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No One Lives Forever: The Operative im Gamezone-Test


1 Bilder No One Lives Forever: The Operative im Gamezone-Test

Die Siebziger scheinen nicht aus der Mode zu kommen. Während sich James Bond bemüht immer moderner zu werden machen andere aus der Liebe zur Vergangenheit einen Kult. Monolith Productions schickte sich bereits zum ende des Jahrtausends an mit auf den Zug von Austin Powers und Italian Job zu springen und lieferte dabei, ganz im Stillen, einen wahrlich meisterhaften Ego-Shooter ab.

Der Geheimdienstorganisation UNITY sterben die Agenten weg wie die Fliegen. Offensichtlich steckt eine Terror-Organisation mit Namen "H.A.R.M." hinter den Morden, denn an allen Tatorten findet man eine rote Tulpe vor, was ein eindeutiger Hinweis auf einen ganz bestimmten Profikiller dieser Organisation ist. Da die Anzahl der verfügbaren Agenten inzwischen ziemlich begrenzt ist, entschließt sich UNITY die in der Reserve gehaltene Cate Archer einzusetzen. So beginnt die erste der 15 Missionen die linear abgearbeitet werden wollen. Von Marokko über Nordamerika und den Tropen bis hin ins heimische Hamburg und Berlin reichen dabei die Einsatzorte. Selbst direkt in den Weltraum führt uns eine Mission von Cate. Dabei fällt besonders positiv auf, dass man die Missionen meistens auf verschiedenen Wegen erfüllen kann. So steht es einem meist frei, ob man z.B. die Wache per Schuss außer Gefecht setzt oder ob man versucht hinter ihr vorbei zu schleichen. Beides ist möglich. Die Charaktere verhalten sich dabei ziemlich clever, suchen unter Beschuss Deckung hinter Blumentöpfen, sie alarmieren Andere die daraufhin zu Hilfe eilen und sie führen Gespräche untereinander die man belauschen kann. Ähnlich vielseitig gibt sich auch unsere Hauptdarstellerin, welche nicht nur gut mit Schusswaffen umgehen kann, sondern ganz nach Geheimagentenmanier die Haarspange benutzt um ihre Widersacher damit zu vergiften und anschließend mit einem Pülverchen aus dem Labor deren Leichen komplett auflöst, man will ja keine Spuren hinterlassen. Doch auch das Knacken von Schlössern oder der Umgang mit dem Schweißgerät im Lippenstift gehört zu ihren Fähigkeiten. Dazu existieren im Spiel noch eine Unzahl an geheimen Dokumenten, Diplomatenkoffern und Filmen die man zur Erfüllung der Missionen benötigt, bis uns am ende jedes Levels ein Endgegner meistens in Form der Mafia-Bosse begegnet.

Die Grafik kann nicht mehr ganz mit aktuellen Produkten mithalten, ist aber keinesfalls schlecht. Die Locations sind alle ausreichend detailliert und werden durch die Interaktion der NPGs untereinander gut belebt. Die PS2-Version beinhaltet zudem die Möglichkeit die Sterbesequenzen der Charaktere abzuschalten, für die schwächer besaiteten unter uns. Ebenso stehen neben der deutschen Synchronisation auch noch die original Englische zur Verfügung, welche den britischen Witz natürlich besser transportiert als die Deutsche, die sich aber nicht verstecken muss. Besonders die Stimme von Cate Archer ist IMO gut gelungen und kann sich hören lassen. So wie auch die restliche Soundkulisse, die neben den professionell abgemischten Geräuschen auch einen sehr ausgereiften Soundtrack zu bieten hat.

So entsteht ein Gameplay wie man es sich von einem 1st-Person-Shooter nur wünschen kann. Keinen Augenblick wird man im unklaren über die Missionsziele gelassen die auch immer recht logisch und verständlich sind. In Verbindung mit den vielen eingestreuten Videos baut sich so die Geschichte Stück für Stück auf ohne erst Motivationslücken entstehen zu lassen. Darum traue ich mich zu orakeln, dass man dieses Spiel, einmal begonnen, erst wieder beendet wenn man die letzte Mission erfolgreich bestanden hat.

  • Peter Grubmair"-"
  • Obwohl nicht mehr das neueste Game, besticht "No one lives forever" wegen des ausgereiften Gameplays und dem nicht vorhanden sein lästiger Kinderkrankheiten. Wer ein Faible für die 70er Jahre hat und gerne 1st-Person-Shooter und Action-Adventures spielt, der sollte unbedingt zugreifen, denn für diesen Preis ist kaum Besseres zu bekommen. Leider enthält die Playstation2 Edition nicht die aus der PC-Version bekannte Audio-CD, dafür hat man dem Game zwei zusätzliche Level spendiert.
No One Lives Forever: The Operative (PS2)
  • Singleplayer
  • 9 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 8/10 
    Sound 9/10 
    Steuerung 9/10 
    Gameplay 10/10 
Pro & Contra
Ausgereiftes Gameplay
abwechslungsreiche Story
gute deutsche Übersetzung
Nicht mehr ganz aktuell
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