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Ninja Commando: Ballern & Fluchen - Leser-Test von RAMS-es


1 Bilder Ninja Commando: Ballern & Fluchen - Leser-Test von RAMS-es
Wenn finstere Mächte die Erde bedrohen, gibt es für Konsolenzocker kein Halten mehr - ohne Zögern wird der Kampfanzug vom Speicher geholt, die Wumme umgeschnallt und das fiese Pack zur Hölle gepustet! Eine Routineaufgabe ist Alpha Denshis vertikal scrollende Metzelorgie NINJA COMMANDO aber selbst für abgebrühte Bildschirm Rambos nicht, schließlich hat der garstige Spider seine Kreaturen per Zeitmaschine quer durch alle möglichen Zeitalter gebeamt. Bloß gut, daß auch zwei Spieler gleichzeitig auf Monsterjagd durch die Epochen gehen können.

Zunächst darf sich jeder für seinen Lieblingsninja entscheiden. Drei Recken stehen zur Auswahl, alle sind sie mit tollen Waffen und noch tolleren Fähigkeiten ausgestattet: Die Söldner aus Fernost bringen von Haus aus Shurikens, Feuerbälle oder Pfeile mit und können auf Knopfdruck kurzfristig eine Mega-Ninja-Bombe abfeuern. Letzeres kostet freilich wertvolle Lebensenergie, aber wer den Feuerknopf besonders hektisch bearbeitet, kommt auch ohne aus - so lassen sich nämlich die regulären Schüsse vergrößern, beziehungsweise verbreitern. Dies wird auch anschaulich bei der Steuerungserklärung vor Spielbeginn dargestellt. Die ultimative Feuerkraft steht jedoch erst nach dem Einsammeln dreier Schriftrollen zur Verfügung, wenn sich die Helden plötzlich auch noch in einen unbesiegbaren Drachen, Tiger oder Adler verwandeln können, allerdings wiederum nur für kurze Zeit.

Diese ganzen Verwandlungen haben schon ihren Sinn, denn NINJA COMMANDO bietet in den sieben Zeitzonen imposante Gegner en Masse. Auf der Strecke zur Festung des Bösen wird zwar noch auf langweilige Wachen und Bunker gefeuert, aber sobald die Zeitmaschine erreicht ist, wird das Kanonenfutter spektakulärer. In der grauen Vorzeit erwarten Dinosaurier, Neandertaler und fleischfressende Pflanzen auf ihre Beseitigung. Mumien, Sklaven und angriffslustige Löwen machen uns das Bildschirmleben im vorchristlichen Ägypten zur Hölle. Im mittelalterlichen Japan bekommt man es selbstverständlich mit jeder Menge Samurais zu tun, und als Krönung werden zwei überdimensionale Sumu-Ringer als Zwischengegner aufgeboten.

Es ist einfach sagenhaft, was bei NINJA COMMANDO so an Fieslingen aufgeboten wird! Doch auch der Beschuß fester Ziele, zum Bedauern der Archäologen, lohnt sich, denn einstürzende Bauten enthalten oft genug feine Extras, wie zusätzliche Lebensenergie, besagte Schriftrollen oder gar einen Flammenwerfer. Im übrigen hinterlassen alle vernichteten Gegner Goldmünzen, für die am Levelende nochmals Lebensenergie eingekauft wird.

Hier kommt also Laune auf, was jedoch nicht allein der abwechslungsreichen Grafik zu verdanken ist. Zwar würden die bunten Hintergründe, gigantischen Schüsse und fetzigen Explosionen fraglos jeder Spielhalle zur Ehre gereichen, doch was soll das alles ohne ein ausgeklügeltes Gameplay? Trotz der immensen Feinddichte und dem langsam ansteigenden Schwierigkeitsgrad geht praktisch nie eines der wenigen Continues schuldlos verloren. Die zuverlässige Steuerung läßt den Spieler auch in größter Bedrängnis nicht im Stich. Bei soviel Perfektion sieht man auch gerne darüber hinweg, daß die Musik und Soundeffekte da nicht ganz mithalten können. Letzen Endes gehört NINJA COMMANDO in jede gut sortierte Neo Geo Sammlung.

Hersteller: ADK
Erscheinungsjahr: 1992
Genre: Action
System: Neo Geo

Text by AJM/FTL of RAMS-es

Negative Aspekte:
Hart und Härter.

Positive Aspekte:
Motivierend.

Infos zur Spielzeit:
RAMS-es hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    RAMS-es
  • 7.5%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 7/10
    Steuerung: 8/10
    Sound: 7/10
    Atmosphäre: 8/10
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