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Mike Tyson Heavyweight Boxing im Gamezone-Test


1 Bilder Mike Tyson Heavyweight Boxing im Gamezone-Test

Mike Tyson hatte bereits vor geraumer Zeit seinen Auftritt im gleichnamigen Boxing-Game für die Playstation. Mit dem gleichen Titel tritt er nun auch auf der PS2 an den goldenen Gürtel zu erringen. Dabei verlässt sich Codemasters voll auf alt Bekanntes und führt nicht einen neuen Spielmodi ein. Verfügbar ist lediglich der Kampf um den Gürtel sowie der Schaukampf, welcher sich hervorragend eignet um die einzelnen Kämpfer kennen zu lernen.

In der Praxis beginnt das Spiel mit dem staksigen Einlauf der Kontrahenten, welche sich nicht nur bewegen als hätten sie ein Zusatzgewicht in den Shorts, sondern auch nicht besonders echt ausschauen, da sie glänzen wie mit zwei Litern Öl eingeschmiert und eine Oberfläche besitzen wie sie den Einwohnern von Entenhausen gut zu Gesicht stehen würde aber nicht muskelbepackten Schwergewichten. In Zeiten des Fotorealismus sehen die Charaktere einfach zu sehr nach Comic aus. Die Arenen hingegen sind recht gut ausgestattet und erfüllen ihre Funktion.

Das Gameplay sodann ist sehr Aktion orientiert und erinnert an Games wie "Ready to Rumble" oder ähnlichen Spaßkämpfen, die mehr durch Geschwindigkeit als durch verschiedene Schlagtechniken glänzen. So sind die vier Aktionstasten des Gamepads mit den vier Standardschlägen belegt welche mit den beiden Schultertasten modifiziert werden können. Dazu gesellen sich noch die Ausweichbewegungen in alle vier Himmelsrichtungen sowie das Antäuschen eines Schlages. Mehr gibt es nicht über die Steuerung zu lernen. So fällt der Einstieg in das Game recht leicht, allerdings artet der Kampf selbst in reines Button-Smashing aus, da es hauptsächlich auf das schnelle Zuschlagen ankommt und weniger auf Taktik. Die unteren Kämpfe gewinnt man so ohne jegliche Kenntnis der Steuerung da möglichst schnelles Drücken der Knöpfe ebenfalls zum Sieg führt. Da kann schon Frust aufkommen, besonders im Kampf gegen einen anderen menschlichen Spieler der Runde für Runde gewinnt indem er wild auf die Tasten hämmert, während man selbst verzweifelt versucht etwas Technik ins Spiel zu bringen.

Die Grafik hat einen durchwachsenen Eindruck bei mir hinterlassen. Zum einen präsentiert sich das gesamte Spielgeschehen recht Flott und ohne grobe Schnitzer oder Auffälligkeiten, zum anderen aber sehen die Bewegungen der Boxer genauso wie ihr Erscheinungsbild nicht besonders echt aus, besonders die Ladebilder erinnern schon sehr an Amiga-Power. Ein besonderer Augenschmaus diesbezüglich ist das immer wiederkehrende Nummerngirl, welches sich bewegt wie ein Roboter aus "Futurama" der verzweifelt versucht sein Öl nicht zu verlieren.

Die Soundkulisse setzt sich im Grunde nur aus dem HipHop-Hintergrundsound, der Beschallung aus den Rängen und den Schlaggeräuschen der Boxer zusammen. In der Summe ergibt das eine recht authentische Kulisse die zum Spiel passt. Schade nur, dass der Announcer sich alle Mühe gibt Atmosphäre aufkommen zu lassen, er dabei aber seinen Mund nicht einen Pixel weit bewegt und dadurch wirkt wie ein Bauchredner.

  • Peter Grubmair"-"
  • "Mike Tyson Heavyweight Boxing" gesellt sich ohne Auffälligkeiten zu der Masse der Funsport-Games hinzu. Bedingt durch die einfache Steuerung finden sich auch Einsteiger schnell zurecht, Profis hingegen dürften sich anhand der wenigen Schläge unterfordert fühlen. In Verbindung mit der durchschnittlichen Grafik stellt es lediglich ein einfaches Boxing-Game für zwischendurch dar. Wer sich also nicht gerne Tagelang mit der Steuerung auseinandersetzen will und sich auch nicht an der durchschnittlichen Grafik stört, der kann mit "Mike Tyson" durchaus glücklich werden.
Mike Tyson Heavyweight Boxing (PS2)
  • Singleplayer
  • 6,2 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 6/10 
    Steuerung 8/10 
    Gameplay 5/10 
Pro & Contra
Durch die leicht erlernbare Steuerung schneller Einstieg in das Game
Nur wenige Schläge
mittelmäßige Grafik und Sound
kaum Langzeitmotivation
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