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MiG-29 Fulcrum: Vodka in New York - Leser-Test von RAMS-es


1 Bilder MiG-29 Fulcrum: Vodka in New York - Leser-Test von RAMS-es
MIG-29 Fulcrum

In GAMER'S LOG REVIEW Numero 007 erhebe ich mich endlich wieder einmal in die Lüfte. In der langen Geschichte der militärischen Flugsimulationen war es lange Jahre selbstverständlich, daß man als aufstrebender Top Gun Nachfolger in das Cockpit eines amerikanischen Jets stieg. Mit MIG-29 FULCRUM bot Domark zum ersten Mal die Möglichkeit auch ein russisches Kampfflugzeug zu steuern. Schon 1991, kurz nach dem Zusammenbruch des Kommunismus, erschien MIG-29 FULCRUM für Commodore Amiga, Atari ST und natürlich auch für die Personal Computer. Technisch nehmen sich alle drei Portierungen nicht viel. Grafisch sind alle drei Versionen praktisch identisch, nur die Flüssigkeit der Grafik ist auf dem PC einen Tick besser. Beim Sound haben dafür die 16 Bit Rechner die Nase vorne. Spielerisch ist sowieso alles gleich.

Um die für militärische Flugsimulationen unabdingbare Realitätsnähe zu gewährleisten haben sich die Entwickler von Domark und Simis bei MIG-29 FULCRUM die Hilfe und den Rat eines Testpiloten der Royal Air Force gesichert. Diese Hilfeleistung merkt man dem Spiel auch ganz deutlich an. Aber auch in der Dokumentation, die in der Verpackung zu finden ist, kann man sich von der Realitätsnähe überzeugen. So kann man auch einen Vergleich zwischen dem simulierten und dem realen Cockpit ziehen. Wir müssen uns aber auch an zahlreiche Umstellungen gewöhnen, denn die Russen bauen ihre Maschinen nun einmal etwas anders als die Amerikaner. Auffälligstes Beispiel dürfte der künstliche Horizont sein, der bei den US Maschinen üblicher Weise mit einer Kugel dargestellt wird, besteht in einer MIG-29 FULCRUM dieses Navigationsgerät aus zwei kleinen Zylindern. Ansonsten gilt aber, wer schon mit der sonst so beliebten F-16 zurecht gekommen ist, kann auch mit dem russischen Gegenstück wunderbar fliegen, wird aber schnell feststellen, daß dieser Vogel nicht ganz so nervös in der Luft liegt. Alle Instrumente des Cockpit passen wunderbar auf einen Bildschirm, wir müssen also nicht umschalten oder den Kopf drehen. Auch die Head-up Displays für die unterschiedlichen Angriffsmodi müssen nicht per Hand umgeschaltet werden. Dank der hervorragenden Flugfähigkeiten der MIG-29 FULCRUM wird die Jagd auf feindliche Maschinen zur wahren Freunde, denn dieser Vogel ist ein wahres Wunder der Manövrierbarkeit.

Wie üblich ist auch MIG-29 FULCRUM in zahlreiche Missionen unterteilt. Während das Spiel die Mission lädt darf man sich an wunderschönen Standgrafiken erfreuen. Aber auch im Spiel selber kann man sich einer sehr schönen und vor allem flotten Grafik erfreuen. Die Sound Effekte können dabei leider nicht mithalten, sie sind aber auch nicht so wichtig bei einer militärischen Flugsimulation. Bei allen Mission darf man komischer Weise nur gegen chinesische Gegner antreten, die dann auch noch in den gleichen MIG-29 FULCRUM Maschinen sitzen. Ansonsten sind die Mission recht abwechslungsreich. Mal muss man von einem eingefrorenen atomaren U-Boot eine brauchbare Fotografie machen oder aber ein Ölplattform zu Klump bombardieren. Natürlich geht man meistens ganz einfach auf die Jagd nach gegnerischen Jets. Ein kleines Manko fällt hier allerdings auf, der Anflug zum eigentlichen Operationsgebiet dauert wesentlich länger als bei den Konkurrenzprodukten. Das ist manchmal ziemlich nervig aber natürlich auch realistischer.

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