Login
Passwort vergessen?
Registrieren

Mickey's Speedway: Klasse Funracer - Leser-Test von Ceilan


1 Bilder Mickey's Speedway: Klasse Funracer - Leser-Test von Ceilan
Im schönen Städtchen Entenhausen scheinen Entführungen fast schon zur Tagesordnung zu gehören. Diesmal hat es Pluto, den treuen Hund des bekannten und beliebten Mäuserichs Mickey erwischt. Anders als man es zunächst vielleicht erwarten würde macht sich Mickey aber nicht in typischer Jump&Run-Manier zu Fuß auf die Suche, sondern am Steuer eines kleinen schnellen Flitzers. Mit ihren wendigen Karts brettern neben Mickey auch Freund Goofy, Erzfeind Kater Karlo, Donald und Daisy Duck sowie Dauerfreundin Minnie Maus kreuz und quer durch die USA. Durch den geschickten Einsatz aller Steuerelemente müssen auf über zwanzig verschiedenen Strecken die entscheidenden Zehntelsekunden Vorsprung herausgeholt werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei unter anderem der gezielte Einsatz des sogenannten „Slidens“, einer eleganten Form des um die Kurverutschens.
An unterschiedlichen Spielmodi wird in Mickey's Speedway USA so einiges geboten. Herzstück des ganzen ist der Grand Prix-Mode, bei dem es gilt fünf Meisterschaftsklassen mit jeweils vier Strecken mindestens als Vierter abzuschließen. Nur dann kommt man einen Level weiter und kann außerdem zusätzliche versteckte Charaktere freischalten. Um dem Spieler die Sache nicht zu einfach zu machen, wurden auf den fantasievollen Strecken großzügig fiese Hindernisse verteilt, welche unvorsichtige Fahrer entscheidende Sekunden auf dem Weg zum Sieg kosten werden. Auch die Gegner lassen nichts unversucht, um den Spieler von der Ideallinie abzubringen und selbst einen der vorderen Plätze zu belegen. Die computergesteuerten Konkurrenten legen dabei eine recht ausgereifte künstliche Intelligenz sowie einiges fahrerisches Können an den Tag.
Auf manchen Strecken (wie etwa in den Everglades) stehen dem Spieler so viele verschiedene Wege zum Ziel zur Verfügung, dass er schon mal die Orientierung verlieren kann. Deshalb ist es für die erste Fahrt in einem unbekannten Gebiet meist ratsam, den Gegnern eine Weile hinterher zu fahren, um so die besten Abkürzungen ausfindig zu machen. Aber selbst wer die Steuerung des Karts (die im Übrigen schnell zu erlernen ist) beherrscht und sich auf sämtlichen Kursen bestens auskennt, hat noch lange nicht die Garantie, dass er das Ziel wirklich als erster erreicht. Denn wie in Funracern üblich, lassen die Gegner die fiesesten Extrawaffen auf ihn los. So kann es passieren, dass man plötzlich über eine Mine fährt und infolgedessen statt als stolzer Sieger eher als abgeschlagenes Schlusslicht endet. Natürlich kann man es den Kontrahenten aber auch mit gleichen Mittel heimzahlen, und so ein verloren geglaubtes Rennen doch noch für sich entscheiden. Dieses Element steigert die Spannung des Spiels natürlich stark.
Auch die Grafik des Spiels präsentiert sich von ihrer besten Seite. Mit den schön animierten Karts rast man durch sehr detaillierte Hintergründe. Wenn in der Ferne eine Rakete abgefeuert wird und Leuchtreklamen die Straßen einer nächtlichen Stadt beleben, könnte man vor lauter Schauen des öfteren fast das Fahren vergessen. So viel Abwechslung im Streckendesign findet man in kaum einem anderen Rennspiel. Der Sound des Games ist mit seinen lustigen Hintergrundmelodien ebenfalls recht gut ausgefallen, lediglich die Soundeffekte hätten etwas dynamischer sein können.
Ebenfalls ein Pluspunkt von Mickey's Speedway ist der spaßige Mehrspielerteil. Bis zu vier Spieler können entweder in einem normalem Rennen oder im Battlemode (auf speziellen Strecken beharkt man sich mit den verschiedenen Waffen) gegeneinander antreten. Dabei bleibt die Grafik stets erfreulich flüssig, im Gegenzug müssen dann aber leichte Detailverluste im Streckendesign hingenommen werden. Durch die lustigen Mehrspielerduelle wird die Langzeitmotivation noch einmal deutlich gesteigert. Aber auch im Einzelspielerteil von Mickey's Speedway USA wird man sich für einige Zeit fürstlich vergnügen. Vor allem, wer auch wirklich alle Abkürzungen erkunden und alle Bestzeiten schlagen will, dürfte sich auf zahlreiche herausfordernde Stunden auf den Rennstrecken gefasst machen.
Als ein kleiner Kritikpunkt kann dem Spiel angekreidet werden, dass es keine wirklichen Neuerungen und Innovationen enthält. Denn alle Spielelemente hat es genau so oder sehr ähnlich schon in anderen Vertretern des Genres (wie etwa Mario Kart und Diddy Kong Racing) gegeben. Jedoch sollte man diesen Punkt nicht überbewerten, denn selten wurden die bekannten Elemente auf so überzeugende Weise miteinander verknüpft wie in diesem Spiel.
Daher kann das Fazit nur lauten: Für alle, die auf der Suche nach einem Funracer für ihr Nintendo 64 sind, ist Mickey's Speedway USA ganz klar eine der besten und aktuellsten Alternativen. Lediglich für Spieler, die schon mehrere Games dieser Art ihr Eigen nennen, könnte die Anschaffung wegen der fehlenden Innovationen nicht ganz lohnend sein.
Alle anderen erhalten mit diesem Spiel eine Garantie auf viele Stunden Spielspaß sowohl im Einzelspielerteil als auch im Wettstreit mit Freunden.

Negative Aspekte:
keine eigenen Ideen

Positive Aspekte:
sehr gute Grafik

Infos zur Spielzeit:
Ceilan hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Spielspaß Gesamtwertung-
    Wertung von:
    Ceilan
  • 8.8%
  • GAMEZONE MOBILE
    Spielspaß-Wertung
  • -
  • Spielspaß (Multiplayer): 0.0/10
    Grafik: 9/10
    Steuerung: 9/10
    Sound: 8/10
    Atmosphäre: 9/10
e_gz_ArticlePage_Default