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NHL Hitz 20-02: War on Ice - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder NHL Hitz 20-02: War on Ice - Leser-Test von HALLofGAME
Wer sich auch nur halbwegs für Eishockey interessiert, weiß, das alles was sich bei uns rund um den kleinen schwarzen Puck abspielt, nichts ist im Vergleich zur amerikanischen NHL, der härtesten Liga der Welt. Wo europäische Teams schon ihr Powerplay aufziehen, laufen die US-Boys meist noch im Schongang. Und wem das noch nicht reicht, der kann nun zu Midways NHL Hitz greifen, das in Punkto spielerische Härte noch ein paar Gänge hochschaltet! Da trifft es sich gut, daß in den NHL Hitz Arenen Schiedsrichter von vorneherein Hausverbot haben...

Neben dem üblichen Exhibition Modus für das schnelle Spielchen zwischendurch und der Abteilung Skills, einer Sammlung von Minispielchen, wie man sie z.B. auch aus einem Game wie Virtua Tennis kennt, liegt das spielerische Schwergewicht von NHL Hitz auf den beiden umfangreichen Championship- und Franchise-Modi. Im Championship gibt sich NHL Hitz ganz traditionell und schickt den Spieler auf die Jagd nach der begehrten NHL Meisertrophäe, dem Stanley-Cup. Über insgesamt dreissig Spiele gegen die einzelnen Mannschaften der NHL führt der Weg zum Cup und hier, wie auch im Franchise Mode zählt nur der Sieg! Jedes verlorene Match muß arcademässig bis zum Sieg wiederholt werden, bevor es weitergehen kann. Zur Not darf in diesem Modus aber auch jederzeit (auch innerhalb der einzelnen Partien) am Schwierigkeitsgrad gedreht werden. Neben der Aussicht auf die höchste Ehre im amerikanischen Eishockey gibt es hier ausserdem Bonuspunkte zu gewinnen, mit denen im Hockey Shop allerlei Goodies freigeschaltet werden können.

Das Championship eignet sich ideal zum Einstieg in das Game, von etwas schwererem Kaliber ist da schon der Franchisemode, denn hier müssen auf der Jagd nach dem fiktiven Midway Cup nicht nur ganze 50 Matches siegreich beendet werden, der Spieler muß zusätzlich auch noch die Mannschaft, die dies schaffen soll, selbst erstellen und ausbilden! Anders als in herkömmliche Spielen gehen bei NHL Hitz in allen Spielmodi neben dem Torwart nur drei Spieler aufs Eis, im Franchise Modus umfasst der Mannschaftskader dementsprechend auch nur sechs Spieler, was angesichts der nicht gerade großzügig zugeteilten Fähigkeitspunkte aber auch mehr als ausreicht. Kommen dem Spieler die ersten Begegnungen des Franchise-Modus ähnlich wie im Championship noch wie ein Spaziergang vor, so gilt es bald nur noch, den Mangel zu möglichst geschickt zu verwalten!

Reicht es in den ersten zehn bis zwanzig Matches noch ohne weiteres aus, drei Spieler üppig mit Skillpunkten zu versehen und die Reserve auf der Bank in ihrer Unfähigkeit sitzen zu lassen, ändert sich das spätestens ab der Mitte des Franchise Modes drastisch. Schuld daran ist eine leicht unsportliche, aber sehr spaßige Nebenerscheinung der schiedsrichterfreien Zone NHL Hitz. Nach besonders heftigen Bodychecks mutiert das Eis nämlich regelmässig zum Boxring und der Spieler,der während dieser Beat Em Up Einlage als erstes seinen Gesundheitsbalken verliert, verbringt den Rest des Matches mit all seinen mühsam antrainierten Fähigkeiten auf der Bank! Ist die eigene Mannschaft unausgewogen aufgestellt und der Gegner langt zwei, dreimal ordentlich hin, findet man sich schnell mit einem fußkranken Kufentrio wieder, das nicht mal schnell genug ist, das folgende gegnerische Schützenfest auch nur aus nächster Nähe beobachten zu können! Übrigens ist auch das Heranziehen eines guten Ersatzspielers nur bedingt ausrechend, da die Auswechslung im Spiel erstmal automatisch erfolgt und daher trotz besserer Alternative ein unfähiger Vollidiot als Ersatz aufs Eis geschickt werden kann (was sich sich manuell erst in den Drittelpausen korrigieren lässt). Im Franchise Mode lässt sich übrigens nichts am Schwierigkeitsgrad drehen! Hier bestimmt alleine das Trainergeschick des Spielers über die Schwere der Herausforderung.

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