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Myst: Fragwürdig? - Leser-Test von Cram


1 Bilder Myst: Fragwürdig? - Leser-Test von Cram
Das Spiel Myst ist eines der meistverkauften der Welt. Inzwischen sind 2 Nachfolger und zahlreiche Nachahmungen und Parodien zu Myst erschienen. Manch einer möchte vielleicht das Originalspiel spielen, auch wenn es bestimmt nicht das ist was man erwartet.

Myst ist ein Renderadventure, das heißt man klickt sich durch ( damals überwältigend schöne ) Landschaften und löst Rätsel. Man erwacht als Spieler auf einer einsamen Insel auf der es außer ein paar Gebäuden und Maschinen nichts zu geben scheint. Weder Menschen noch Tiere sind zu sehen. Der Spieler hat nun die Aufgabe mehr über sich und seine Vergangenheit herauszufinden, aufzuklären was er hier macht und wie er die Insel verlassen kann.

Myst ist deshalb kein übliches Adventure in dem man mit Personen spricht und Gegenstände sammelt, man sammelt dafür Seiten eines Buches die man auf den Insel findet. Man braucht für die Rätsel in Myst vor allem Geduld und logisches Verständnis. Oft steht man jedoch einfach herum und weiß nicht was man als nächstes tun soll.

Die Grafik des Spiels sah zwar bei Veröffentlichung des Spiels vor einigen Jahren grandios aus, kann mit heutigen Spielen aber überhaupt nicht mehr mithalten. Zudem ist es sehr einseitig sich nicht frei bewegen zu können, man muss stattdessen mit einem Cursor bestimmte Pfeile anklicken um weiter zugehen.

Auch der Sound des Spiels ist sehr dürftig gelungen. Wenn man etwas hört, sind es vor allem die Geräusche der rätselhaften Maschinen. Dies ist relativ schade da man die einsame Atmosphäre des Spiels sehr viel besser ausdrücken könnte, bei entsprechender Musik.

Die Rätsel des Spiels reichen von logisch bis extrem schwer. Anfangs findet man nur Zetteln die angebliche Hinweise enthalten, an den Maschinen probiert man meistens aus bis man zur Lösung kommt und auch sonst sind die Aufgaben nicht sehr motivierend gestaltet. Wenn man die Rätsel der ersten Insel gelöst hat gelangt man zum nächsten einsamen Eiland. Zwar kann man in einem Gebäude massenhaft Bücher lesen, was das für einen Nutzen für den Spieler hat ist allerdings fragwürdig.

Gerade deshalb frage ich mich warum dieses Spiel eines der meistverkauften der Welt ist. Die Stimmung die Myst erzeugen will kommt einfach nicht rüber, die Grafiken sind heute hässlich und der Sound ist praktisch nicht vorhanden. Die Rätsel des Spiels sind ebenfalls nicht sehr gut gemacht.

Myst läuft auf allen Computern mit dem Betriebssystem Windows 95 oder 98. Es wird mindestens ein Pentium mit 133 Megahertz benötigt, sowie etwa 30 MB Festplattenspeicher. Es werden 32 MB RAM empfohlen. Das Spiel sieht nur bei etwa 640x480 Bildpunkten gut aus, zudem müssen 256 Farben dargestellt werden, womit heutige Grafikkarten Probleme haben. Das Programm Quicktime 4.0 das für das Spiel benötigt wird ist auf der CD enthalten. Auch ein Making of Video ist auf der Scheibe zu finden, ein Handbuch ist dem Spiel dagegen nicht beigelegt.

Insgesamt ist Myst höchstens für die Nostalgiker unter den Adventure Fans interessant. Warum dieses Spiel das meistverkaufte der Welt ist verstehe ich nicht. Ich gebe zwar zu das es spannend ist, kein Handbuch, keine Informationen und man ist plötzlich alleine auf einer Insel. Die daraus entstehende Stimmung hätte man jedoch noch viel besser und tiefer erzeugen können.

Negative Aspekte:
Atmosphäre, Grafik Sound

Positive Aspekte:
das meistverkaufte Spiel aller Zeiten

Infos zur Spielzeit:
Cram hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Cram
  • 5.0%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 5/10
    Steuerung: 6/10
    Sound: 3/10
    Atmosphäre: 6/10
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