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Nintendo erhält Millionenstrafe von der EU


1 Bilder Nintendo erhält Millionenstrafe von der EU
Der japanische Konsolen- und Videospielehersteller und sieben seiner offiziellen Vertriebshändler in Europa wurden von der EU Komission zu einer Gelstrafe von insgesamt 167,8 Millionen Euro verdonnert. Grund dafür sind gegenseite Absprachen, mit denen man versucht hat Produktauslieferungen von Hochpreis- in Niedrigpreisländern zu verhindern. Der Löwenanteil der Strafe geht mit 149 Millionen an Nintendo.
Diese hohe Geldstrafe begründete die Komission mit der der derzeitigen Marktposition Nintendos und dem hohen Status bei dem illegalen Verhalten Nintendos auf dem freien Markt. Ebenfalls dürfte eine Rolle gespielt haben, dass Nintendo nachdem das Verfahren gegen sie eingeleitet wurde, ihre rechtswidrige Marktpolitik fortgesetzt haben.
Den Beweisen der EU Komission zufolge, haben Nintendo und seine Vertriebshändler sieben Jahre lang - vom Januar 1991 bis 1998 - versucht die Preise in Europa absichtlich hoch zu halten. Demnach durften die Händler inoffizielle Exporte von einem Land in das andere nicht zulassen. Händler die diese sogenannten Parallellieferungen trotzdem tätigten, wurden von Nintendo zur Rechenschaft gezogen, in dem sie die Lieferungen stark einschränkten oder den Händler sogar komplett boykottierten. Die Aufdeckung solcher Händler war nur durch die intensive Zusammenarbeit der Unternehmen unter der Leitung Nintendos möglich.
Am besten waren diese Preisunterschiede im Jahr 1996 zu sehen, als bestimmte Nintendo Produkte in Großbritannien an die 65 Prozent weniger kosteten als zum Beispiel in den Niederlanden oder Deutschland. Ebenso groß auch der Unterschied anderer Ländern wie Spanien mit 67 Prozent, Italien mit 54 Prozent oder Schweden mit 39 Prozent. Nach 1996 ebbte dies zwar ein wenig ab, doch die preislichen Unterschiede blieben immer noch deutlich bestehen, so kosteten im Oktober 1997 alle N64 Konsolen, sowie in Großbritannien noch rund 33 Prozent weniger als in allen anderen Ländern der europäischen Union.

Olli007s Meinung:
So ist es Recht, das hat Nintendo auch verdient. Wer zu derart illegalen Mitteln greifen muss um sich am Markt zu behaupten, der sollte am besten gleich abtreten. Schade Nintendo, damit sich bestimmt wieder eine Menge treuer Kunden verloren gegangen.

Quelle: www.golem.de

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