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MotoGP 2: Zweirädrige Freude - Leser-Test von tom31ush


1 Bilder MotoGP 2: Zweirädrige Freude - Leser-Test von tom31ush
Als vor mehr knapp zwei Jahren der Titel "MotoGP" von der Entwicklerschmiede Namco auf den Markt gebracht wurde, waren sich Spieler und Fachpresse nicht klar, ob sie jetzt jubeln oder weinen sollten. Zu viele Ungereimtheiten bescherten dem Spiel leider nur durchschnittliche Bewertungen. So stand einer tollen Grafik der sehr geringe Umfang an Strecken gegenüber und ein realistisches Fahrgefühl der teilweise dümmlichen KI. Mit dem Nachfolger sollten nun einige dieser Mängel beseitigt werden und die Vormachtstellung im Genre (welche bisher durch die fehlende Konkurrenz zustande kam) gefestigt werden.

Die Grafik

Grafisch hat sich einiges getan. Wurde beim Vorgänger noch das typische PS2-Flimmern moniert, sucht man dies in der neuen Version fast vergeblich (leider haben sie das Kantenflimmern immer noch nicht verbannen können). Schicke Lensflares, überaus detaillierte Motorräder, sowie Fahrer und die verschiedenen Wettereffekte lassen praktisch keine optischen Wünsche übrig. Ebenso wurde an den Hintergründen gearbeitet. So kann man als "Mitgucker" (denn als Fahrer hat man kaum Gelegenheit die Landschaft näher zu betrachten) beobachten, wie Fans bengalische Feuer entzünden, sich auf entfernten Strassen Fahrzeuge tummeln oder sich Streckenposten mit Arbeiten neben der Fahrbahn beschäftigen. Negativ fällt auf, dass die Zuschauer immer noch leblose "Pappaufsteller" (zweidimensional) sind, hier wäre etwas mehr Liebe zum Detail angebracht gewesen.
"MotoGP2" definiert das Rennspiel-Genre sicher nicht neu. Die Optik ist zwar äußerst ansprechend, aber an die Qualität eines "Gran Turismo 3" kommt auch dieser Titel nicht heran.
Die Grafik läuft bei jeder Aktion / Ansicht / Kamera flüssig und bietet selbst in dem so kritischen Mehrspieler-Modus keine Slowdowns. Gerade dieser Punkt ist für ein Rennspiel, welches von Geschwindigkeit lebt, extrem wichtig.

Der Sound

Den Punkt Sound kann man realiv schnell abhandeln. Während die Motorengeräusche sehr authentisch umgesetzt sind (ja, 500 ccm Maschinen hören sich wirklich an wie Rasenmäher *g*), muss man die Begleitmusik unter der Rubrik "wer's mag" ablegen.
Zum Glück hat Namco an Leute, die nichts mit solch einem Soundtrack anfangen können (wie eben mich *g*) gedacht und im Menü eine Ausschaltoption eingebaut.

Das Gameplay

Eine schicke Intro-Sequenz (welche mittlerweile aber schon zum Standard jedes Rennspiels gehört), bestehend aus gut geschnittenen Videos und fetzigem Sound, begrüsst den Spieler und lässt die Hoffnung auf ein tolles Spiel wachsen. Vorweg, diese Erwartungen werden auch nicht im geringsten enttäuscht.
Zur Auswahl stehen dem geneigten User vier verschiedene Spielmodi. So darf er zwischen den Modi "Arcade", "Herausforderung", "Zeitrennen", "Saison" und "2-Spieler" wählen.

Der "Arcade" - Modus: Hier handelt es sich wohl um den Klassiker im Rennspielbereich. Nachdem man sich für einen unter (anfangs) zwölf Feuerstühlen der Marken Suzuki, Yamaha, Honda und Proton entschieden, die Witterungsverhältnisse festgelegt (Trocken oder Regen, letzteres kann man jedoch getrost vergessen, weil es fast unmöglich ist, auch nur eine anständige Runde bei nasser Fahrbahn hinzulegen... das ist Realismus pur... vielleicht sogar zu viel), die Rundenanzahl eingegeben und sich vor allem für eine Strecke entschieden hat, kann man sich ins wahre Zweiradvergnügen stürzen.
Zur Auswahl stehen bei der neueste "MotoGP" - Version übrigens die doppelte Anzahl an Kurse vom Vorgänger (ganze 10 Stück). Diese originalgetreu digitalisierten Rennstrecken der 500er-Klasse befinden sich unter anderem in Spanien, Japan, Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland (hier ist es der relativ neue Sachsenring).
Aber es wurde auch an den Hobbyschrauber / -bastler gedacht. So kann sich dieser im Bereich Feintuning austoben und hat die Möglichkeit sein Bike von den Reifen über die Bremseinstellung bis hin zur Beschleunigung bis aufs kleinste einzustellen.
Zum Standard jedes Rennspiels gehört wohl die Wahl zwischen Automatik- oder Manuell-Getriebe, so auch bei Namcos Motorradsimulation.
Im Rennen selbst findet man sich auf den letzten Platz eines 21-köpfigen Starterfeldes wieder, um von dieser Position den Versuch zu wagen, als Sieger von der Piste zu gehen.

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