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Neues zu Microsofts Online-Plänen


1 Bilder Neues zu Microsofts Online-Plänen
Wie ja mittlerweile bekannt sein dürfte, räumt Microsofts neue Konsole, die Xbox, den Konsolenmarkt derzeit eher von hinten auf. Die vermeindliche Superkonsole liegt weltweit hinter der Konkurrenz von Sony und Nintendo und muß daher zusehen, wie sie das schleunigst ändern kann. Da man aber spieletechnisch nicht über genügend exklusive Titel verfügt, die das Ruder wieder rumreißen könnten, setzt man bei Microsoft nun voll und ganz in den Aufbau des Xbox Online-Netzwerkes.

Nach neusten Angaben, die aus der New York Times stammen, will der Großkonzern nun 1 Mrd US Dollar in das Online Portal "Xbox Live" stecken. Mit dieser Investition erhofft man sich die Xbox zu retten, da deren Lage, wie bereits erwähnt, nicht gerade rosig aussieht und man so auf eine bessere Zukunft setzt. Ob das für viele Zocker ein entscheidender Kaufgrund ist, bleibt jedoch fraglich, da für die High-Speed Internetverbindung eine monatliche Grundgebühr von US $40 - $60 aufgebracht werden muß. Das ist aber noch längst nicht alles, denn hierzu kommt noch die "Xbox-Live"-Gebühr, die etwa US $ 10 beträgt sowie eine Grundgebühr für 1 Jahr, die sich auf US $ 49 belaufen wird.

Zu diesen Plänen haben sich auch verschiedenste, wichtige Leute der einzelnen Entwicklerschmieden geäußert:

Charles Bellfield von Sega glaubt an einen Erfolg. Er meinte, dass Microsoft die Mittel dazu hätte, Onlinegaming erfolgreich zu machen, was jedoch einen langwierigen Prozess erfordere und somit nicht von heute auf morgen passieren könne, aber sobald man mit den Spielen den Mainstream-Markt erreicht hätte, könne gar nichts mehr schief laufen.

Lawrence Probst von Electronic Arts (EA) sieht das jedoch ein wenig anders. Er ist skeptisch, da er aus eigener Erfahrung weiß wie zäh der Onlinebereich derzeit noch ist. Um hier nicht zu scheitern, bräuchte man auch hohe Userzahlen, die aber bei dem eigenen Projekt EA.COM so enttäuschend waren, dass es lediglich ein Spiel mit einigermaßen guten Zahlen hervor brachte. Dies ist Ultima Online, mit 200.000 registrierten Usern.

Kazuo Hirai von der Konkurrenz von Sony Computer Entertainment America meinte, dass man das Geld lieber darin investieren solle mehr Einheiten zu verkaufen, als sich auf das unsichere Onlinegeschäft einzulassen.

Einige unabhängige Analysten sehen in den Online-Plänen ein rentables Geschäft. So wird beispielsweise spekuliert, dass Microsoft bis Weihnachten die viertgrößte US Telefongesellschaft sein könnte, da dieser Service über Nacht ein neues Telefonnetzwerk werden könnte.

Cubeys Meinung:
Also meiner Meinung nach ist das ein gewaltiger Fehler. Ich vertrete dabei wohl am ehesten die Meinungen von Sony und EA, da ein Onlinemarkt derzeit einfach noch zu unterentwickelt und zu unrentabel ist. Außerdem kann Microsoft auch kein anständiges Netzwerk auf die Beine stellen, wenn die Xbox weltweit noch nicht allzu oft verkauft wurde. Wie will man denn mit diesen wenigen Einheiten ein großes, rentables Netzwerk aufbauen? Dabei muß man noch bedenken, dass längst nicht jeder User der eine Xbox gekauft hat, auch damit online gehen will. Für viele ist das bei den oben genannten Gebühren mit Sicherheit auch viel zu teuer und viele wollen das auch gar nicht, da der Onlinebereich bisher nicht wirklich beliebt ist. Um diesen für den User attraktiver zu gestalten und ihm ans Herz zu legen, müßte man hier wohl verstärkt Werbung machen, was aber ziemlich geschickt angepackt werden sollte. Für mich hat dieser Plan von Microsoft dennoch keine große Zukunft. NOCH nicht!

Quelle: www.gamefront.de

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