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Neverwinter Nights: Biowares Rollenspiel - Leser-Test von MaffyD


1 Bilder Neverwinter Nights: Biowares Rollenspiel - Leser-Test von MaffyD
Lange war Niewinter eine hoch angesehene Stadt, mit prachtvollen Bauten und viel Handel. Doch eine gefährliche Seuche, der sogenannte >Wailing Death<, brach in der Stadt aus. Die Stadt wurde unter Quarantäne gestellt, da man ein Übergreifen der Seuche auf andere Städte fürchtete. Lady Aribeth de Tylmarande, die Anführerin der in Niewinter ansässigen Akademie forderte alle, die schon immer ihren Heldenmut beweisen wollten dazu auf, ein Mittel gegen die Seuchenbedrohung zu finden. Unter den vielen Helden seid natürlich auch Ihr.

Nach 5 Jahren Entwicklungszeit hat Bioware nun sein von vielen langerwartetes Rollenspiel NEVERWINTER NIGHTS herausgebracht. Schon beim Blick in die Packung wird einem bewusst, dass man es mit einem anspruchsvollen Spiel zu tun hat. Grund dafür ist das 200 Seiten dicke Handbuch. Wenn man die "Kampagne" startet, geht es natürlich wie bei allen Rollenspielen erstmal an die Charakterauswahl. Diese ist sehr vielseitig und umfangreich ausgefallen und erinnert stark an Titel wie MORROWIND. Es gibt verschiedene Rassen ( Beispiele : Menschen, Elfen, Orks, etc...), die alle ihre Vor- und Nachteile in verschiedenen Skills haben, beispielsweise im Umgang mit bestimmten Waffen. Desweiteren muss man danach eine Art Skillrichtung wählen ( Beispiele: Bogenschütze, Magier, Paladin, etc...), die selbstverständlich auch Veränderungen in den Skills mitsich bringen. Der Kämpfer kann besser mit Waffen umgehen als der Magier aber dafür natürlich längst nicht so gut mit Magie verglichen mit dem Magiebegabten. Nachdem man noch schnell eines der schön gezeichneten Portraits für seinen Charakter ausgewählt hat gehts auch schon ins Spiel.


Noch bevor man in der Stadt Niewinter steht fällt einem die sehr kurz geratenen Ladezeiten auf. Das ist auch gut so denn jede Inneneinrichtung eines Hauses o.ä. muss neu geladen werden. Dann steht man im Tutorial, bei dem sich die Jungs von Bioware richtig Mühe gegeben haben. Es wird noch bei dem Tutorial angefangen die Story von NWN zu erzählen, und man kann sich natürlich durch Gespräche mit diversen Leuten auch noch zusätzlich informieren, was sich oft als äußerst nützlich herausstellt.

Die Grafik kann nicht vollständig überzeugen. Die Charakter unterscheiden sich natürlich komplett von einander und man sieht auch die aktuelle Rüstung usw am Körper des Helden, aber insgesamt hätten die Figuren detaillierter ausfallen können. Auch die Levels sind nicht eine Besonderheit was die Grafik angeht, aber durchaus auch keine negative Besonderheit! Was das Spiel dennoch optisch ansprechend macht sind die wundervoll anzuschauenden Echtzeitschatten der Figuren, und auch die Zaubereffekte sind sehen sehr gut aus.

Die akustische Untermalung von NWN ist spitze, dank einem stimmungsvollen Soundtrack und guten sonstigen akustischen Effekten.

Wenn man zum wohl wichtigsten Part, der Bedienung kommt, wird man positiv überrascht. Die Steuerung ist unkompliziert und gut durchdacht, nur bei der Wegfindung über weitere Strecken hängt der Charakter schonmal gerne an der Häuserecke. Dank Pausenfunktion kann man jederzeit in Ruhe überlegen, welchen Zauber man anwenden will oda welche Kampftechnik, das macht sich besonders in komplizierteren Kämpfen bezahlt. Allerdings, wie schon erwähnt, sind Kämpfe sehr viel unkomplizierter als angenommen. Im Prinzip muss man nur auf den Gegner klicken, den Rest erledigt das Programm. Doch hier merkt man den Unterschied zu zB Diablo. NWN basiert auf der neuesten Ausgabe der Dungeons And Dragons Regeln, d.h. es wird rundenbasiert gekämpft., der Gegner hat eine Attacke und unser Held eine Parade, dann hat unser Held eine Attacke usw, dieses Verfahren wird vom Computer erledigt, man muss nicht immerwieder neu angreifen. Das mag im ersten Moment abschreckend klingen, gerade für Fans von Diablo und Co, doch es entpuppt sich als wahre Augenweide. Durch klare Trennung von Attacke und Parade sehen die Kämpfe ziemlich gut aus, was auch den hervorragenden Animationen zu verdanken ist. Da sprühen Funken wenn die Schwerter aufeinander knallen, da weicht der Held durch einen schnelles Duckmanöver dem gegnerischen Schwert gerade nochmal aus und vieles mehr. Dadurch bemerkt man die Rundenbasiertheit der Kämpfe garnicht mehr, es könnte auch Echtzeit sein. Durch Klick mit der rechten Maustaste auf ein bestimmtes Objekt öffnet sich ein Menü, in dem man verschiedenste Aktionen oder erlernte Zauber auswählen kann. Durch Drücken der Pausenfunktion kann man so ganz in Ruhe den passenden Zauber für einen Gegner aussuchen.
Ein weiterer positiver Aspekt ist die Quickbar am unteren Rand, in der man schnell Zugriff auf ausgewählte Waffen hat, aber auch auf Heiltränke oder Zauberformeln.

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