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Monopoly Tycoon: Schlossallee zu verpachten - Leser-Test von Beluvius


1 Bilder Monopoly Tycoon: Schlossallee zu verpachten - Leser-Test von Beluvius
"Gehe in das Gefängnis. Begib Dich direkt dorthin. Gehe nicht über Los. Ziehe nicht 4000 DM ein." - wer hat sich noch nicht über diese Karte in einem der wohl bekanntestes Gesellschaftsspiele geärgert. Die Rede ist natürlich von Monopoly. Infogrames hat jetzt seine Computerspiel-Lizenz für dieses Spiel in eine Echtzeitwirtschaftssimulation umgesetzt, die nur noch wenig mit dem Brettspielklassiker gemeinsam hat. Und wie es sich heutzutage für eine erfolgreiche Wirtschaftssimulation gehört, darf auch der Namensbestandteil "Tycoon" nicht fehlen - und schon war "Monopoly Tycoon" geboren.

Gameplay
"Monopoly Tycoon" ist eine Mischung aus einer Städtebausimulation im Stile von SimCity und einer x-beliebigen Wirtschaftssimulation, in der es in erster Linie darum geht möglichst viel Geld zu scheffeln und die Konkurrenten auszustechen. Monopoly Tycoon besteht aus einer insgesamt 20 Szenarien umfassenden Kampagne, in denen es jeweils unterschiedliche Siegbedingungen gibt: Einmal gilt es das größte Wirtschaftsimperium aufzubauen, einmal die meisten Waren zu verkaufen, den höchsten Tagesumsatz zu erzielen oder sich zum Bürgermeister wählen zu lassen. Es gibt sogar eine Art "last-man-Standing"-Szenario, wo die Einwohner der Stadt die Spieler einen nach dem anderen aus dem Spiel wählen.

Das Spiel findet in erster Linie auf einer 3D-Karte statt, die in insgesamt 25 Straßenblöcke aufgeteilt sind, die jeweils die aus der Brettspielvorlage bekannten Straßennamen und -farben tragen. Einige der Straßenblöcke sind bereits zu Spielbeginn mit Appartements oder Geschäften belegt, die der Stadtverwaltung gehören. Auf den anderen Blöcken kann der Spieler seine eigenen Geschäfte aufbauen. Dabei gibt es eine große Auswahl verschiedner Gebäude: Bäckereien, Fleischereien, Juweliere, Zeitungskioske, Buchhandlungen usw. Im Laufe der Jahre kommen dann noch weitere Gebäude, wie Nachtclubs, Videoläden usw. dazu. Die Nachfrage nach den unterschiedlichen Waren kommt von den maximal 1.500 virtuellen Einwohnern der Stadt. Bei Errichtung seiner Geschäfte sollte man sehr darauf achten, dass innerhalb eines Straßenblocks nur solche gebaut werden, die die gleichen Kundenschichten anziehen. So ist es ratsam, zum einen Vergnügungsviertel mit Bars, Nachtclubs und Kinos aufzuziehen, in denen sich die Kundschaft abends ausgiebig amüsieren kann, und anderseits große Einkaufszentren, mit vielen kleineren Geschäften in denen tagsüber eingekauft werden kann. Natürlich können auch die Preise der in den Geschäften gehandelten Waren individuell festgelegt werden und so durch Schnäppchenpreise die Nachfrage in den eigenen Konsumtempeln weiter angeheizt werden. Um weitere Konsumenten in die Stadt zu holen, kann man Wohnblöcke bauen und an die Neuankömmlinge vermieten.

Im Spielverlauf ist es ferner möglich, die Pachtrechte der einzelnen Straßenblocks für eine begrenzte Zeit zu erwerben und so den Pachtzins zu sparen. Dazu muss man sich in einer Auktion gegen die bis zu fünf Computergegner durchsetzen. Hat man auf diese Weise alle Blocks einer Farbe unter seine Kontrolle gebracht, darf man -ähnlich wie beim Brettspiel - Hotels auf diesen Grundstücken bauen, die besonders hohe Einnahmen garantieren. Die Ersteigerung spezieller Gebäude, wie der Telefongesellschaft, des Gas- und Elektrizitätswerkes helfen weitere Kosten zu sparen und deren Einnahmen direkt von den Konkurrenten zu kassieren.

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