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Oddworld: Munch's Odyssee - Oddworld - Leser-Test von buckshot


1 Bilder Oddworld: Munch's Odyssee - Oddworld - Leser-Test von buckshot
Als im Spätsommer letzten Jahres Lorne Lanning, seines Zeichens der Erfinder und Kopf hinter Oddworld: Munch's Oddysee, verkündete man werde nicht mehr, wie ursprünglich geplant für die PS2 sondern Microsoft's X-Box entwickeln, schien dies für Sony wie ein Schlag ins Gesicht. Der gute Mann hatte wohl seine Bedenken, das epochale Meisterwerk könne durch texturarme und Treppchen-Effekt geplagte Spielgrafik den hohen optischen Ansprüchen nicht gerecht werden. Tatsächlich mehren sich seit dem kritische Stimmen welche der PS 2, aufgrund des limitierten 4MB Videospeichers und den sich hartnäckig haltenden Anti Aliasing Problemen, nur eine Übergangsphase in Sachen 128 Bit Technologie prophezeien. Umso interessanter ist somit, wie sich der zweite Teil der Oddworld Quintology im momentanen Entwicklungsstand auf der X-Box präsentiert.

Ähnlich dem schlaksigen Mudokaner Abe, ist auch Munch kein Held, wie man ihn sich Idealerweise vorstellt. Vom Volk der Gabbits sieht das kleine Amphibienwesen wie eine Art Frosch auf einer Flosse aus. In Gewässern kann Munch damit zwar recht flink und elegant umher schwimmen, an Land wirkt er jedoch äußerst unbeholfen. Dazu kommt, dass sich der arme Kerl sein "Bein" in einer Bärenfalle verletzt hat, welche die manischen Vykker zu Hauf aufstellen, um lebendigen Nachschub für Ihre Tierexperimente zu fangen. Aus diesem Grunde bedient sich Munch abwechselnd eines Rollstuhls oder lässt sich von seinem Teammate Abe zähneknirschend, durch die weitläufigen Stages tragen. Obwohl von der Stroyline bisher noch nicht sonderlich viel preisgegeben wurde, verspricht sie erneut jede Menge unkonventioneller Handlungsabläufe, gespickt mit zynischer Sozialkritik, ohne jedoch den erhobenen Zeigefinger zu bemühen. Derzeit ist lediglich bekannt, dass die Mutter von Abe entführt wurde und sehnsüchtigst auf ihre Rettung wartet. Erschwerend wirkt sich auf diese Mission die Tatsache aus, dass Forscher des Vykkers Pharma Konzerns, zum Zwecke medizinischer Versuche jagt auf jegliches Leben machen, und dabei ganz scharf auf Munch's überdimensionale Lunge sind.

Im Spielverlauf treffen die Beiden dabei auf eine ganze Schar von teils bekannten, teils vollkommen neu designten Wesen. Wer die Prequels kennt ist mit den geselligen Mudokanern, Paramite-Spinnen, bissigen Slog-Dogs, bösartigen Glukkonen und übel gelaunten Slig-Wachen sicherlich bestens vertraut. Letztere haben jetzt übrigens ein zweites Auge spendiert bekommen, wodurch ihnen mehr Ausdruck und Charisma verliehen werden kann. Dazu gesellen sich neben den erwähnten Vykkern, knuddelige Fuzzle-Pelztiere, die an Turtles erinnernden Meetles, welche entweder als Reittiere oder Kampfdruiden benützt werden können, sowie diverse Blechkameraden in Form von Robotern. Obwohl Munch's Oddysee mit einem linearen Spielverlauf aufwartet, ist durch verzweigte Stages, zahlreiche Unteraufgaben und riesige Levelareale für langanhaltenden Spielspaß gesorgt. Wer sich ausgiebig in den Planetenlandschaften tummelt und jedes kleine Detail erkunden möchte, wird mit einer Spieldauer von rund 80 Stunden belohnt.

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