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Need For Speed: Hot Pursuit 2 - Raserei im Ruckelland - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Need For Speed: Hot Pursuit 2 - Raserei im Ruckelland - Leser-Test von HALLofGAME
Mit Need for Speed – Hot Pursuit 2 kehrt einmal mehr ein Spiel auf die Konsolen zurück, daß man getrost schon als ein Stück Konsolengeschichte bezeichnen kann. Ob man die Serie nun liebt oder haßt, wer sich seine ganz persönlichen Träume von den verschiedenen Luxuskarossen dieser Welt zumindest virtuell erfüllen will, kommt an dem aktuellen Sequel der Serie ein weiteres Mal einfach nicht vorbei. Und erstmals in der Geschichte der Rennspielserie kommen diesmal auch Besitzer einer Nintendo Konsole in den Genuß der edlen Luxusraserei. Doch wie groß ist der Genuß für die Cubisten wirklich?

Kern des Spieles sind die beiden, mit jeweils 33 Wettbewerben recht umfangreich ausgefallenen Modi Meisterschaft und Hot Pursuit. Sie bieten alleine vom Umfang her wochen- für Gelegenheitsspieler gar monatelangen Spielspaß, wobei man allerdings nicht zu viel Unterschiedlichkeit erwarten sollte. Im wesentlichen bieten nämlich beide Spielmodi das selbe, lediglich einmal mit wachsamen Cops im Nacken (Hot Pursuit) und einmal ganz ohne das wachsame Auge des Gesetzes. Von diesem, zugegeben nicht unwichtigen Detail abgesehen gilt es ansonsten nahezu die gleichen, allerdings sehr abwechslungsreichen Aufgaben zu lösen, die von simplen Fahrzeugüberführungen (sprich Time Attack Rennen) über normale Meisterschaftsrennen bis hin zu diversen K. O. Wettbewerben reichen. Und selbstverständlich gönnt uns Electronic Arts natürlich gelegentlich auch den Spaß, einfach mal die Seiten zu wechseln und als Cop selbst Jagd auf die Geschwindigkeitssünder zu machen. Je nachdem, wie gut man die einzelnen Aufgaben löst und eventuelle Vorgaben erfüllt, schaltet man weitere Missionen frei. Hierzu bieten beide Spielmodi einen entsprechenden Verzeichnisbaum, der wesentlich übersichtlicher als in der PS 2 Version komplett auf dem Bildschirm dargestellt wird.
Daneben werden die unterschiedlichen Platzierungen auch noch mit Punkten belohnt, die zum Kauf von Strecken und Fahrzeugen etwa für Einzelrennen oder Zwei-Spieler Rennen benötigt werden. Hier sollte man sich allerdings nicht allzuviele Überraschungen erwarten, schließlich hat man die Angebotspalette im Wesentlichen schon in der Meisterschaft und dem Hot Pursuit kennengelernt.

Das ganze findet statt auf den verschiedenen, in unterschiedlichen Variationen (rückwärts, gespiegelt, etc. ) vorliegenden Strecken statt, die sich größtenteils durch ihren erfreulich großen Umfang und die zahlreiche vorhandenen Abkürzungen auszeichnen, die einem nicht nur im Kampf um die Plätze, sondern auch im Kampf gegen die Cops oft gelegen kommen. Andere Überraschungen bleiben allerdings aus, da schnell ein Gewöhnungseffekt eintritt. Zieht man nämlich einmal alle Variationen ab, schnurrt die anfänglich beeindruckende Zahl von 48 Strecken nämlich so rasant zusammen, das nicht mehr viel fehlt und man könnte sie an einer Hand abzählen. Die einzelnen Grafiksets sind allesamt nett gemacht, bleiben aber insgesamt gemessen an dem, was wir andernorts als Spieler schon gesehen haben, unter dem Strich doch recht unspektakulär. Im Gegensatz zur PS2 Version sind die Farben etwas kräftiger ausgefallen, dafür fehlt so mancher Grafikeffekt, wie etwa der sichtbehindernde Rauch eines Waldbrandes, der den Sony-Jüngern das Leben schwer macht. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, kommt auch der umfangreiche Fuhrpark nicht spektakulärer daher. Zwar ist jede einzelne der internationalen und lizensierten Luxuskarossen ansprechend und mit hohem Wiedererkennungswert in Szene gesetzt worden, doch auch hier gilt leider inzwischen: Anderswo hat man es längst noch besser gesehen. Was den potenziellen Raser allerdings nicht abschrecken sollte, da sich zur gelungen zweckmässigen Darstellung der Fahrzeuge immerhin auch eine sehr angenehme Steuerung gesellt, die den gewünschten Arcadefahrspaß aufkommen läßt, ohne dabei allzu aufdringlich unrealistisch zu wirken. Abgerundet wird das Ganze durch den durchaus gelungenen Sound, bestehend aus aktzeptablen Motorensounds und Effects, einer gelungenen, weil halbwegs engagierten deutschen Synchronisation der Cops. Und nachdem Electronic Arts über sein eigens gegründetes Label EA Traxx noch den einen oder anderen Extradollar in die Firmenkasse leiten will, sollten die Tage der schlechten Songs in EA Spielen wohl vorbei sein. Hot Pursuit 2 kann sich jedenfalls auch in dieser Disziplin gut hören lassen!

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