Wenn das Wort "Urahn", "Klassiker", "Meilenstein" oder ein Begriff von ähnlicher Bedeutung auf ein Videospiel zutrifft, dann ganz bestimmt auf "Pac Man". Wer von Euch mit dem Namen überhaupt nichts anfangen kann, interessiert sich entweder erst seit kurzem für Dinge die mit dem PC zu tun haben oder muss jünger als 10, 12 Jahre alt sein, das denke ich jedenfalls. Na egal, ich will Euch jedenfalls nicht mit einem Bericht über eine uralte Version aus den 80er Jahren quälen, sondern erzähle Euch über eine Version für die Sony Playstation, welche ich im Jahr 2000 in meinen Besitz bringen konnte. Obwohl gerade sogenannte neuere Versionen alter Klassiker oft nur einen müden Abklatsch darstellen, investierte ich damals mutig knapp 30€ in dieses Playstationspiel und kann ich sagen, dass ich tatsächlich keinen einzigen Euro zuviel bezahlt habe, denn bei "Pac-Man World" handelt es sich in der Tat um ein weit überdurchschnittlich gutes Spiel, wobei es dem Genre der 3D-Hüpfspiele zuzuordnen ist, also gerade für die Fans von Jump and Runs interessant sein dürfte.

Seit der berühmten Automatenversion in den Spielhallen sind mittlerweile gut zwei Jahrzehnte vergangen, die Frage stellte sich daher für mich, ob der gelbe Pac-Man vielleicht nicht doch einiges von seinem Charme im Laufe der Zeit eingebüßt hat. Die Geschichte von "Pac-Man World" beginnt damit, dass unsere gelbe Kultfigur eines Tages vom Einkaufen nach Hause kommt und feststellen muss, dass seine gesamte Verwandtschaft spurlos verschwunden ist. Es stellt sich kurz darauf heraus, dass der Fiesling Toc-Man dafür hauptverantwortlich ist. Pac-Man zögert natürlich keinen Augenblick und macht sich auf, den bösen Ganoven in seine Schranken zu verweisen, in erster Linie natürlich deswegen, um seine geliebte Familie befreien zu können. Insgesamt führt uns dieses Abenteuer in sechs grundverschiedene Spielwelten, die jeweils aus zwei bis drei Abschnitten bestehen, woraufhin uns ganz am Ende einer solchen Welt ein Endkampf gegen einen besonders mächtigen Bösewicht erwartet.

Was die Spieltechnik angeht, so merkt Ihr schnell, dass diese auf dem (damals) aktuellen Stand ist, denn sämtliche Spielabschnitte werden uns als 3D-Szenarien präsentiert. Dabei sind die einzelnen Gebiete teilweise riesengroß und wecken phasenweise sehr stark den Forscherdrang in Euch, zu entdecken gibt es jedenfalls erfreulich viele Dinge. Außerdem kommen auch in Pac-Man Word die weltberühmte Labyrinthe zur Geltung, wobei Ihr mit einigen Gemeinheiten konfrontiert werdet und zahlreichen tückischen Fallen ausweichen müsst. So sind im sogenannten "Maze-Modus" sage und schreibe 36 Labyrinthe enthalten, kaum eines gleicht dabei einem anderen, jedenfalls wird hier Euer Hüpfspiel-Talent bis aufs Äußerste gefordert. Ihr saust dabei in Windeseile durch die Gänge, weicht blitzschnell feindlichen Attacken oder gemeinen Fallen aus und springt wie von der Tarantel gestochen über Abgründe und schwebende Plattformen. Damit Ihr bei dem teilweise doch sehr rasanten und hektischen Spielgeschehen stets den Überblick behaltet, könnt Ihr mit der Kamera heran- und auch wieder wegzoomen, der Bildschirm scrollt dabei butterweich in alle Himmelsrichtungen. Gerade das ist eine sehr große Stärke dieses Spiels, hier wurden meine Erwartungen sogar noch übertroffen.

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