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Mr. Moskeeto: Metal Gear Moskeeto - Leser-Test von HALLofGAME


1 Bilder Mr. Moskeeto: Metal Gear Moskeeto - Leser-Test von HALLofGAME
Ein heißer, feuchter Sommer in Japan... Ein typisch japanisches Vorstadthäuschen, bewohnt von einer typisch japanischen Mittelklasse-Familie: den Yamadas! Vater Kenichi sitzt gerne im Trainingsanzug oder in Unterwäsche vor dem Fernseher, während Mutter Kaneyo sich am liebsten um ihr Hobby Fotographie kümmert. Dazwischen die siebzehnjährige, gelangweilte Tochter Rena und...?

Und der kleine hungrige Mr. Moskeeto!

Es gibt wohl kaum etwas Unerfreulicheres als so ein bescheidenes Moskito-Leben. Immer auf der rastlosen Suche nach Nahrung, sprich Blut und damit ständig in Lebensgefahr. Da gibt man sich Mühe möglichst vorsichtig zu sein, ja desinfiziert sogar die Einstichstelle (was diese zugegebenermassen etwas jucken und anschwellen lässt) und alles was man erntet ist lebensgefährlicher Undank! Da fliegen die Fäuste und böse leuchtende Wolken tödlicher Insektizide machen einem das kleine geflügelte Leben schwer... Wie soll man da nur genug Blut zusammensammeln, um den kommenden harten Winter zu überstehen?

Vor dieser Frage steht auch der kleine Mr. Moskeeto, der sich (noch) unbemerkt ins Haus der Yamadas geschlichen hat, um dort in zwölf verschiedenen Stages nicht nur seinen aktuellen Blutdurst zu stillen, sondern möglichst auch genug Blutvorräte für den Winter anzulegen. Ach ja, und ganz nebenbei auch noch die Familie Yamada in den Wahnsinn zu treiben...

Als erstes muß die Tochter dran glauben, ein leichtes Opfer, das gelangweilt im Bett liegt und dem Spieler genug Ruhe lässt, sich mit Mr. Moskeetos Fähigkeiten bekannt zu machen. Hauptziel jeder Stage (die jeweils einem Zimmer im Haus der Yamadas entspricht) ist es natürlich, eine vorgegebene Menge von Blut zu saugen, wobei sich nicht nur ausschließlich darauf konzentrieren sollte. Denn in jedem Zimmer gibt es natürlich noch Einiges an Goodies zu entdecken, vom Herzchen das für mehr Lebensenergie sorgt bis hin zu interessantem alten Obst, das die Yamadas gerne mal hier und da rumliegen lassen. Ganz wichtig sind ausserdem versteckte EX-Flaschen, die gefunden und ebenfalls mit Blut gefüllt werden sollten, da die Stagevorgabe gewissermassen nur die Mindestanforderung darstellt. Nur wer am Ende des Games auch die vorgegebene Zahl von EX-Flaschen gefüllt hat, wird den kleinen Quälgeist auch ohne die Yamadas durch den harten, einsamen Winter bringen.

Menschen sind groß, Moskitos sehr klein, da kann man ja reinstechen wo man will, denkt Ihr jetzt? Weit gefehlt, denn das wäre dann wohl auch für ein freakiges, japanisches Spiel viel zu einfach geworden! Wieviel nackte Haut ihr auch erspäht, gestochen wird immer nur an bestimmten Stellen, den Einstichzonen. Das ist mal erstaunlich simpel, ein anderes Mal ist die Einstichzone kaum zu finden, bzw. von ihrem menschlichen Besitzer gut zu überblicken. Immer wieder bietet es sich hier auch an, z.B. Lichtschalter zu betätigen, an Glöckchen zu klingeln, oder Stereoanlagen ein und Ferneseher auszuschalten, um die Beute in Bewegung zu bringen. Habt Ihr es aber erstmal geschafft, den Moskito-Sauger an der vorgegeben Stelle zu versenken, darf kräftig gesaugt werden. Durch Rotation des rechten Analogsticks zapft ihr eurem noch ahnungslosen Opfer den Lebenssaft ab und achtet dabei nicht nur auf den Rythmus und Timing, sondern -Metal Gear Moskeeto lässt grüssen- auch auf einen kleinen Radarschirm am unteren linken Bildrand!

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