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Monster Jam: Maximum Destruction im Gamezone-Test


1 Bilder Monster Jam: Maximum Destruction im Gamezone-Test

"Monster Jam" bietet uns 30 lizenzierte Monstertrucks in fantasievollen Arealen, wo man die Schwergewichte nach Strich und Faden zerlegen kann. Das Gameplay dazu ist schnell erklärt, geht es doch vorwiegend darum die gegnerischen Trucks schneller zu zerstören als man selbst demoliert wird. Dabei gibt es diverse Timelimits zu beachten oder eine bestimmte Anzahl an "Monster Jam Plaketten" einzusammeln. Zur Belohnung gibt's am Ende jedes Matches, je nach unserer Leistung, bare Münze ausbezahlt für die man sich dann nette Tuningteile kaufen kann. Das diese das Fahrverhalten der Monster so gut wie überhaupt nicht verbessert, hält uns trotzdem nicht davon ab kräftig Einkaufen zu gehen.

Im einfachsten Spielmodi, dem Deathmatch, geht es einfach darum alle anderen Trucks zu demolieren ohne selbst zuviel Schaden zu erleiden. Die benutzten Areale sind immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut und anscheinend absichtlich recht einfach gehalten. Meist gibt es eine zentrale Plattform von der aus mehrere Abzweigungen zu kleineren, mit Bonus gespickten, Arealen führen. Diese Areale orientieren sich an den verschiedensten Themen, wie Hollywood oder der Jurrassic Pop, und sind im Grunde recht fantasievoll ausgestattet. Leider nur ist die technische Umsetzung gerade mal als durchschnittlich zu bezeichnen, denn das was dem Spielerauge da geboten wird reizt den Würfel nicht im geringsten aus. So ist es schon verwunderlich weshalb die Sichtweite mitunter nicht einmal vom einen Ende des Areals zum anderen reicht, was in der Praxis für schwarze Hintergründe sorgt wenn man sich aus einem der Tunnels der Arena nähert. Die gebotenen Special-Effects hätten vielleicht noch einem N64 gut zu Gesicht gestanden, auf einer Next-Gen-Konsole aber sehen sie einfach nur erbärmlich aus. Das beginnt mit den riesigen Pixeln die dem herumfliegenden Schrott entsprechen sollen, als solcher aber nicht erkennbar sind und endet bei der lächerlichen Crash-Physik der herumstehenden Autos, welche bei Berührung einfach flach gemacht werden. Richtig, sie gehen nicht kaputt oder zerlegen sich in ihre Einzelteile, sondern das gesamte Model wird einfach flach in den Boden gedrückt, wie ein Sandwich in der Schultasche.

Leider ist auch die Physik der Bolliden nicht besonders authentisch, denn niemand kann mir erzählen, dass sich diese tonnenschweren Kolosse wie ein ferngesteuertes Auto lenken und vor allem so Bremsen und Beschleunigen können.

Dazu gesellt sich eine Soundkulisse die wegen dem harten Metal-Soundtrack zwar gut zum Spiel passt, allerdings die ansonsten recht dünne Hintergrundbeschallung komplett erstickt. Von den starken Maschinen in den Trucks bekommt man, außer einem leisen furzen, kaum etwas mit, ebenso von den Waffensystemen die mitunter komplett im Soundmatsch untergehen. Apropos Waffensysteme: Schon mal einen grünen Flammenwerfer gesehen? Monster Jam hat ihn...

Einzig der Multiplayer-Part schafft es wirklich etwas Spielfreude aufkommen zu lassen, weniger weil das Game so gut ist als viel mehr weil man sich dann nicht mit der schwachen KI der Computerfahrer auseinandersetzen muss.

  • Peter Grubmair"-"
  • Man kann nicht einmal sagen, dass man bei "Monster Jam" den kleinsten gemeinsamen Nenner gesucht hat, was bei Multiplattformspielen ja nicht selten der Fall ist, da keine der bisher erschienenen Versionen die Fähigkeiten einer Next-Gen-Konsole auch nur im Ansatz ausreizt. Ganz im Gegenteil kann man sich nicht des Gefühls erwehren es hier mit einer aufgebohrten PSOne Engine zu tun zu haben, denn die grafische Präsentation, der Detailgrad sowie die Physik der Trucks sind einfach nicht mehr zeitgemäß und zudem nicht besonders liebevoll umgesetzt worden. Einzig der Multiplayer-Mode schafft es etwas Spaß aufkommen zu lassen, die Singleplayer-Kampagne jedoch nicht, was nicht nur an der nicht funktionierenden Tuningoption liegt, sondern an der schnell auftauchenden Langeweile. Aus diesem Grunde unbedingt ein Probespiel wagen bevor man Geld für diesen Titel ausgibt, er könnte enttäuschen.
Monster Jam: Maximum Destruction (GC)
  • Singleplayer
  • 4,5 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 4/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 5/10 
    Gameplay 4/10 
Pro & Contra
Der Multiplayerpart kann einige zeit beschäftigen
Schwache Grafik, vor allem die Special-Effects sind schon fast lächerlich oder die Sandwich-Autos
Die angeblich so starken Motoren erreichen nicht einmal das Niveau einer Kettensäge und warum der Flammenwerfer grün ist muss man nicht verstehen
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