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Olympic Gold: Olympia 92 für die Tasche - Leser-Test von Restrictor


1 Bilder Olympic Gold: Olympia 92 für die Tasche - Leser-Test von Restrictor
1992 kam es zu einer merkwürdigen Situation. Die olympischen Spiele von Barcelona standen vor der Tür, doch nur Besitzer von Sega Konsolen wurden mit spielerischen Umsetzungen mit Lizenz bedient, während Nintendo Jünger damals ins Rohr schauen mussten, aber dafür auch massig unlizenzierte Leichtathletikspiele bekamen.

Nun denn. Olympic Gold für das Game Gear war überwiegend ein Buttonsmasher. Die Leichtathletikwettbewerbe (100 Meter Lauf, 110 Meter Hürden) konnten problemlos mit schnellem Knopfmalträtieren gewonnen werden. Aber es gab auch komplexere Sportarten.

So zum Beispiel Bogenschießen. Nachdem man den Pfeil eingespannt hat, kann man die Zielscheibe sehen und muss zielen. Leider erschwert das Ganze ein meines Erachtens durchaus realistisches Ruckeln, da der Bogen enorm gespannt ist und keine Ruhe gibt. Ihr müßt also genau dann schießen, wenn ihr genau die Mitte anvisiert. Zögert ihr auch nur eine halbe Sekunde, ist der Bogen nicht mehr auf der Höchstpunktzahl 10, sondern auf 9 oder 8.

Auch der Stabhochsprung ist recht anspruchsvoll. Im Gegensatz zu anderem Spielen ist es hiermit nicht getan, kurz vor der Sprunganlage nur einen Knopf zu drücken und zu sehen, ob euer Sportler die Höhe schafft. Erstmal müßt ihr gehörig Anlauf nehmen. Vor der Sprunganlage müßt ihr noch einige Steuerkreuz Befehle geben, damit alles hervorragend klappt. Das erfordert ein prima Timing und einiges an Übung. Dennoch bin ich der Meinung, dass dieser Wettbewerb etwas zu komplex ausgefallen ist.

Die komplexeste Sportart auf dem Modul ist aber immer noch das Turmspringen. Vor dem eigentlichen Wettbewerb, bestimmt ihr erstmal eure Sprungbewegungen. Je anspruchsvoller diese sind, um so höher wird die Wertigkeit des Sprunges. Diese wird hinterher mit dem Urteil der Sprungrichter verrechnet. Nachdem ihr euch für die Bewegungen entschieden habt, müßt ihr auch noch den Federwiderstand des Brettes einstellen! Denn ihr müßt wissen, wie lange ihr in der Luft bleibt, denn die Punktrichter sehen es nicht gerne, wenn man schon einen Meter vor Wassereintritt in der für diese Aktion üblichen gestreckten Haltung ist.

Was sehr gut umgesetzt wurde ist das Wettbewerb System. Bei manchen Spielen lauft ihr die 100 Meter einmal und gut ist. Hier müßt ihr jedoch erst einmal Qualifikationsläufe starten. Gewinnt ihr diesen, seit ihr automatisch für das Finale qualifiziert. Falls nicht, müßt ihr darauf hoffen, dass eure Zeit ausreichen gut war um eine „Wildcard“ für das Finale zu bekommen, wo es sich um die Medaillen entscheidet. Auch beim Bogenschießen gibt es mehrere Runden und ihr bekommt zwischen jeder Runde angezeigt, wie ihr denn im Vergleich zur Konkurrenz steht.

Mein Fazit: Es ist wirklich schwer zu entscheiden, welches Spiel damals besser war. Olympic Gold oder Track & Field von Konami. Jedes hatte gewiß seine Vorzüge, doch Track & Field bot einfach mehr Motivation auf Rekordjagd zu gehen, da dort bei manchen Sportarten ein Sprung- oder Wurfwinkel eingestellt werden mußte, so dass immer Raum für Verbesserung war. Das fehlt bei Olympic Gold ein bißchen, aber dafür hat man dort die bessere Atmosphäre, denn dort gibt es ein besseres Wettbewerbssystem mit Qualifikationsrunden und man bekommt zudem auch die Eröffnungs- sowie die Abschlussfeier der Sommerspiele zu Gesicht. In jedem Fall ist es aber das beste Leichtathletikspiel für Segasysteme geblieben.

Negative Aspekte:
der Wettbewerb Turmspringen

Positive Aspekte:
Lizenz verschafft Atmosphäre

Infos zur Spielzeit:
Restrictor hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Restrictor
  • 7.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 5/10
    Atmosphäre: 8/10
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