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Micro Machines im Gamezone-Test


1 Bilder Micro Machines im Gamezone-Test

Die eingefleischten Videospieler werden sich noch an das erste Micro-Machines von Codemasters erinnern, das damals ein richtiger Überraschungserfolg auf mancher Party war. Schon damals ging es um die kleinen Miniaturautos, welche man möglichst vor den Gegnern auf gar aberwitzigen Pisten ins Ziel zu bugsieren versuchte. Die Strecken hierfür waren auf dem heimischen Schreibtisch oder im Vorgarten angesiedelt, gingen vom Schlafzimmer durchs Wohnzimmer etc...

Exakt das gleiche Spielprinzip begegnet uns in der neuesten Auflage des Spaßracers von Infogrames der unter dem Label von Atari vertrieben wird. Mit bis zu vier Spielern kann man an den Rennen teilnehmen, die wiederum mit Strecken aufwarten wie sie ein anderes Renngame nicht bieten kann. Immer zu viert tritt man an und versucht nach bester Mariokart-Manier Extra's einzusammeln mit denen man sich auf der Strecke behaupten kann. So gibt es eine Bratpfanne die man den Mitspielern um die Ohren hauen kann, einen Elektroschocker für Rundumschläge, einen Magneten um Konkurrenten festzuhalten, ein Boxhandschuh der so ähnlich funktioniert wie die Bratpfanne und noch viele Extras mehr.

Zur Auswahl stehen uns, neben dem Training, drei grundlegende Spielmodi. Hinter dem normalen Rennen verbirgt sich das Singleplayer-Game, in welchem man eine Meisterschaft aus insgesamt 16 Rennen zu absolvieren hat, die wiederum in vier Klassen eingeteilt sind. Eine ganze Menge Arbeit also für den Einzelspieler. Der Spielspaß für die Party versteckt sich hinter der Bezeichnung "Micro Machines", den man insgesamt zu viert in Angriff nehmen kann. Dabei spielt sich das ganze Geschehen für alle Spieler gleichzeitig auf einem einzigen Screen ab, wer zu langsam ist und vom Schirm verschwindet scheidet aus. In der Praxis ist das ein ganz schönes Durcheinander, bei dem das Siegen schon bald in den Hintergrund tritt, da der Spaß des Games nicht nur die Mitspieler johlen lässt. Um ein wirklich ausgeglichenes und vor allem faires Rennen gegeneinander fahren zu können, gibt es noch den "Micro GP", der per Splitscreen realisiert wurde und deswegen nur für zwei Spieler geeignet ist. Bleibt noch zu erwähnen, dass man sich vor dem Rennen für einen der acht Charaktere entscheiden muss, die allesamt ihr eigenes Fahrzeug mitbringen, passend zum Outfit natürlich. Dabei könnten die Figuren nicht unterschiedlicher sein. Es gibt den Playboy Miami Mike mit seinem roten Porsche, ein Monster namens Frank N Stein mit etwas schwerfälligem Gefährt, die Oma Aunt Betty in ihrem Oldtimer, den Polizisten Callaghan natürlich im Polizeiauto und so weiter.

Die Grafik kommt etwas puristisch daher und ist nicht unbedingt geeignet um die Leistungsfähigkeit einer Next-Gen-Konsole zu demonstrieren. Trotzdem besitzen sie immer noch den Reiz "des Kleinen", denn die Pisten nehmen mitunter recht abenteuerliche Wege. Da ist das Rennen auf dem Dachboden, vorbei an allerlei Getier und durch die Dachrinne noch am gewöhnlichsten, denn es geht auch über einen überschwemmten Friedhof, vorbei am zähneputzenden Skelett oder durch einen Bauernhof unter einer kotzenden Henne hindurch. Das alte Problem allerdings, dass man die Strecken erst kennen muss um sie optimal fahren zu können, besteht wegen der Sicht direkt von Oben noch immer. Trotz der etwas einfachen Grafik ist also immer für Abwechslung und vor allem für viel Spielwitz gesorgt. Allerdings sollte man das sehr gut gelungene Wasser nicht unerwähnt lassen, welches fast schon zu gut in der ansonsten durchschnittlichen Präsentation wirkt.

So einfach wie die Grafik gibt sich auch die Steuerung, denn außer dem Gasknopf und der Lenkung benötigt man nur noch die Taste zum auslösen der aufgesammelten Extras. Hat man gerade keins an Board und man drückt sie, hupt der Wagen.

Die Soundkulisse besteht erwartungsgemäß aus dem brummen der Motoren, den abgegebenen Beschimpfungen oder Freudenschreie der Charaktere und natürlich einem eher belanglosen Soundtrack.

  • Peter Grubmair"-"
  • Im Grunde hat sich seit dem ersten Micro-Machines bis zu diesem aktuellsten Titel kaum etwas getan. Über den Umfang des Games kann man sich nicht beschweren, es sind ausreichend viele und vor allem unterschiedliche Strecken vorhanden, so dass auch der Einzelspieler für eine Weile beschäftigt sein sollte. Sein ganzes Potenzial freilich kann das Game erst mit mehreren Zockern ausspielen, denn die zwei verschiedenen Multiplayer-Modi ergänzen sich sehr gut. Entweder zu viert ein chaotisches dafür umso lustigeres Rennen oder doch lieber zu zweit sich ernsthaft mit dem Konkurrenten messen. Beides ist möglich. Trotz der angestaubten Idee also ist Micro-Machines noch immer ein geglückter Party-Spaß.
Micro Machines (XB)
  • Singleplayer
  • 6 /10
  • Multiplayer - 
    Grafik 6/10 
    Sound 5/10 
    Steuerung 6/10 
    Gameplay 7/10 
Pro & Contra
Lustiger Party-Spaß
viele verschiedene Strecken
die zwei Multiplayer-Modi ergänzen sich hervorragend
Nur mittelmäßige Grafik und Soundkulisse
Spielprinzip etwas angestaubt
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